Freitag, 13. Januar 2017

Die Rigi und der Nebel


Der Rigi-Artikel ist ursprünglich im Mai 2014 in meinem Zweitblog Hintergrundrauschen erschienen. Dort habe ich in zwei Jahren keine zehn Posts veröffentlicht. Die Idee, mir ein zweites Forum abseits dieses Blogs zu erschaffen, um dort über ich weiß-auch-nicht-was-ich-mir-gedacht-habe zu schreiben, ist allzu schnell versandet. So habe ich mich im Zuge meiner derzeitigen digitalen Aufräumarbeiten entschieden, den Laden wieder dicht zu machen. Das fällt mir nicht sehr, aber doch erfreulich leicht. Bloß um die Rigi würde ich weinen müssen, deswegen nehme ich sie einfach mit hierher. Einige werden sich vielleicht erinnern; hoffentlich so gerne wie ich.



Irgendwo oben auf der Rigi – der Königin der Berge – dem Hausberg von Luzern, irgendwo dort oben hab ich mein Herz an diesen Berg verloren. Ob auf 1500 Metern oder ganz oben am Gipfel – ich weiß es nicht.

Nicht etwa die Aussicht betört mich, nicht der weite Blick auf das Schweizer Umland oder den Vierwaldstättersee. Kein unendlich blauer Himmel taucht gemeinsam mit der Sonne die Rigi in verführerisches Licht. Nein, sehr viel zu sehen gibt es bei meinem ersten Besuch auf der Rigi nicht. Überall ist Nebel.


Es ist der Berg selbst, der mein Herz leise an seine Hand nimmt. Es ist die wassergraue Stille der Rigi, die mir immer nur die nächsten zwanzig, dreissig, später hundert Meter von sich zeigt. Es ist der Nebel, der die Rigi küsst und mich umfängt und der den Klang meiner Schritte sachte vergessen macht.

Stumm erzählen die Rigi und der Nebel mir ihre Geschichte. Sie handelt von einer alten Liebe.




Weiter gehts, bitte hier entlang ...






























Je weiter ich talwärts gehe, desto mehr zieht der Nebel sich zurück. Es ist beinahe schade.

Drei Tage später bin ich nochmal auf der Rigi. Ich freue mich, sie wiederzusehen. Die Sicht ist diesmal klarer, es ist kalt. Irgendwann in den letzten Tagen hat es geschneit.
Der Nebel winkt aus den Wolken herüber.












Kommentare:

  1. Oh ja, ich erinnere mich - an Bilder und Worte - sehr gern!

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  2. Gar keine Menschen ist auch mal schön. Tolle Bilder !

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  3. Das fünfte Bild von oben hat es mir besonders angetan. Da würde ich gerne länger verweilen.

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  4. Wunderschöne Blicke. Und jeder auf seine Art vertraut und verbunden mit Erinnerung!

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  5. Wunderschöne Bilder und ein gut geschriebener Text.

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  6. Ich erinnere mich auch. Wun-der-schön.

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  7. Das Foto mit den Bahnschienen ist der Knaller!

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