Dienstag, 24. Dezember 2013

Fülle



Vor ein paar Tagen war ich beim Supermarkt am Platze einkaufen. Es war Samstagmittag und die anderen waren auch schon da. Der ganze Laden war voll: voll mit Menschen, voll mit Waren, auch die Einkaufswagen waren voll und an der Kasse waren die Laufbänder voll, von denen im Übrigen nicht mehr all zuviel zu sehen war.
So lang ich denken kann, hat mich derart zelebrierte Fülle seltsam emotionalisiert. In mein formuliertes Bewusstsein gerückt ist dieser Umstand, als ich 15 oder 16 war: ich saß in einem Café und es war voll: voll mit Menschen, voll mit Kuchen, voll mit vollen Tellern. Mich hat damals eine Welle enormer Traurigkeit erfasst, und zwar mit Wucht. Bis heute habe ich nicht wirklich ergründet, was mich daran derart berührt. Aber darum soll es jetzt auch gar nicht gehen.
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Sonntag, 15. Dezember 2013

Faust aufs Auge


Die Zeichnung ist von der fabelhaften Sonja Kling

Neulich habe ich eine dieser täglichen PR-mails bekommen, in der schon die einleitenden Worte mich verstört haben inne halten lassen: „Auf der Suche nach Blogs über und um das Geschehen in Köln bin ich auf deinem gelandet," ging es soweit nachvollziehbar los. Und weiter war zu lesen: „Dann las ich deine Info 'Über mich' und dachte „Das passt wie die Faust aufs Auge, schreib ihr einfach mal!''

Natürlich habe ich sogleich höchst erfreut meinen eigenen Blog besucht. „Ah, endlich!“ frohlockte die innere Stimme: „Die 'Über mich Seite', die schon seit Jahren überfällig ist. Die Heinzelmännchen waren wohl so freundlich ... Puh! Danke, so ein Glück!!! Schnell mal nachsehen, was dort steht!“
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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Waldkindergarten



Nina wird demnächst für ein Semester nach Kristiansand gehen, und dafür bereitet sie sich in diesen Wochen vor: zum einen lernt sie Norwegisch, und zum anderen jobbt sie auf dem Weihnachstmarkt, denn ein biss­chen Geld kann sie noch gut brauchen.
Nina studiert Sport in Köln, und auf meine Frage, ob die Aufnahmeprüfung dort so hart ist wie ich zu wissen meine, antwortet sie: „Jaaa, ach ... man muss vieles können, aber nichts richtig gut.“ Ich frage, welchen Sport sie selbst ausübt, was sie besonders gut kann: „Och, ich kann vieles, aber nichts richtig gut,“ antwortet sie und hält sich dann ihr Knoblauchbrot vors lach­ende Gesicht. 







Nina geht es beim Sport nicht um Leistung, sondern um Bewegung und den Spaß daran: „Psychomotorik, das ist zum Beispiel et­was, was mich interessiert; mit Kindern arbeiten.“
In der Psychomotorik wird dem Zusammen­hang von Denken, Erleben und Bewegung im Hinblick auf die persönliche Entwick­lung besondere Beachtung geschenkt, er­klärt mir Nina. „Ich war als Kind in einem Waldkindergarten, wir waren immer drau­ßen, sind rumgerannt, egal wie das Wetter war.“ Später ist Nina dann in eine Zirkus­schule gegangen, wo sie Akrobatik gelernt hat.
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Sonntag, 8. Dezember 2013

Lernrakete im Zettelmeer


Die Trainer in der Hundeschule haben Eddie den Beinamen Lernrakete gegeben. Denn er begreift viel, und das vor allem bemerkenswert schnell. Rennen kann er auch schnell, aber das ist wohl normal. (Ich weiß es nicht, ich verstehe nichts von Hunden.)  Ulrike, bei der Eddie seit 2 Jahren lebt, versteht dagegen immer mehr von Hunden, vor allem natürlich von Eddie.
Ulrike hatte sich schon sehr lange einen Hund gewünscht, aber es hat nie wirklich in ihr Leben gepasst, sich einen anzu­schaffen. Dann hat sie immer mehr Menschen mit Hund kennengelernt und hin und wieder war für ein Wochenende ein Hund bei ihr zu Gast: „Im Sommer 2011 hatte ich für ungefähr zwei Wochen Mütze zu Besuch. Eine lebensfrohe, lustige, total unkomplizierte und liebenswerte Hunde­dame, die ich nach den zwei Wochen zu ihren Frauchens zurückgebracht habe – und danach hat mir einfach ein Hund gefehlt. Ganz extrem.“
The trainers at the dog school nickname eddie as 'pretty smart cookie'. Eddie comprehends a lot, but first and foremost he does it remarkably fast. He's also able to run fastly, but I guess, that's quite normal. (I don't know it, I have no under­standing of dogs.) Ulrikes understanding of dogs and especially of Eddie, who lives with her since two years, is growing more and more, however.
Ulrike wished to have a dog since quite a long while, but somehow it never seemed to match with her life-circumstances. A few years ago she became acquainted with more and more dog owners, and from time to time she hosted one of those dogs for the weekend. „In summer 2011 Mütze stayed with me for two weeks; a fun-loving, jolly, fuss-free and loveable lady dog. When I brought her back to her owners after the two weeks I felt a great loss, I simply was missing a dog.“


Also hat sich Ulrike auf die Suche nach ei­nem Patterdale-Terrier  mit Stehohren ge­macht, denn so einen hatte sie in Schott­land getroffen. Es sollte eine Hündin sein, und am liebsten auch nicht ab sofort: „Aber dieser Eddie hat es mir dann einfach angetan.“
Am Anfang hat Eddie alles und jeden an­gebellt und so kam Ulrike auf die Idee eine Hundeschule zu besuchen.
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So Ulrike started to find herself a Patterdale Terrier with upright ears, like she once had met one in Scottland. She wanted a lady dog, and she didn't want it immediately: „But then there was Eddie, and I was lost.“
In the beginning Eddie was barking at anyone at anytime, and so Ulrike came up with the idea of a dog school,
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Freitag, 6. Dezember 2013

... durch Nacht und Wind


In Köln war gestern Wind. Das zu erwähnen mag im Vergleich zur stürmischen Lage in anderen Teilen des Landes übertrieben er­scheinen. Aber ich mag ihn nun mal, den Wind, und so hat er mich auf die Straße und in die Nacht hinausgezogen. Gut, es war eher abends, genauer gesagt war es kurz nach acht, als ich das Haus verlassen habe, aber Nacht klingt einfach besser.
Dafür dass es doch in Wahrheit recht wenig Wind war, der in Köln zu wehen sich die Mühe gemacht hat, war es erstaunlich leer auf den Straßen. Selten habe ich an einem ganz normalen Wochentag derart wenig fahrende Autos gesehen um diese Zeit. Zum Beweis habe ich auch ein paar Fotos von leeren Fahrbahnschluchten gemacht, aber die gefallen mir nicht, deswegen muss mein Wort an dieser Stelle reichen. 
There was some wind yesterday in Cologne. It may seem to be exaggerated to mention this, in comparism with the rough weather in other parts of the country. But the fact is, that I like the wind, and for this reason it was tempted to enter the night. Ok, it was in the evening, more precisely at 8 p.m when I left home, but night sounds so much better.
Considering that it hasn't been too windy, the streets were amazingly empty. Only on rare occasions there are so few cars on the streets, namely on a weekday evening. I even took some pictures of abandoned street canyons as proof, but I think they're boring, and so my words will have to do.



Vielleicht habe ich ihn aber auch nur knapp verpasst, den Wind, denn seine Spuren konnte ich hie und da noch entdecken, oder vielmehr das, was ich bereit war als solche anzusehen.
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Well, maybe I just missed the wind, because I found some of his traces, or rather what I was willing to interpret as those.

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