Dienstag, 29. Mai 2012

Liebe Leser

Ich habe nun nach ebenso reiflicher Überlegung wie auch aus einem impulsivem Handlungsaffekt heraus den letzen Blogbeitrag "Offener Brief" vom Status "Veröffentlichen" in "Entwurf" zurückverwandelt.

Der Versuch einer Erklärung folgt. Demnächst.
Zuerst jedoch muss ich viel hin- und her- und auf- und abwägen und zwar auf den unterschiedlichsten Ebenen.
Mein Kopf ist voll mit Sichtweisen, Argumenten, Perspektiven und Blickwinkeln und mein Hirn schwankt verwirrt zwischen  Inhalts- Beziehungs- und Meta-Ebenen umher, auf der Suche nach Klar- Weit- Um- und Einsicht.

Wem dieser Beitrag kryptisch erscheint: einfach nicht beachten.
Wer nach der Fortsetzung im Fall "Offener Brief" sucht: hier ist sie.






Montag, 21. Mai 2012

Vintage passion


Eigentlich müsste ja Sharon (unten) diese Fotoserie eröffnen, die ich bei der Vintage Fair an meinem letzten vorletzten Tag in Brighton gemacht habe. Denn sie hat, gemeinsam mit ihrer Mutter Gloria, hier so mancher Vintage-Sachensucherin die pas­sende Frisur kunstvoll auf den Kopf geföhnt und auch noch gleich ein zeitgemäßes Make-up aufgelegt.
Die Dame oben, deren Name mir bedauer­licherweise entfallen ist, hat mit Vintage eigentlich nicht viel am Hut. Sie ist aber trotzdem mal vorbeigekommen und hat sich spontan aus lauter Spaß an der Freud' frisieren lassen. Ich treffe sie, als sie sich  anschließend in allerbester Stimmung von ihrem Mann fotografieren lässt, der zwar überhaupt kein bisschen mehr zur Frisur seiner Frau passt, sich aber ausgelassen freut und freut.
Actually Sharon (below) should be the leader of this photo-series which I shot at the Vintage Fair the day before I left Brighton. Togehther with her mother Gloria she was responsible for quite some proper hair-do's at the fair, which they offered in combination with a suitable make-up.
The lady above, whose name I unfortunately forgot,  isn't too keen about vintage clothes in her all-day-life, but she anyway popped in and spontaneously she decided to try Sharons Beauty Parlour, just for the fun of it. I meet her outside in a cheerful mood when her husband is shooting some photos of her. He doesn't fit anymore to his wifes hair-do at all, but nevertheless he has lots and lots of fun.



Sharon ist Vintage Hair & Makeup Specialist und hat für den Tag der Vintage Fair einen Beauty Parlour eingerichtet, in dem unent­wegt Hochbetrieb herrscht.
Weiter gehts, bitte hier entlang...
Sharon is Vintage Hair & Makeup Specialist and at the Fair she opened up her Beauty parlour for one day, which was absolutely busy all day long.
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Samstag, 19. Mai 2012

Rob the dog





"Man könnte mir alle meine Sachen steh­len, den Laden niederbrennen, das wäre mir egal. Aber wer meinen Kindern etwas antäte, den würde ich jagen. Von dieser Welt in die nächste und immer weiter. Meine Kinder sind der Grund warum ich morgens gerne aufwache, sie sind das Wichtige in meinem Leben."
Das sagt Anton, und natürlich sagt er es  nicht gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Er sagt es aber auf so eindrückliche und entschiedene Weise, während seine Arme in die Richtung der imaginären Welten zei­gen, in die ihn die Verfolgung womöglich führen würde, dass mich seine Worte unmittelbar und nachhaltig berühren.
"Im Leben geht es nicht um Geld, du kannst reich werden und ein riesiges Haus haben. Aber am Ende des Tages atmen wir doch alle dieselbe Luft."
Anton lebt mit seinen beiden Kindern, die er allein erzieht, seit gut 10 Jahren in Brighton. Er ist mit ihnen aus London hergezogen, als sein Sohn langsam ins schul­fähige Alter kam. "Ich habe selbst als Lehrer gearbeitet und ich kannte keine Schule dort, auf die ich meine Kinder hätte schicken wollen. " Seinen Beruf als Lehrer hatte Anton schon vorher aufgegeben. Jahrelang hatte er bereits auf dem Porto­bello Market mit Vintage-Kleidung gehan­delt: "Und beides gleichzeitig ging irgend­wann nicht mehr." Auf dem Portobello Market verkauft er auch heute noch, aber mit 54 fühlt er sich zu alt um immer nur  draußen zu stehen. Deswegen hat er nun seinen eigenen Laden eröffnet: "Rob the dog"
"You could steal all my clothes, burn the place, I wouldn't mind. But if you'd harm my children I would chase you from this world to the next and to the next. My children are the reason why I like to wake up in the morning, yeah, that's what's important to me."
Anton says this and of course he doesn't say it at the very beginning of our talk. But he says it with such a strong determination and in such an impressive way, while his arms are pointing towards the imaginary worlds, where his pursuit probably would take him, that I was deeply impressed, and I still am.
"Life is not about money. You can get rich and own a huge house. But at the end of the day we all are breathing the same air."
Anton is a single father and together with his two kids he lives in Brighton since about 10 years now. They've moved from London when his son was about ready to go to school. "I've been working as a teacher myself and I couldn't think of any school in London, where I wanted to send my children." He quit being a teacher a while before, yet. For years he had been selling vintage-clothes at Portobello Market at the same time: "And I couldn't do both anymore." He still is going to Portobello Market but being 54 he suddenly thought he's too old to stand outside his whole life. So he opened up his own store in North Laine: "Rob the dog"

Donnerstag, 17. Mai 2012

Time Machine






CoCo and the Butterfields sind Musiker aus Canterbury und der Zufall stellt seinen Sinn für stimmige Fotohintergründe unter Be­weis, indem er mich ausgerechnet an der Volks Electric Railway auf James treffen lässt. Seit 1883 pendelt die Bahn gemäch­lich zwischen dem Brighton Pier und dem Segelhafen hin und her und James hätte in seiner Kleidung damals vermutlich weniger Aufmerksamkeit erweckt als heute.
James spielt Banjo und während er ver­sucht mir zu erklären, dass Folk-Musik durch­aus auch einem Beat-Boxer eine musi­kalische Heimat sein kann gilt sein eigentliches Augenmerk der Bimmelbahn, die zu verpassen er ganz offensichtlich befürchtet. Meine Versuche ihn diesbe­züglich zu beruhigen - noch gemächlicher kann Personenbeförderung unmöglich von­statten gehen - scheinen ihn keineswegs zu bruhigen und so ist die Begegnung mit James zwar wirklich witzig, das Gespräch jedoch etwas, sagen wir mal unkonzen­triert.
CoCo and the Butterfields sind eine acoustic Fip Fok Band, erfahre ich später in der Welt von 2012 und was auch immer diese eigene Wortschöpfung genau bedeu­ten mag: nachdem ich die Musik gehört habe erscheint mir die Beschreibung äußerst passend.
Wie James gezeichnet aussieht? Einfach das wunderbare Video angucken:
Coco and the the Butterfields are a band from Canterbury and chance brought it about that I've met James at the Volks Electric Railway of all places. Since 1883 the railway is running between Brighton Pier and the Marina and probably James wouldn't have caught much attention in his clothes back then.
James plays banjo and while he's trying to explain how folk-music can be a home to a human beat-box his main attention is obviously focused on the narrow-gauge railway; he's afraid to miss it. Although I keep telling him, that this won't happen for sure - passenger transport can hardly be more slow-paced - I'm not able to calm him concerning this matter. So my little encounter with James is quite funny but our talk is, lets put it this way: lacking in concentration, a bit.
CoCo and the Butterfields are an acoustic Fip Fok band, as I find out later, using the tools of 2012. And whatever this means: after listening to their music this dis­cription seems to fit perfectly, to my mind.
In the wonderful video below you can vave a look, how James looks like when he's drawn.


Freitag, 11. Mai 2012

Dungarees





Andy ist 68 Jahre alt und seit 1968 lebt er in Brighton. Er ist der Vorsitzende und gleichzeitig der Projektmanager des Fishing Museum, und in seinen Worten klingt das so: "I'm a Volunteer." Andy engagiert sich für die Gemeinde in der er lebt; das hat er schon immer getan, einfach weil er es wichtig findet. Er hat einen Lebenslauf, von dem er selbst sagt, dass der heute so nicht mehr möglich wäre: "Ich gehöre zu einer gesegneten Generation."
Angefangen hat er als Werkzeugmacher in London: "Ich habe ein Handwerk gelernt, weil ich nicht gut lesen und schreiben konnte." Seinem augeprägten Interesse für Geschichte und Architektur hat er sich dennoch immer gewidmet und schließlich hat er die Chance bekommen diese Fächer an der Uni zu unterrichten: "Es fehlten damals einfach Leute, so kam das. Ich konnte immer noch nicht gut lesen und schreiben, aber an die Uni habe ich es trotzdem geschafft."
Andy is 68 and since 1968 he lives in Brighton. He's the Chair and Project Manager of the Fishing Museum. Andy himself says: "I'm a volunteer." He commits himself to his commune, and he always did, because he simply thinks this is an important thing to do. His life carreer is an interesting story and Andy says it wouldn't be possible to happen like this in these days: "I belong to a blessed generation."
First he became a toolmaker in London: "I wasn't too good in reading and writing, so I decided to learn a handcraft." Nevertheless he applied himself to  architecture and history, as well, which fascinated him a lot. Finally he even got the chance to teach these disciplines at the University: "There weren't enough teachers, so they asked me. I still couldn't read and write well, but anyway I made it to the University."




Neben seiner Arbeit hat er sich auch politisch engagiert: als Kommunalpolitiker: "Wir haben einiges bewegt hier in Brigh­ton." Die Torys hätten sich immer nur um ihre eigenen Belange gekümmert, erzählt Andy: "Ich bin Sozialist, ein old-school-Sozialist. Ich fand es immer wichtig, das kulturelle Leben zu fördern, eine Biblio­thek zu bauen, Theater unterstützen, sol­che Sachen." Auch beim jährlichen Brigh­ton-Festival hat er sich engagiert, nicht zuletzt in seiner Zeit als Bürgermeister, die er in einem Nebensatz erwähnt.
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Besides his work he was involved in politics, as well: as a community politician: "We actually achieved quite a lot here in Brighton." The Torys always have been busy in their self interests, Andy says: "I'm a socialist. An old-school-socialist. To me it seemed to be important to support cultural things, like building a library, supporting theatres, things like this." During his time as a mayor, which he only mentions casually, he was also commited to the annual Brighton Festival.
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Montag, 7. Mai 2012

Neulich in Istanbul...


...bin ich reichlich durch die Stadt gebum­melt und hab dabei so einiges gesehen. Viele Bilder und Portraits von Atatürk zum Beispiel, meistens gerahmte Werke, die augenscheinlich schon lange die Wände zieren, an denen sie hängen. Im Basar­viertel besteht die Möglichkeit durch den Erwerb und das anschließende Tragen einer Bildnis-Krawatte Mustafa Kemal Atatürk, der als "Vater der Türken" gilt, wieder ein wenig herum kommen zu lassen, ihn quasi auf einen Stadtspaziergang durchs das heu­tige Istanbul mitzunehmen.
Zu einem solchen Stadtspaziergang lade ich euch nun auch ein.  In wortloser Stille; bitte hier entlang...
Recently in Istanbul I took my chance to stroll around the city. Many intersting little things and moments on my way have caught my attention; quite a lot of Pictures of SAtatürk for examole. Mostly portays on some walls in rooms where they obvoiously had been hanging since a long time, yet. In the Basar-district I found a place where they sell ties with his photo on, so that those who buy one would enable Mustafa Kemal Atatürk to join a city-stroll through the modern Istanbul of these days.
I invite you to such a stroll, as well; a wordlessly and silent one. This way, please...

Sonntag, 6. Mai 2012

Zu Besuch bei Ramazan






Während meiner Woche in Istanbul habe ich einen der wenigen Sonnentage genutzt und bin mit der Fähre nach Büyukada zu Ramazan gefahren, den ich bei meinem letzten Aufenthalt dort getroffen hatte. Verabredet waren wir natürlich nicht, aber es war leicht ihn zu finden und auch das Glück war mir hold: nachdem seine Pferdekutschkollegen mehrmals seinen Na­men über den Platz gebrüllt haben kam er schließlich aus der unübersichtlichen Men­ge der Faytons, wie die Kutschen hier heißen, hervor.
Wir haben uns beide gefreut und gemein­sam an einem Tischchen am Rande des Platzes Tee getrunken. Freundlich lächelnd und nickend, aber stumm wie verliebte Teenager saßen wir nun also da; jeder mit seinem eigenen Wortschatz, den der jeweils andere zu verstehen nicht in der Lage war.
Diesmal hatte ich auch kein türkisches Handy dabei, dass die Kommunikation er­möglicht hätte. Dank neuer Bestimmungen gleichen die Formalitäten beim Erwerb ei­ner türkischen Sim-Karte inzwischen einem Einreise-Antrag.
While I stayed in in Istanbul I took the chance to go to Büyukada on one of the rare sunny days during this week. There I wanted to visit Ramazan, who I've met last time I've been there. Of course we didn't have an appointement, but it was easy to find him and I was lucky that he actually was around at the moment I arrived. His coachdriver-friends were shouting his name loudly and suddenly Ramazan stood right in front of me.
Both of us were happy to meet again and so he invited me to sit down and have a glass of tea with him. So we sat togeher, smiling friendly but not able to speak to each other for the reason that we unfortunately don't share the same langauage. Like some teenagers in love we were just sitting silently, nodding to each other from time to time.
This time I actually didn't have a local mobilephone; due to some new terms trying to buy a turkish SIM-card by now is almost as difficult as trying to immigrate into Turkey.



Um also Verbindung zu schaffen zwischen uns schien es mir am einfachsten eine Kutschfahrt mit Ramazan zu unternehmen. Auf Büyukada fahren keine Autos; Kutschen und Fahrräder sind die hiesigen Fortbe­wegungsmittel. Und längst nicht nur Tou­risten nehmen die Kutschen in Anspruch, wenngleich die berechneten Tarife recht unterschiedlich sein dürften.
In naher Zukunft sollen die Pferdekutschen nach und nach durch Elektro-Faytons aus­getauscht werden. Wie Ramazan darüber denkt, ob er die Umstellung mitmachen wird, all das kann ich zu meinem größten Bedauern nicht sagen. Überhaupt hätte ich ihn sehr gerne sehr viel gefragt.
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To create a connection between us I decided to ask Ramazan for a coach-ride with his Fayton, as they are called. At Büyukada there are no cars allowed, the only means of transportation are Faytons and bikes. And the Faytons aren't a tourist-thing only, eventhough tourists probably are charged a different price than the locals.
In the near future the horse-faytons will get replaced by electric faytons, step-by-step. Unfortunately I can't tell you how Ramazan thinks about this, if he will join the change-over and whatever I'd loved to ask him about this. And believe me, I've had quite some questions.
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Samstag, 5. Mai 2012

Istanbul Vintage


Es ist soweit: die zweite Ausgabe des noch jungen sisterMag ist online. Thea und Toni, die beiden Herausgeberinnen, präsentieren nach ziemlich genau 10 Wochen erneut ein umfangreiches Heft, das man nun in aller Ruhe durchblättern kann. Und ich freue mich, dass ich an dieser Ausgabe mitwirken durfte. 
The time has come; the second issue of sisterMag is online. Thea and Toni, the editors, are again presenting - after quite accurately 10 weeks -  a considerable ma­gazine, and you know may take your time to flip through it. I'm happy to anounce that I had the chance to contribute the first time.



Der inhaltliche Aufbau des sisterMag ist angelehnt an den Grundriss einer Woh­nung: im Kleiderschrank findet ihr nun also mein Feature über Istanbul. Dort habe ich mich, unter anderem,  den sehr inter­essanten und äußerst vielfältigen Vintage­Shops gewidmet, die mit viel Liebe und Leidenschaft von ihren jeweiligen Besitz­ern ganz höchstpersönlich geführt werden. Diese junge Frau, deren Namen mir ent­fallen war, habe ich übrigens auch wieder aufgesucht: sie heißt Türkan und ihr klei­ner, feiner Laden heißt "My Pera". Und weil ich nun schon mal unterwegs war habe ich gleich noch ein paar andere Geschäfte angesehen. Das alles , und noch viel mehr, könnt ihr nun lesen und sehen.
Im sisterMag
The layout of sisterMag is based on the idea of an appartements floorplan: so in the wardrobe you may find my feature about Istanbul. There I applied myself to the quite interesting and multifaceted vintage-shop scene. All the shops and stores are run by very ambituous owners who dedicate themeselves to their very personal idea of vintage. And again I visited this young woman, who I lately inroduced without remembering her name: Türkan runs a very small but lovely shop called "My Pera" which is mentioned at sisterMag, as well. I also spotted some other shops and cafes; have a look at sisterMag; there's an english version also.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Teddy Boy





Im Hintergrund der 2003 abgebrannte West Pier
Peter ist 77 Jahre alt und genau wie Runa ein echter Brightonian. Über 30 Jahre lang hat er in den Bögen der Strandpromenade verschiedene Fish and Chips Buden und Cafes betrieben. Heute ist er nur noch Teil­haber aber trotzdem fast täglich vor Ort. Er ist hier zuhause: "Und mein Sohn hat hier sein Cafe." sagt Peter und zeigt gleich neben seine Fish und Chips Bude.
Als Peter 10 Jahre alt war, war gerade der Krieg vorbei. Sein Vater war Erfinder, oder auch Erneuerer - jedenfalls ein äußerst um­triebiger Mensch, der Neuem gegenüber aufgeschlossen war. "Er hat Juke Boxen, ein­armige Banditen und Flipper ent­wickelt." Mit 13 hat Peter angefangen für ihn zu arbeiten: "Mein Vater hat die erste Juke Box nach Brighton gebracht; aus Amerika. Die wollte aber niemand haben hier. Deswegen ist er damit im Zug bis Blackpool gefahren. Da wollte sie aber auch keiner haben. Also ist er wieder damit zurück nach Hause und schließlich hat jemand sie auf dem Pier aufgestellt."
Peter is 77 and like Runa he's a real Brightonian. For more then 30 years he has been running fish and chip stalls and cafes in the arches at the seafront. Today he's just an inactive partner, but he's still around almost every day. He's at home at the seafront: "My son runs his cafe overthere." Peter says and points at the cafe right next to his fish and chip stall.
When Peter was 10 the second world war was just over. His father was an inventor, or maybe  a developer, but definitely someone who has been bustling around and who was very openminded to new things. "He developed juke boxes, one armed bandits and pin ball machines." When Peter was 13 he started to work for his father: "My father has brought the first juke box to Brighton; from America. But nobody wanted it. So he went to Blackpool to sell it there; he went by train. But nobody wanted it there, neither. So he came back with it and finally someone took it and put it at the pier."


In den frühen fünfziger Jahren, als England sich langsam vom Krieg zu erholen begann stand Peter in der Blüte seiner Jugend. Es war die beginnende Ära der Teddy Boys, und Peter war fasziniert: "Es war die Musik, die Kleidung, die Haltung. Wir haben Jazz Musik gehört; Louis Armstrong und Dizzy Gillespie. Später kam dann Elvis auf, aber ehrlich gesagt habe ich mir um den wenig Gedanken gemacht." Peters Kleidung war wohlgewählt: lange Jacketts mit schmaler Krawatte oder Bo-Tie, zigaretten-eng geschnittene Hosen, Schuhe mit Krepp-sohlen und ganz wichtig; die Frisur: "D.A. hieß die: Duck-Ass." sagt Peter und deutet an, wie man die Haar dafür zu kämmen hat.
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In the early fifties, when Britain was getting over the austority of war, Peter has been in full bloom of youth. This was when the Teddy Boy era came up and Peter was fascinated: "The music, the clothes, the attitude. We listened to jazz music; Louis Armstrong and Dizzy Gillespie. Finally Elvis, but to tell the truth; I didn't think too much of him." Peter has well and carefully chosen his clothes: long jacketts with small ties, or bo-ties, drainpipe pants and creepers. And finally very important: the hair-cut: "D.A it was called, for duck ass." Peter explains with a laugh, imitating how the hair needed to be combed.
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Dienstag, 1. Mai 2012

The pirate in me






North Laine ist ein buntes und sehr leben­diges Viertel von Brighton, das nicht unwe­sentlich zum Zweitnamen London-by-the­sea beitragen dürfte. Hier treffe ich Runa, der es gelingt inmitten all derer, die sich von phantasievoll über eigenwillig bis re­tro-klassisch, und auf jeden Fall immer se­henswert, auszustaffieren verstehen, noch deutlich aufzufallen. Darum geht es ihr aller­dings gar nicht, wie sie mir erklärt: "Ich überlege morgens einfach, wie mir so zumute ist, und dann ziehe ich mich an, wie es mir gefällt."
Runa arbeitet seit 9 Jahren bei der Müll­abfuhr, und zwar als einzige Frau in Brigh­ton: "So richtig, wie die Kinder es immer toll finden, mit hinten auf dem Wagen stehen und so." Als Runa ihr Studium abgebrochen hat brauchte sie Geld und so kam es dass sie diesen Job angenommen hat: "Ich mache das sehr gerne." sagt sie, "Ich mache schon lange die selbe Tour, ich kenne die Menschen in meinem Viertel und bekomme mit was passiert. Ich bin viel draußen und erlebe den Wechsel der Jahreszeiten. Das ist einfach schön alles." Morgens um fünf steht Runa auf, gegen zwei Uhr ist ihr Arbeitstag zu Ende und auch das gefällt ihr an ihrer Arbeit.
North Laine is a vibrant and most ragtag district of Brighton which possibly explains best, why Brighton is also called London-by-the-sea. Here I've met Runa, who caught my attention although I spotted her in an area where most people are dressed exceptional, fanciful or in a classic-retro-style. But dressing up to her is not about catching attention: "In the morning, when I get up, I simply wonder how I feel, and then I put on, what I like."
Runa works as a dust woman since 9 years; and she's the only dust woman in Brighton. "Just like the kids like it; standing at the back of the bin lorry." When Runa left the university she needed to earn some money, and so she found this job: "And I really like to do it." she says, "I'm doing the same tour since a long while, and so I get to know the people in my district, I know what's going on there. I can see the seasons changing, I'm outside a lot. I really enjoy that." Runa get's up at five in the morning and her work is done by around two o'clock. That's another thing she likes about her work.


Runa ist in Brighton geboren: "I'm a  real Brightonian!" sagt sie und ich frage ob sie darauf stolz ist. "Ja, denn es gibt gar nicht mehr so viele hier. Die meisten ziehen weg, dafür kommen andere her."
Die Tattoos, die ihren Körper zieren, sind für Runa eine Art Schatz, den sie liebt und hegt: "It's the pirate in me." sagt sie und lacht. Sie lacht ohnehin viel und auf meine Frage, was ihr im Leben wichtig ist antwortet sie: "Glücklich zu sein. Alles mögliche kann einen glücklich machen, es sind  die vielen kleinen Dinge jeden Tag."
Runa was born in Brighton: "I'm a real Brightonian!" she says and I ask if she's proud of it: "Yes. Because there aren't many of us left. Many young people are leaving for University, and a lot of others come."
Her tattoos are like a treasure to Runa: "It's the pirate in me." she says and laughs. She's laughing quite a lot anyway, and on my question what she considers important in life she replies: "Happyness. There are so many things which can make you happy. All the little things that happen every day."