Montag, 30. Januar 2012

Verlässlichkeit





Frau Samsen Huch ist eine Frau mit vielen Talenten; sie ist Produktdesignerin, Metall­gestalterin, Gold- und Silberschmiedin, sie ist Künstlerin, betreibt laut eigener Aus­sage "nebenbei noch eine Kinder-Kunst­schule" und außerdem entwickelt sie ge­meinsam mit ihrem Mann Farb- und Ge­staltungskonzepte für Wohn- und Wirkungs­räume.
An ihrem bevorzugten Werkmaterial Me­tall, aus dem sie abstrakte Innen- und Außen-Skulpturen
fertigt, interessiert sie unter anderem die Korrosion: "Der Rost, wenn das anorganische Metall in einen or­ganischen Zustand wechselt, dieser Mo­ment fasziniert mich. Und der Geruch... der Geruch von Metall."
Auch in ihren Bildern ist das Element Rost zu finden; auf Ingrespapier verbindet sie Wachs und Kreide mit Rostapplikationen, wie beispielsweise in dieser Arbeit.
Mrs. Samsen-Huch has a gift for quite a bunch of things; she's a product-designer, she works with metal, she's gold- and silversmith, she's an artist and she runs, by her own admission as a sideline, an art-school for kids. Furthermore she develops, together with her husband, color- and designconcepts for living- and working spaces.
About her preferred work material metal she appreciates most the corrosion. She sculpures abstract objects for interieur and exterieur spaces. "Rust, when the inorganic material changes into organic material, this moment is fascinating me. And the smell...the smell of Metall."
Also in her paintings she uses rust; rust applications combined with wax and chalk, like in this picture.



Auf meine Frage was im Leben wichtig ist antwortet sie: "Ehrlichkeit. Authentizität. Und, das sage ich jetzt als Mutter, Verlässlichkeit." Nach unserer Begegnung beschäftigt mich zum einen die Aussage selbst, zum anderen aber auch die Klarheit und Intensität, mit der Frau Samsen-Huch ihre Antwort ausgedrückt hat. Ich rufe sie ein paar Tage später an, und bitte sie, mir zu erklären, worum es ihr dabei genau geht: "Also, ich denke mal, jede Mutter liebt ihr Kind. Liebe ist das eine, aber es ist genauso wichtig, verlässlich zu sein. Also wenn man sagt, man holt das Kind ab, dann muss man es auch tun, wenn man sagt, ich bin da, dann muss man auch da sein; Rituale sind wichtig. Das Gegenteil von Verlässlichkeit wäre verlassen wer­den." Frau Samsen-Huch ist davon über­zeugt, dass dies die beste Voraussetzung für ein Kind ist, in sich zu ruhen, den Schwierigkeiten des Lebens angemessen begegnen zu können, ohne dabei sofort an sich selbst oder dem großen Ganzen zu zweifeln. "In sich ruhen, stabil sein, das ist so wichtig im Leben."
On my question what she considers important in life, she replies: "Honesty, authenticity, and, I say that as a mother; relieability." This keeps my mind busy for the next days; on hand the statement itself, but on the other hand the intense clarity she conveys by saying this. So after a few days I give her a call, and ask her to explain, what she excactly means: "Well, I guess every mother loves her child. Love is important, but relieability is at least as important as love. So if you tell your child you'll pick it up, you should pick it up, if you say you're available you should be available. Rituals are of importance. The opposite of relieability would be to get deserted." Mrs. Samsen-Huch is absolutely convinced that this is an essential condition to enable a child to become self-confident, being able to rise to the challenges of life, without being assailed by doubts about oneself or even the big picture. "It's so important in life to be in balance, to be stable."

Donnerstag, 26. Januar 2012

Über Pax, über mich, über Mode...





Die Begegnung mit Pax liegt bereits fast 2 Wochen zurück und hat in mir ein Thema an­gerührt, dass mich schon länger beschäf­tigt; was eigentlich macht anders-anziehen zum Mode-blog?
Pax kreuzt meinen Weg in Neu-Kölln; sie lebt seit 2 Jahren in Berlin. Wie lange sie noch bleiben wird weiß sie momentan nicht: "Vielleicht ein halbes Jahr, oder ein ganzes?" Meine Frage woher sie kommt beantwortet sie mit: "New York, Austra­lien, je nach dem..." Das verstehe ich nicht, also frage ich nochmal nach, aber irgendwie fallen die Antworten von Pax insgesamt eher spröde aus. Schließlich bin ich etwas ratlos und fühle mich auch nicht mehr wirklich wohl. Ich frage Pax, ob ich ihr auf die Nerven gehe: "Oh, nein, es ist nur, weil Modeblog, das ist so oberflächlich irgendwie..."

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I met Pax two weeks ago and meeting her broached a topic which anyway keeps me busy since a while: what makes anders-anziehen a fashion blog?
Pax crosses my way in Neu-Kölln; she lives in Berlin since two years, and she doesn't know yet how much longer she'll be staying: "Maybe six months, up to a year?" She answers my question where she's from: "From New York, from Australia, it depends.." I don't understand this, so I ask, but for some reason all of her replies seem to be aloof, in a way. After a while I feel clueless and kind of uncomfortable and so I ask, if I  bother her: "No, you don't, it's just because... fashion is so superficial..."
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Montag, 23. Januar 2012

Auf der Zielgerade





Als Theresa in der zweiten Klasse war hat sie ihre erste Zeitung herausgebracht: 'Resis neue Nachrichten'. Auf einer alten Schreibmaschine hat sie ihre Texte verfasst und mit einer Auflage von 3 Stück pro Heft begonnen. Natürlich hat Thea sich im Laufe ihrer frühen Jugend neue technische Möglichkeiten zu Nutze gemacht und so hat eine elektrische Schreibmaschine Einzug in ihre kleine Redaktion gehalten, bis diese schließlich einem Computer weichen musste. Nebenbei hat Thea ihre Auflage auf 15  Hefte pro Augabe gesteigert: "Die habe ich dann an alle Familienmitglieder in Deutschland verschickt" sagt Thea und lacht.
Dem Thema Veröffentlichen ist Thea treu geblieben; sie hat Verlagsherstellung stu­diert und schreibt seit  2008 den Blog Neu4bauer. Ihr wahrer Coup steht aller­dings erst kurz bevor: gemeinsam mit ihrer Schwester Toni hatte sie die Idee ein Online-Magazin für Frauen herauszubring­en, in dass die beiden nun seit ein paar Monaten all ihr Wissen und ihre geballte Kreativität stecken. Ende Februar geht es online und trägt den wohlüberlegten Titel sisterMAGAZINE.
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At the age of 7 Theresa has published her first magazine: 'Resis latest news'. Using an old typewriter she wrote her texts and produced 3 copys per edition. Of course Thea was smart enough to develop further and to use technical innovations; so an electric typewriter someday enhanced her desk until finally a computer bacame the gadget of choice. Besides she increased her edition up to 15 pieces: "I've sent those magazines to all of my familiy members all over Germany" Thea says laughingly.
Publishing has always been an important topic for Thea; she has studied publishing and since 2008 she runs her blog Neu4bauer. But her ultimate coup is currently in the pipeline: together with her sister Toni she had the idea to bring out an online magazine for women, on which they are working since a few months, combining all their talents and creativity. The release date is planned for the end of february and it will be called sisterMAGAZINE.
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Freitag, 20. Januar 2012

"Mary, Mary, Mary"





Vier weitere Schwestern haben Mary (links) und Mary-Rose aus Marseille. Sie sind jedoch die einzigen Zwillinge in ihrer Familie, die übrigens eine eigenwillige Namens-Tradition lebt: alle sechs Schwes­tern heißen Mary in Verbindung mit einem wei­teren Namen. Allein Mary heißt wirklich nur Mary. Als ich frage, wie diese Beson­derheit sich wohl erklären mag, antwortet Mary-Rose: "Ja, unsere Familie stammt aus Kamerun, und da ist alles sehr christlich. Mary, Mary, Mary." Dabei rollt sie mit den Augen und zuckt die Schultern. Noch bevor Mary und Mary-Rose ein Jahr alt waren sind sie mit ihren Eltern nach Frankreich ge­zogen. Nach wenigen Jahren sind sie zurück nach Kamerun gegangen, haben dort fast 9 Jahre gelebt und sind schließ­lich wieder nach Marseille zurück­gekehrt. Wo nun eigentlich ihre Heimat ist, kann Mary-Rose nicht so richtig sagen: "In mir drin denke ich eigentlich nicht darüber nach, dass ich Schwarze bin. Aber vor kurzem war ich in Afrika und da waren natürlich alle schwarz. Und das war so seltsam, so viele Schwarze um mich herum, dabei bin ich selber schwarz und spreche doch die Sprache kaum und lebe ein ganz anderes Leben. Es ist verwirrend."
There are six sisters altogether in Mary and Mary-Roses family. Both of them live in Marseille and they are the only twins of the family, which keeps to a special tradition concerning names: all of them are called Mary, combined with another name. Only Mary is just Mary. When I ask by what this peculiarity is explained Mary-Rose replies: "Well, our family is from Cameroon and this is a very christianly country. Mary, Mary, Mary." she says with a shrug, rolling her eyes. Before the age of one Mary and Mary-Rose came from Cameroon to France with their parents. Then, after a few years, they went back and were living in cameroon for about nine years. Then they moved to Marseille again. It's hard to tell for Mary-Rose where her home is: "I usually don't think about being black, but when I lately have been in Africa there were so many black people of course. And it felt strange in a way, so many black people, I mean I'm black, but I don't understand the language and I live such a different live. It's confusing."


Mary-Rose arbeitet als Kunsttherapeutin: "Meine Klienten können malen oder auch schreiben, ganz wie sich gut ausdrücken können." Oft geht es in ihrer Arbeit darum, über die  Beschäftigung mit einem Thema und dem gewählten Medium einen Sinn für das Leben und für sich selbst zurückzu­gewinnen.
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Mary-Rose works as an art-therapist: "My clients have the opportunity to paint or to write, it depends on how they can express best." Her work is often about regaining  a sense for life or for oneself by concentrating on a topic and applying oneself to a medium.
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Donnerstag, 19. Januar 2012

Und atmen....





Mein Blick,  einmal geschärft für die Bot­schaften der allgegenwärtigen Jutebeutel, wendet sich im vorbeilaufen neugierig dieser Tasche zu. Aus ganz eigener und höchstpersönlicher Erfahrung kann ich dem dort geschriebenen nur zustimmen; oft genug stelle ich das Atmen momenteweise kom­plett ein. Häufig ertappe ich mich beim flach atmen; Notstands-Atmen nenne ich das gerne. Gerade soviel atmen wie unbedingt nötig. Aber auch Menschen vor meiner Kamera sind bestrebt möglichst wenig Sauerstoff zu verbrauchen: "Und atmen..." ermuntere ich sie dann.
Ulrike hat ihre Tasche selbst bedruckt; im Siebdruckverfahren hat sie eine Kleinserie von ca 30 Stück angefertigt. "Der Spruch ist in meinem Freundeskreis irgendwann auf­getaucht und geblieben. Ursprünglich ist es wohl der Titel eines Aufklärungsbuchs, und ich glaube, es gibt auch eine Punkband oder so, mit dem Namen." Ulrike arbeitet als freie Taschen-Designerin bei kaviar gauche. Gut drei Jahre lang war sie dort fest angestellt, aber nun will sie mehr Zeit für eigene Ideen haben. Heute morgen war die kaviar gauche Show der Berliner Fashion Week: "Da ist natürlich viel zu tun, und ich bin dann dabei. Wenn man selbst in der Branche arbeitet, dann hat man kaum die Chance viel zu sehen bei der Fashion Week."
Was Ulrike wichtig ist im Leben: "Die Arbeit, die man macht wirklich gerne zu machen. Nicht einfach nur, weil irgend­jemand sie eben erledigen muss." Sie überlegt kurz, und nickt dann nach­denklich: "...ja, ich glaube das gelingt mir auch ganz gut."
Wer an der Atmen-Tasche interessiert ist, darf sich gerne hier melden: Ulrike würde gegebenenfalls eine neue Auflage starten. Ich würd auch eine nehmen...
My attention, once generated for the messages of the omnipresent jute bags, curiously turns to these lines while Ulrike passes my way with her bag. From my very own experience I simply have to agree: every little while I stop breathing for seconds, quite often I breathe warily; I call this emergency-breathing; breathing just as deep as necessary. But also poeple in front of my camera stop breathing quite often: "...and breathe..." I usually try to encourage them.
Ulrike has designed this bag herself by using silk-screen. She produced a little series of 30 pieces: "It's kind of a winged word for me and my friends. Originally it is the title of a sex education book, and I think there is a punk band called "The trick is to breathe".
Ulrike works as a freelance-designer for bags at kaviar gauche. For 3 years she was permanentely employed, but now she feels like applying herself to her own ideas and projects. Today the kaviar gauche show is taking place at Berlin fashion week: "So there's a lot to do in these days and I take part, of course. If you're working in this business you hardly get the chance to view many other shows at the fashion week."
What Ulrike considers important in life: " To really like my work. Not only doing things, because somebody has to." She ponders and nods slowly: "...yes, and I think I'm getting it right.."
If you are interested in a bag like this you can leave a comment. Ulrike probably would be ready to produce a second edition. I'd order one myself...

Mittwoch, 18. Januar 2012

Seltene Erden





Ulrike studiert Mongolistik, und so kommt es, dass sie ein Jahr lang in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei verbracht hat. Nun lebt sie in Berlin; in Kreuzberg um genau zu sein, und nein, dort wird sie nicht oft auf ihren Mantel angesprochen: "Das ist das traditionelle Gewand der Landbevöl­kerung in der Mongolei." Der Deel, so der landesübliche Begriff, wird sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Er wird nur am Hals geknöpft und hat keine Taschen. Meine Karte, die ich Ulrike gebe, steckt sie einfach in die Mantelöffnung an
der Seite: "So macht man das, die Schärpe verhindert, dass etwas runterfällt." Unter dem Mantel wird normale Kleidung getra­gen: "So wie hier, ganz westlich. Das ist eben die Globalisierung."
Ich frage Ulrike wie die Menschen in der Mongolei so sind: "Es ist ein ziemlicher Unterschied ob man in der Stadt oder auf dem Land ist. Auf dem Land sind die Menschen sehr herzlich und gastfreundlich. In der Stadt ist das Leben schon härter. Es herrscht viel Armut und Arbeitslosigkeit."
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Dienstag, 10. Januar 2012

Taschentalk


Man kann vielleicht nicht mit Taschen sprechen, aber über sie. Taschen trans­portieren nicht nur Dinge sondern auch Informationen. Aussagen mit ultimativem Charakter, in Klammern Werbung, reprä­sentieren vermutlich die größte Gruppe unter den allüberall anzutreffenden  Botschaftsbeuteln. Aber auch politische Aussagen finden ein Forum und nicht selten trägt die eigene Sinnspruch-Tasche zur sozial-gesellschaftlichen Verortung bei.
Im Museum Folkwang hat mich die freundliche Dame an der Garderobe hinter den Tresen, also mitten hinein in ihren Arbeitsbereich gelassen, damit ich das Bild einer einsamen Tasche an sommerlich leeren Kleiderstangen festhalten konnte. Meinem, in ihren Augen seltsamen An­liegen, stand sie mit durchaus generösem Langmut gegenüber, nicht ohne anzu­merken, dass in einem Museum oftmals eigenwillige Menschen mit auf den ersten Blick nicht nachvollziehbaren Anliegen versammelt seien. Mehrfach hat sie mich im Gegenzug auf den Licht- und Schattenwurf am Fenster direkt gegenüber aufmerksam gemacht, ihn gepriesen und vom Lauf der Sonne und dessen Effekten berichtet.
Maybe we can't talk to bags, but we can talk about them. Bags are not only carrying things, they also carry informations. The statements with an ultimative character, so called commercials, probably represent the largest group of the all over the place appearing message-bags. But you can find bags with political statements as well, or those who define the social self-positioning of a person.
At the Folkwang museum in Essen the friendly coat-check woman allowed me to walk behind the counter, right inside her personal working space, so that I could capture the picture of this lonely bag at the empty hainging rails on  a warm summer-day. She has had an open mind about my idea, eventhough she was wondering. She told me that she meets quite a lot of people having strange ideas at the museum, and in return she kept emphasizing about the light- and shade-play at the window right in front of the counter.



Die Trägerin dieser Tasche ist zugleich auch ihre Erfinderin. In einem Interview mit Doris Dörrie; "Es war aber nicht wegen Doris Dörrie, das hätte auch jeder andere sagen können." wurde die immerwährende Urlaubssehnsucht vieler, meist westlicher Menschen thematisiert. "Das hat mich beschäftigt." Ihre ganz persönlichen Lebens­erfahrungen hätten sie allerdings etwas anderes gelehrt. "Mein Tag ist doch heute, und er geht bis Mitternacht. Das ist wichtig. Was soll ich da immer von Urlaub träumen. Mein Leben ist jetzt." Deswegen hat sie sich diese Tasche bedrucken lassen. Sie freut sich sehr, dass ich mich dafür interessiere, und sie würde sie mir am liebsten schenken: "Aber das war gar nicht billig, und ich habe nur sehr wenig Geld." erklärt sie mir, und entschuldigt sich sogar.
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The woman who was carrying this bag did create it herself. One day she was listening to an interview with Doris Dörrie; "But it wasn't because of Doris Dörrie, it could have been anybody...". The interview mentioned the desire of -mostly western- people, for holidays. But life has told her something different: "My day is this day, it's from now 'till midnight. That's important. Why should I dream of holidays all the time. Life is now." So she decided to print "I'm a fan of all-day-life" on a bag. She was very pleased that I was interested in the bag and she told me, that she would like to give it to me: "But it was quite expensive to make it, and I don't have much money, she explained, even apologizing.
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Sonntag, 8. Januar 2012

Bäumchen rüttel dich...


...neulich in Berlin
Im November hat der NDR eine Doku­mentation mit dem Titel "Die Alt­kleider-Lüge" gezeigt. Wer in der Annahme Gutes zu tun seine ausrangierte Kleidung in Altkleidercontainer wirft, beispielsweise vom Roten Kreuz, wird in diesem Film eines besseren belehrt. Der kleinste Teil der so gesammelten Kleidung landet tatsächlich als milde Gabe bei denen, die viele Spender vermutlich als Adressaten wähnen; etwa bei Armen oder Erdbeben­opfern.  "Es wird nicht als Spende nach Afrika gehen, auf keinen Fall. Das wäre ja auch unsinnig. Es wäre nachhaltig und ökonomisch nicht logisch. Wir sind ja ein Full-Profit Unternehmen, wir Soex. Wir sind kein NGO.", so Pailak Mzikian von Soex, einer Firma, die weltweit im großen Stil mit Altkleidern handelt, die zu einem großen Teil aus Containern des Roten Kreuzes stammen.
A few months ago I saw a documentary on TV titled "The old clothes lie". Who is of the opinion to do good putting old clothes into charity bins, for example of the Red Cross,  gets disabused. Only a very small proportion of the donated clothes finally benefit those, who probably are meant by the donators; poor people or earth­quake-victims for example. "They will not be shipped to Africa as a donation for sure. That would'nt make sense at all. In a sustained and economical way it would be absurd. We're a full-profit company, not a NGO." says Pailak Mzikian of Soex, a company which is trading in old clothes recycling worldwide. Those clothes in a large part get collected in bins labeld with the Red Cross.


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Donnerstag, 5. Januar 2012

"Der Raum zwischen den Ohren"





...so heißt ein Kunstprojekt das Stephan Brenn 2009 gemeinsam mit zwei weiteren Künstlern realisiert hat. Diesen wunder­baren Titel hat er zwar nicht selbst er­sonnen, er benennt aber den Ort einer Ideenarena, was sag ich, einer sprudelnd reichen Gedankenstätte, der fein- und hintersinnige Virtuositäten scheinbar feder­leicht und definitiv höchst charmant entspringen: der Raum zwischen den Ohren des Stephan Brenn. (Ein Raum der aller­dings in beruhigender Kohärenz mit dem Herzen und auch dem Rest des Körpers verbunden scheint.)
Diese leicht verschraubte Satzkonstruktion, bzw. die Mitteilung des darin enthaltenen ist mir ein unbedingtes Anliegen, und ich will an dieser Stelle verraten: ich habe Sätze schon leichtfertiger in die Tastatur geklöppelt.
"The space between the ears", that's the title of an art-project of Stephan Brenn and two other artists. He didn't invent the title himself, but it anyway mentions a very special space of ideas and creativity, an area of neverending inspirations which seem to occur with grate ease: the space between the ears of Stephan Brenn. ( a space which luckily seems to be connected with his heart and the rest of his body in a coherent way.)
To give this description is of  great importance to me; and I can tell that I've been writing sentences more carelessly than this one yet. 


Es ist nämlich so, dass der Herr Brenn für mich kein Fremder ist. Das inzwischen inflationäre Wort Freund möchte ich, auch aus Gründen der respektvollen Beschei­denheit, hier nun zwar nicht zur Prahlerei verwenden. Und doch verbindet mich mit Stephan eine Art der Freundschaft, die mir von einiger Bedeutung  ist, auch wenn ich mich möglichst selten melde. (eine meiner schlechtesten Angewohnheiten: mich selten nie melden.)
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For the reason that Stephan Brenn isn't a stranger to me it is even harder to write about him. I don't want to use the inflationary used phrase friend to boast of, and for the reason of respectful humble­ness. But in fact it is a way of friendship which is connecting us, eventhough I hardly ever show up. (one of my worst characteristics; to show up rarely never .)
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Mittwoch, 4. Januar 2012

Standhalt


Immer wieder, hie und da, fallen mir Menschen auf, die mit überkreuzten Beinen dastehen. Was, so frage ich mich seit einer Weile, mag wohl der Grund sein, dass es zumeist Mädchen oder junge Frauen sind, selten ältere Frauen und so gut wie nie Jungs oder Männer, die in dieser Haltung auf den Bus, den Glühwein oder den Konzertbeginn warten?
Als unsicher und schüchtern gilt aus Sicht der Körpersprachler wer sich der Umwelt auf diese Weise präsentiert. Wackelig und kippelig sind die beschreibenden Adjek­tive. Männer, so durfte ich erfahren, sehen mitunter ein sexuelles Signal in dieser Körperhaltung und wähnen sie nicht selten als Indiz weiblicher Erregung. Die Antwort einer jungen Frau auf meine Frage warum besonders häufig Mädchen  so dastehen war: "Vermutlich weil es in wirklich jeder Bravo Girl und Mädchen steht, dass man dann schlanker aussieht und es ein schmales Becken macht."
Again and again people catch my attention who are standing there with crossed legs. What; I ask myself, could be the reason that mostly girls or young women, rarely older women and almost never boys or men are choosing this posure while waiting for the bus,  the next drink or the beginning of the concert.
Persons who stand like this are shy and unconfident,  tells the translation of bodylanguage for this pose. Shaky and wobbly are the adjectives which come along.  Men, as I found out, now and then interpret the pose as a sexual signal,  even imaging the evidence of sexual arousal. A young woman I asked for her explanation replied: "Probably because in every girl-magazine it is written that you look thinner by this, and the pelvis appeals thinner as well."




Um zu erfahren wie es sich anfühlt so zu stehen ist das naheliegendste natürlich, sich selbst einmal so hinzustellen. Man achte dabei auf die unterschiedliche Fuß- Fersen- und Kniestellung, die jeweils andere Ge­samtkörperhaltungen nach sich ziehen.
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Attempting to find out how it feels to stand like this it is of course quite useful to simply stand like this. Pay attention to the varying poses of feet, knees and heels, which create different postural changes.
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