Freitag, 27. Mai 2011

Fontäne


Vom Künstler Wolfgang Paalen, den ich, wie ich vorweg anmerken möchte, bis quasi eben gar nicht kannte, ist folgendes Zitat überliefert: "Die Wahrheit, die geistige Spiegelung der Welt kann nie­mandem ganz und ausschließlich gehören, aber jeder, der fähig ist einen Teil zu sehen, sollte ehrlich bezeugen, was er sieht."
Paalen ist dem Surrealismus zuzuordnen, und auf ihn gestoßen bin ich in der Kunsthalle Schirn  in Frankfurt bei einem meiner derzeit täglichen Museumsbesuche. Dort sind noch bis Sonntag "Surreale Dinge" zu sehen. Es sind weniger die Werke selbst, als die Geisteshaltung, die mir an den Surrealisten so zusagt; die bewußte Abkehr von akademischer Kunsterziehungs­tradition.
Wer nun gerne miterleben möchte, wie ich bezeuge was ich sehe, denke und  empfinde bezüglich der Kunst, dem Museum, der Idee und der Inspiration kann dies am Samstag tun. Im Rahmen der langen Kunstnacht, die, von den jungen Kunstfreunden organisiert, im Museum Ludwig ihre Heimat  findet, werde ich nämlich dort, unter anderen,  einen kleinen Vortrag zu Gehör bringen. Und um die Wahrheit zu sagen: mit obigem Zitat versuche ich durchaus mir selber Mut zu machen. Das Museum als Ort der eigenen Äußerung, das ist eine Vorstellung die einen innerlich schon das eine oder andere mal in die Knie zwingen kann.
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The artist Wolfgang Paalen was, and I don't want to conceal that, was unfamiliar to me until a couple of hours ago. These words of him I heard as a quote today: "Truth, the mental reflection of the world can't belong to anyone completely and utterly, but anybody who is able to see parts of it, should honestly witness what he sees."
Paalen is an artist of surrealism, and I discovered him at the Kunsthalle Schirn today,  on one of my daily museum visits.  At Kunsthalle Schirn currently an exhibition of "surreal objects" is taking place. It's more the attitude which is fascinating me about the surrealists than the art-pieces itself: the conscious turning away from traditional, academical art-education.
Who is interested in listening to my witnessing report concerning art, museum, ideas and inspiration is invited to come to Museum Ludwig on saturday. There the "long night of art" is taking place, organized by "the young friends of art." and I will speak there, among others, of course. And to tell the truth; with this quote above I try to encourage myself a bit. The museum as a place for public self-expression is quite a thing, which is able to bring you to your knees, inwardly, from time to time...
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Donnerstag, 26. Mai 2011

Evolution





Mein täglicher Museumsbesuch hat mich vorgestern nach Bonn in die Kunst- und Ausstellungshalle geführt. Dort zu sehen ist momentan eine große Max Liebermann Schau. Einen Künstler in nur einem Satz beschreiben ist schlicht nicht möglich. Ich machs trotzdem kurz:  Wegbereiter in die Moderne lautet der Untertitel der Aus­stellung, und was mich persönlich beschäf­tigt sind seine Portraits von Menschen - auch die der eigenen Person. Er hat nicht beschönigend gemalt, zB. die Spuren des Alters gezeigt, und ist damit in einer Zeit der idealisierenden Portraitmalerei zu­nächst ordentlich angeeckt.
Auf dem Dach der Kunsthalle wurden Ele­mente des Gartens seines Hauses am Wann­see nachgebaut. Dort treffe ich Nancy, die, an ein kleines Mädchen erinnernd, durch die Rabatten hüpft und ganz offensichtlich begeistert ist ange­sichts der Blumenpracht. "Sie sehen so dankbar aus" spreche ich sie an, und sie antwortet: "Ja, das bin ich auch."
Nancy kommt aus Kanada, ist derzeit zu Besuch in Bonn, und von Beruf ist sie Kernphysikerin. Vielmehr war das ihr Beruf, denn nun ist sie 71, und sie übt ihn nicht mehr aus. Was Nancy beschäftigt, und worüber sie spricht als ich frage was an dem Dachgarten sie so fasziniert, sind, neben der Schönheit, unterschiedliche Aspekte, die "für einen Wissenschaftler wichtig sind." Ordnung, Anordnung, Zweifel, Beweise.
My daily visit of a museum two days ago leaded me to the Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, where only special temporarily exhibitions take place. Currently, among others, Max Liebermann is presented, one of the leading german impressionists. It's hard to describe an artist only in a few words; but I'll try my best: Pioneer to modern age is the subtitle of the exhibition. Personally I'm impressed by his portraits; of others and of himself. He didn't paint in a sugarcoating way, eg, he showed the signs of age, and in a time of idealized portraits he definitely provoked more than only consternation. At the museums rooftop parts of his garden of his house close to Berlin were rebuilded. There I meet Nancy, who, like a little girl walks around, through the garden, obviously filled with joy. "You look so thankful", I approach her, and she replys: "Yes, I am!"
Nancy is from Canada, currently on a trip to germany, and she is a nuclear physicist. Or more precisely, she used to be one. She's now 71 years old, and doesn't work anymore as a scientist. I ask her what she appreciates so much about this garden. Among the beaty of it she points out some things which are of importance for a scientist: order, doubts, proofs.


"Man geht von bestimmten Dingen aus, zb. das Gras ist grün. Dann sieht man, dass Gras und Blätter viele Farben haben können, dass die Dinge so oder so angelegt sein können, und nicht nur wie es naheliegend scheint."
Ein Thema, das Nancy beschäftigt, ist die Evolution, bzw. die Frage ob sie selbst eher die Evolution oder göttliche Schöpfung als Ursprung der Welt sieht. Das mag für einen Wissenschaftler ungewöhnlich sein, aber Nancy hat sich das Zweifeln an­gewöhnt: "...und ich habe viele Zweifel." Sie zweifelt nicht aus Misstrauen, sondern eher aus Demut: "Wir wissen heute Dinge, die hätte Darwin nie für möglich gehalten. Wie können wir also davon ausgehen, dass wir alles wissen?"
"We assume things to be somehow; grass is always green, for example. Then we realize there are many colors for grass and leaves, things can be structured either way, not only like it may seem obvious."
One topic of interest to Nancy is evolution, resp. the question whether she considers evolution or God's creation as the worlds genesis. That may occur exceptionell for a scientist, but Nancy formed a thinking of doubt: "...and I have a lot of doubts." But she doesn't doubt for the reason of mistrust but for the reason of humbleness: "We know so many things nowadays, which Darwin wouldn't ever have suspected. So, how can we expect, we know everything?"

Donnerstag, 19. Mai 2011

Museumsmann

 



Seit 20 Jahren arbeitet Herr O. im Museum als Wache. Er ist sogar Objektleiter, und zwar im Museum für angewandte Kunst in Köln. Dort läuft zur Zeit die Ausstellung The Art of Pop Video, von der ich mir heute wenigstens kurz einen ersten Eindruck verschaffen wollte. Reichlich spät bin ich an der Kasse erschienen, wo Herr O. gerade bei der Kollegin stand, und mich mit ermunternden Worten empfangen hat: "Ja, ein bisschen was schaffen Sie schon noch." Anschliessend bin ich mit ihm im Fahrstuhl hoch in den 2. Stock gefahren, weil er meinte von dort könnte ich mich gut nach unten durcharbeiten. Und weil Herr O. mir auch noch schnell ein paar Tips zur Ausstellung gegeben hat, bin ich einfach erst mal bei ihm stehen geblieben. Herr O. ist 68 Jahre alt und arbeitet gern im Museum. Die Ausstellung hat er sich natürlich auch schon angeguckt, auch wenn ihm die Möbel- und Designsammlung persönlich mehr liegt. "Aber es kommen viele Besucher, viele junge Leute, und das gefällt mir." Überhaupt ist das der Grund warum er gern zur Arbeit geht: dass er unter Menschen ist.
"Ich habe einen Garten, da mache ich viel drin. Aber nur so der Garten, das wär mir zu wenig."
Since 20 years Mr O. works as a museum attendent. He even is the superintendent of the Cologne Museum of applied Arts, where currently the exhibition "The Art of Pop Video" is taking place. Today I wanted to, at least, get a first impression of it. Quite late I arrived at the counter, where Mr O. had a little talk with his colleague, welcoming me with encouraging words: "Well, you can make it through a part of it, for sure." So, taking the lift we entered the second floor, and Mr O. was friendly enough to accompany me, giving me some more informations about the exhibition. Because he was so nice  I took some time to talk to him: Mr O. is 68 years old, and he really likes his job at the museum. He watched the exhibition yet of course, even though he prefers the furniture- and design collection: "But a lot of visitors come to see Art of Pop Video, many young people." Meeting people, by the way, is the reason why Mr. O rather works than to retire. "I also like to work in my garden, but only the garden, that wouldn't be it."


Die Ausstellung ist deutlich umfangreicher als ich mir so vorgestellt hatte, und auf jeden Fall werde ich ein zweites Mal mit sehr viel Zeit hineingehen. Es sind ca 120 Monitore im ganzen Haus verteilt, auf denen Vidoes laufen. Begleitet wird das ganze von Infotafeln, und es macht Spaß die zu lesen. Ein gezeigtes Video ist Weapon of Choice von Fatboy Slim, mit dem wunderbaren Christopher Walken, der höchst eigenwillig durch ein Hotel tanzt. Irgendwie konnte ich nicht anders als mir Herrn O. vorzustellen wie er so durchs Museum tanzt, und weil in meinem Tag heute ein Hotel eine wichtige Rolle gespielt hat, nun also dieses Video.
The exhibition is much more extensive than I expected it to be, and any how I'll go again to spend much more time. About 120 screens are installed, showing all kinds of videos. Info boards tell some background informations, and they are interesting to read. One of the exhibited videos is Weapon of choice, featuring wonderful Christopher Walken, who dances in an outlandish way through a hotel. Somehow I couldn't help imagining Mr O. dancing through the museum in the same manner, and for the reason that a hotel played an important role for me today, I add this video for you no

Dienstag, 17. Mai 2011

Museumsbesuch


Ich mache gerade ein kleines Experiment und gehe jeden Tag in ein Museum. Wohin ich gehe entscheide ich spontan nach Lust und Laune und natürlich nach den äußeren Gegebenheiten; welches Museum hat ge­öffnet und liegt wenigstens annähernd auf meiner persönlichen Tagesroute?
Üblicherweise bin ich nicht unbedingt eine passionierte Museumsgängerin, ich bin auch keinesfalls bei den angesagten Ver­nissagen vertreten oder gar überhaupt in­formiert wo was wann stattfindet. Ohne­hin gehöre ich eher, und das mag überraschen, zu den Menschen, die recht zurückgezogen ihr Leben leben.
Der tägliche Museumsbesuch allerdings deu­tet sich schon jetzt als enorme Be­reicherung an; Kontemplation, Medi­tation, Beruhigung, Anregung, Entschleu­nigung; all dies beobachte ich unmittelbar an mir. Auch wenn ich dafür früher auf­stehen muss, um noch mein Tagewerk zu schaffen und andere Dinge dafür wegfallen.
Wie ist es bei euch mit den Museums­besuchen? Geht ihr oft, geht ihr gern, und wenn ja; wohin geht ihr? Nach welchen Kriterien wählt ihr aus wohin ihr geht, und was bewegt euch?
Was bedeutet euch "Museum', bzw, der Besuch darin? Freude, Stress, Lust oder Unlust?
Recently I carry out an experiment: every day I visit a different museum. Which museum I visit I decide as the whim takes me, and of course external cicumstances matter; which museum is open and somehow situated on my personal day-map.
Usually I'm not the typical visitor of a museum; and I don't show up at all those exhibition previews. I'm not even well informed about what's going on concerning all this, and I live my life quite reclusively, which may appear surprising.
This daily museum visits yet seem to turn out as an enormous self-enrichment. Contemplation, meditation, calming, inspiration, deceleration; all this I can notice already. Even though I have to get up a little bit earlier to get all my stuff done, and some other things need to be dropped.
How do you think about visiting museums? Do you often go to visit a museum, and if so; where do you go, what possibly touches you? What does "museum" mean to you, resp. visiting one? Pleasure, stress, delight, aversion?

Sonntag, 15. Mai 2011

Alles, alles





Kenta ist mit einem Freund unterwegs, die beiden reden japanisch miteinander, also spreche ihn ihn auf englisch an. Er spricht aber deutsch, denn er lebt in Köln und studiert mediale Kunst an der KHM. Dort wird der Zugang zu den unterschiedlichsten Disziplinen ermöglicht: Videoinstallation, Klang/Sound, Lichtmedien, Performance, interaktive Dramaturgien, mediale Szeno­grafie, um nur mal ein paar zu nennen die für Kenta, der sich als Sound- und Video­artist begreift, von Interesse sind.
Meine Frage ob er als Student der Kunst gern ins Museum geht beantwortet er mit einem klaren Ja. Ich frage ihn, was ihn besonders interessiert, und wie er seinen Gang durchs Museum angeht. "Alles" ist die Antwort auf den ersten Teil der Frage, und eigentlich auch auf den Zweiten. Denn Kenta sieht sich alles an im Museum. "Das ist wichtig für mich, alles zu sehen. Denn alles wirkt zusammen." Er nimmt sich also Zeit, so ein Museumsbesuch kann dauern.
Seine eigene Kunst ist ebenfalls vom Zu­sammenspiel und von der Zusammen­führung geprägt. Kenta nutzt verschiedene Formen des Ausdrucks und er verbindet seine Kunst mit der von Tänzern und Musikern, mit denen er für einzelne Pro­jekte zusammenarbeitet.
I meet Kenta who is accompanied by a friend and they are talking japanese, so I approach him in english. But Kenta speaks german as well, he currently lives in Cologne. He studies media arts at the KHM, where a variety of media art-disciplines are offered, like videoinstallation, sound, light, performance, media szenography, interactive dramaturgy, only to name a few, which are interesting for Kenta, who works as a sound and videoartist.
On my question if he, as a student of arts, likes visting the museum, his definite answer is 'yes'. I ask him what he's most interested in, and how he usually structures his walk through a museum. Everything is the answer on the first part of my question, and somehow on the second part too. Kenta inspects everything at a museum: "I attach importance to the whole thing, everything is important, It all belongs together." So Kenta takes his time, because such a visit might take a while.
His own art is also characterized by interaction. Kenta uses diverging forms of expression and he combines his art with the art of others, like dancers or musicians he works with for individual projects.

Samstag, 14. Mai 2011

Vom weglassen...





Mit wippenden Rüschensäumen nähert sich Frau M. dem Eingang eines Hotels, und erst als sie schon fast darin verschwunden ist habe ich sie endlich eingeholt. Es kommt nur selten vor, dass ich jemanden anspreche ohne ihm oder ihr vorher in die Augen gesehen zu haben. Wie soll ich mich verhalten, wenn mir nicht gefällt, was ich da sehe? Ohne unhöflich oder seltsam zu wirken?
Frau M. dreht sich um, ich trage atemlos mein Anliegen vor, und dann reden wir ein wenig. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell bzw. übergangslos man auch mit Fremden über Dinge sprechen kann, die  vermeintlich nur im Privaten Platz haben.
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With swaying frill hems and rapid steps Mrs. B. strides up to a hotel entry, and just the second she's about to enter I finally catch up to her. Very rarely I approach people, when I didn't have the opportunity to have a look into their eyes before. What shall I say, if I don't like what I see there? Without being unpoilte or appearing weird?
Mrs. M turns around to me, breatheless I advance my matter, and then we talk for a little while. Again and again I'm still surprised that it can be so easy to talk with strangers about things which generally are kept private.
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Sonntag, 8. Mai 2011

Spielkultur





Mariam ist eine von diesen Begegnungen, die ich scheinbar ganz ohne zu überlegen anspreche. Besser gesagt ist es eher ein Zurufen, und viel Zeit zum überlegen bleibt mir ohnehin nicht, weil sie mit dem Fahrrad an mir vorbeisaust. Ich erzähle ihr von meinem Blog, und so begeistert wie sie sagt "Den kenn ich!" fühl ich mich, als stünde völlig überraschend der Fleurop­Mann vor der Tür.  Das muss ich einfach auch mal sagen, dass ich mich unheimlich freue, wenn Menschen sich über meinen Blog freuen.
Mariam hat Erwachsenenbildung studiert: "Den Studiengang gibt's so nicht mehr, ich war quasi eine der letzten, die das noch machen konnte." Heute arbeitet sie als Dozentin für interkulturelle Arbeit und Spiel­pädagogik. Und was auf den ersten Blick schon interessant klingt, scheint mir auf den zweiten Blick obendrein höchst sinn­voll. Da werden nämlich Menschen die mit Menschen arbeiten, darin unterrichtet wie man mit zB einer Schulklasse arbeiten kann, in der ganz unterschiedliche Kulturen vereint sind. So heißt ein Seminar "Ich bin anders als Du", und ganz ehrlich, da wär ich gerne mal dabei.
Mariam is one of these persons I approach without thinking too much. Anyway it's more a calling out to her, because she's swiftly passing by on her bike. I tell her about my blog, and the enthusiastic way  she answers: "I know it!" immediately makes me feel like a flowers-delivery man surprises me at the door. I really have to say that once: that it makes me so happy when people tell me they like my blog.
Mariam has studied adult vocational training: "Today there is no study path like that anymore. I was one of the last who could study this." Now Mariam works as a lecturer for intercultural work and pedagogical game education. This at first glance sounds interesting already. And on second sight, to my mind, it seems to be very beneficial. People who work with people get trained how to deal for example with a school class with kids from different cultures. One course is called: "I'm other than you" and really,  I'd like to be in.


Wer gerne ein Seminar bei Mariam buchen möchte kann das übrigens hier tun.
Mariam engagiert sich außerdem für ein Aids-Waisen Projekt in Uganda: "Our children and our future". Und hier findet sich ein Artikel über Mariam, der es be­dauerlicherweise versäumt, auf den denk­würdigen Titel auch näher einzugehen.
If you are interested in booking a course of Mariam, here you go. She also engages herself for an aids orphan project in Uganda, called "Our children and our future".

Mittwoch, 4. Mai 2011

Romanhelden





Wenn der Sommer, der sich zunehmend und spürbar ankündigt, so richtig Fahrt auf­genommen hat, wird das erste Buch von Stefan Müller und Patricia Eckermann ver­öffentlicht: 'Wir vom Neptunplatz' erscheint am 24. August bei Carlsen, und bezeichnet sich im Untertitel bescheiden als Vorabend­roman.
Stefan und Patricia bereichern mein un­mittelbares Lebensumfeld auf nicht zu unterschätzende Weise, und so wurde mir kürzlich die Ehre zuteil, das Manuskript vorab lesen zu dürfen. Direkt nach der Lektüre habe ich spontan in Erwägung ge­zogen, die beiden in ihrer Wohnung ge­fangen zu halten und zum Schreiben der (ohnehin geplanten) Fortsetzung zu zwingen. In der Tradition der Stadtge­schichten von Armistead Maupin gewähren Stefan und Patricia Einblick in das äußer­liche (Alltags)Leben und die inneren Er­fahrungswelten von vier jungen Menschen, die alle in Köln Ehrenfeld zuhause sind. Natürlich gibt es zahlreiche Begleitfiguren die den Roman noch lebendiger werden lassen, und die es genau so, oder anders, oder ähnlich, überall geben könnte: "Die Perückenomi, oder ein Typ wie Schäng, und auch unsere Hauptdarsteller kann man sich ebenso in Hamburg, Berlin oder Bielefeld vorstellen."
At the time when summer, which currently is waving from far behind, has gathered pace, the first book of Stefan Müller and Patricia Eckermann will be published. "People from Neptun-place" published by Carlsen is available from august 24th on, and in the subtitle it is modestly described as a early-evening novel.
Stefan and Patricia enrich my direct life surroundings in a way which is not to be underestimated, and a short while ago I took my chance to read the manuscript beforehand. Directly after I finished the wonderful read I considered to capture both of them in their appartement, constraining them to start the (anyway planned) continuation of the story. In the tradition of 'Tales of a city' of Armistead Maupin Stefan and Patricia allow an insight into the outward all-day life and the inward world of experience of four young people, all of them located in Ehrenfeld. (The part of town where I'm living, as well) Of course there are many more supporting characters, which let the story become alive even more, and who could similarily or excatly be found at any other city: "The wig-granny, or a guy like Schäng, or the main characters as well, they all could be imagined at Berlin, Hamburg, or elsewhere."




Um ihren vier Protagonisten nicht nur ein lesbares, sondern auch ein sehbares Ge­sicht zu geben hatten Stefan und Patricia die Idee ein Casting für das Buchcover zu organisieren. Wer sich in den Personen­beschreibungen wiederfindet, und Lust hat sich zu bewerben, kann das noch bis zum 10. Mai auf der Facebookseite tun, und wird dann möglicherweise für den 20 Mai zum Casting eingeladen.
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To make the four protagonists visible, not only readable, Stefan and Patricia had the idea to arrange a casting, concerning the cover of the book. So, if you think that you match any of the person descriptions, and if you feel like trying your chance, then just post a picture of yourself at the facebooksite. This is possible until may 10th, and maybe you get an invitation for the casting at may 20th.
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Dienstag, 3. Mai 2011

Feuerwehrmann





Patrick ist Azubi im ersten Lehrjahr. Welchen Beruf er lernt dürfte in diesem Fall unschwer zu erraten sein. Umso mehr überrascht sein eigentliches Berufsziel: Patrick möchte Feuerwehrmann werden. Und dafür benötigt man, wie er mir er­klärt, entweder Abitur oder eine Aus­bildung in einem Handwerksberuf: "Das mit dem Abi hat nicht geklappt..." beginnt ein Satz, den er mit einem Lachen beendet. Warum er gerade Feuerwehrmann werden möchte frage ich ihn: "Weil ich finde dass das ein Beruf ist, der viel sinnvoller ist als so manch anderer. Außerdem komme ich aus einer Feuerwehrfamilie." Patrick ist schon jetzt bei der freiwilligen Feuerwehr, und auch wenn das Feuer, bzw. es zu löschen, ihn fasziniert, so weist er mich darauf hin, dass das keineswegs alles ist, was ein Feuerwehrmann zu tun hat: Retten, Löschen, Bergen, Schützen, so lauten die beschreibenden Schlagworte.
Ein Handwerksberuf ist übrigens nötig, weil Feuerwehren der Selbstverwaltung unterliegen; gestrichen, geschraubt, ge­schweißt und ge-was-weiß-ich-nicht-noch­alles wird also selbst.
Patrick ist übrigens in Begleitung einer Mit-Azubine, die allerdings ihren Maler­dress schon abgelegt und gegen Privat­kleidung getauscht hat.
Patrick is a freshman-aprentice and which profession he's going to learn probably is quite obvious in this case. So much the more it's surprising to hear what he intrinsically wants to be later on; Patrick wants to work as a fireman. And therefor he either needs an A-level or he must learn a craftsman-trade. "This A-level thing didn't work out for me..." he says laughingly. Why he just wants to be a fireman I ask him: "Because this is a profession which makes much more sense to me than some other occupations. And I come from a family of firefighters." Patrick already is a volunteer fireman, and even though fire, res. to quench it, fascinates him, he points out that there are some more things a fireman has to do; Rescue, Prevention, Fire fighting, this are the discribing keywords. A craftsman trade in Germany is necessary because the fire departments are self-administrative and so all these things like screwing, welding, painting and so on  get done by the department itself.
Patrick by the way is accompanied by a apprentice colleague. But she already has changed her clothes from work-wear to private clothes.