Sonntag, 28. November 2010

Bulgarian woman





Stanislava ist Bulgarin und spricht ein weiches, rollendes "R". Seit einem Jahr lebt sie in Köln, vorher hat sie in Aachen studiert: "Journalismus, aber jetzt arbeite ich in einem Klamottenladen." Ob, oder wie lange das so bleibt ist vorerst ungewiss, denn den Traum vom journalistischen Arbeiten hat Stanislava noch nicht aufgegeben. Sie interessiert sich für Kunst und Fotografie, und das ist auch der Bereich in dem sie gerne tätig wäre. Welche Fotografen sie mag findet sie schwierig zu beantworten: "Ich mag so viele, und ganz unterschiedliche; zB. den Franzosen Cartier-Bresson oder Cindy Sher- man, aber auch ein paar Modefotografen, die experimentell arbeiten und nicht so bekannt sind." Stanislava fotografiert auch selbst hin und wieder: "...ein bisschen. Da mach ich dann gleichzeitig noch Styling und Requisite. Man kann eine ganz neue Welt erschaffen, das find ich toll." Im Leben ist ihr ihr persönliches Umfeld sehr wichtig: "Gute Freunde zu haben, und Menschen die ich mag, das macht mich glücklich."
Stanislava is Bulgarian and she pronounces a soft rolling "r". Since a year she lives in Cologne, before she studied in Aachen: "Journalism, but now a work in a clothes-store." If, or for how long she will continue doing this is uncertain at the moment; she didn't give up her dream of working as a journalist yet. Stanislava is interested in arts an photography, and this is the context she would like to work in. Which photographers she likes is hard to answer, she says: "I like so many, and varying kinds. For example Cartier-Bresson or Cindy Sherman, or some fashion photographers, who aren't so popular and work very experimentally." From time to time Stanislava herself photographs, as well. "...a bit. Then I do the styling and the props at the same time; you can create a complete new world, I love that." In life she considers her personal environment important: "To have good friends, people who I care about, that makes me happy."


Sie lebt gern in Köln: "Hier leben viele Ausländer und die Menschen sind sehr offen, das gefällt mir." Das macht in ihren Augen übrigens auch einen guten Foto- grafen aus; "...dass er offen ist und sich weiterentwickeln will." Sich selbst bezeich- net Stanislava als suchenden Menschen: "...und ich werde meinen  Weg so weiter gehen." sagt sie und wirkt dabei ganz neugierig was wohl noch so kommen mag.
She likes living in cologne: "Many foreigners live here and the people are very open-minded, I appreciate that a lot." To her mind that's what matters for being a good photographer, as well: "...to be open-minded, to endeavor advancement." She considers herself a seeking person: "...and I will continue my way in this manner." she says, and appears quite curious what possibly may happen on that way

Freitag, 26. November 2010

Seeluft





Rita überquert die Strasse vor mir und sieht mich mit lächelnden Augen an. Ein paar Sekunden dauert es, dann endlich mache ich mit meinem Rad kehrt und finde sie glücklicherweise auch wieder. Sie will gerade ihren Enkel von der Schule abholen, und nachdem ich sie blitzschnell foto- grafiert habe begleite ich sie auf dem Weg dorthin. Rita erzählt dass sie 25 Jahre durch die Welt gereist ist; gut 15 Jahre hat sie auf dem Meer gelebt. Sofort stelle ich mir Rita auf einem großen Überseetanker vor. Damit liege ich aber falsch; zuerst ist sie alleine unterwegs gewesen, bis sie ihren Lebensgefährten getroffen hat. "Das war ja in den 70ern, zur Hippiezeit. Johnny hat sich gerade einen Bus ausgebaut um nach Indien zu fahren. Schliesslich haben wir dann aber ein Segelboot gekauft, und waren damit unterwegs." Sie sind zwischen Spanien und Afrika hin und hergeschippert auf ihrem 28m Boot und haben Passagierfahrten angeboten. Ihre beiden Kinder, für deren Geburt Rita immer nach Deutschland gekommen ist, sind auf dem Schiff aufgewachsen: "Am Anfang habe ich sie selbst unterrichtet, später sind sie auf verschiedene Schulen gegangen."
Rita crosses the street in front of me and looks at me with smiling eyes. It takes a few seconds, but finally I turn around with my bike, and luckiliy I find her around the corner. She's on her way to pick up her grandson from school. After I took some photos of her with lightning speed I accompany her to school. Rita tells me that she travelled around the world for 25 years, for about 15 years she has been living on the ocean. Immediately I imagine her on a huge ocean-freighter. But I'm off base; first she travelled alone. Then she met her life partner: "That was back in the 70ies, during the hippie-years. Johnny was busy with converting a bus for a trip to india. But finally we bought a sailing boat, and were on our way sailing." They sailed from spain to africa and back again, and they offered tours for passengers as well on their 30 yard boat. Both of her children, for whose births she came back to germany, were brought up on board. "First I tried to teach them myself, but later they went on different schools."


Das Leben auf dem Meer hat Rita glücklich gemacht: "Besonders nachts bin ich gern gesegelt, bei Vollmond. Das ist ganz be- sonders, man ist den Elementen aus- gesetzt." Sie versucht jeden Menschen so zu nehmen wie er ist; "...und zu helfen. Wenn ich das kann." Rita und Johnny haben ihren überschaubaren Lebensunter- halt mit den Passagierfahrten verdient: "Es musste immer genügend Essen und Benzin für die Überfahrt da sein, und natürlich das Geld für die Hafengebühren."

Seit 2008 ist Familie Winkelmann mit ihren Kindern auf Weltumsegelung: hier gehts zu ihrer Reisebericht-Seite.
Living on the sea made Rita happy: "Especially at night-time I loved being on board, at full moon. That's very special, one is exposed to the elements." She trys to accept everybody as he occurs: "...and I try to help. If I can." Rita and Johnny eraned their thriftiliy livelihood with their passengers: "We needed enough food and patrol for the passage, and of course some money for the harbour dues."

Dienstag, 23. November 2010

Due Lune





Seit ich neulich zu Gast bei einer Podiumsdiskussion war, von der ich hier ein wenig verworrenen berichtet habe, beschäftigt mich das Thema Nachbar- schaft. Unter all den Gedanken, die mir dazu spontan durch den Kopf gingen, war auch die vage Erinnerung an ein eher beiläufiges Gespräch, das mich dennoch nachhaltig beeindruckt hat. So habe ich mich auf den zugegeben kurzen Weg zu meiner damaligen Gesprächspartnerin gemacht, was einfach war: sie hat ein Geschäft für Kleidung in der Land- mannstrasse. Ulrike Passage ist ihr Name, und die beeindruckende Geschichte geht so: einmal war ein paar Geschäfte weiter ein Ladenlokal frei. Dort, so war ihr zu Ohren gekommen, sollte demnächst ein Wettbüro eröffnen. Man muss wissen, dass die Landmannstrasse eine der letzten Straßen in Köln ist, die noch richtig alt- modischen Einzelhandel als Einkaufsmög- lichkeit bietet; eine seltene atmo- sphärische Qualität. Genau die liegt Frau Passage aber am Herzen, und so konnte sie nicht viel Gutes an einem solchen Spielbetrieb in ihrer Strasse entdecken. "Was kann man tun?" hat sie sich gefragt, und diese Frage auch sogleich den Nach- barn und vor allem dem Bezirksbürger- meister gestellt. Weiter geht's...bitte hier entlang...
Since I've visited a panel the other day, of which I made a kind of confused report here, the subject neighbourhood keeps my mind busy. Among all the thoughts that crossed my my mind spontaneously, I recalled a fleeting memory of a conversation I once had, as well. So I set off for finding the woman who told me an impressing story back then. I have to admit; it wasn't too hard; she runs a shop for clothes in my neighbourhood. Ulrike Passage is her name and this is the story she told me: once upon a time a shop close to hers was for rent. There, she was told, possibly a betting office would move in. It's important to know, that this street is one of  the few last areas of good old retail, whith a very special atmosphere of quality. And this atmosphere means a lot to Mrs. Passage, so that she couldn't see any good about the betting office. "What to do?", she asked herself, the neighbours around and last but not least the districts mayor. Please follow...



Samstag, 20. November 2010

Follow the money





Natascha ist Amerikanerin und lebt seit gut 16 Jahren in Deutschland. Sie ist Musiker- in; ihr Instrument ist die Oboe. "Aber ich arbeite nicht mehr als Musikerin; Oboe spielen ist sehr anstrengend und ich bin ein bisschen alt dafür." Vor drei Wochen ist sie 60 geworden und mit dieser Information versetzt sie mich  doch in Erstaunen. Natascha ist als erste schwarze Frau in New York auf der renommierten Juilliard University dem Studium der Oboe nach- gegangen, und war als erste schwarze Frau als Gast-Oboistin bei den New York Philharmonics engagiert. Danach wußte sie, dass sie nicht nur Klassik spielen möchte und hat sich auch dem Jazz und der Weltmusik zugewandt. Heute arbeitet Natascha als Sprach-Trainerin für Medien- oder Finanzfirmen; sie vermittelt aber nicht nur die Worte und Grammatik, son- dern auch Körpersprache und die Eigen- heiten amerikanischer Geschäftspartner: "Es ist wichtig zu wissen worin die Unterschiede bestehen. Amerikaner wollen nicht hören, dass es ein Problem gibt; es gibt nur Herausforderungen. Man muss schnell auf den Punkt kommen, einen neutralen Gesichtsausdruck wahren und wissen wie man mit welchem Gegenüber sitzt."
Natascha is american, and lives in germany since about 16 years. She's a musician and plays the oboe. "But I'm not working anymore as a musician. Playing the oboe is pretty demanding, and I'm a bit too old for that." Three weeks ago was Nataschas sixties birthday; an information which sounds quite amazing to me. Natascha was the first black women, who studied the oboe at the famous Juilliiard University in New York. Also she was the first black oboist at the New York Philharmonics, engaged as a guest musician. After this engagemant she knew, that she wouldn't only want to play classical music, and she adressed herself to jazz and world-music as well. Nowadays Natascha works as a language-coach for media- or finance-companys. She doesn't only teach words and grammar, but also body language and the individual peculiarities of american business partners: "It's important to know the differences. Americans doesn't like the word problem; they prefer challenge. You have to skip details and come to the point directly. Your physiognomy needs to be neutral, and you need to know how to sit with your partners."


Im Leben ist ihr wichtig "Frieden zu erlangen. Nicht in der ganzen Welt; den wird es nicht geben - leider. Aber in meiner Welt, um mich herum, da gebe ich mein bestes." Natascha erzählt, dass das Thema Frieden sie seit ihrer Jugend beschäftigt: "Aber wenn man wissen möchte wie die Welt wirklich funktioniert, dann muss man gucken wo das Geld ist. Geld beeinflusst alles. Das ist nicht schön, aber eine Tatsache. Follow the money" sagt sie, "dann erfährst du sehr viel." Deswegen hat sie bereits im Alter von 15 begonnen das Wall Street Journal zu lesen.
In life she considers achieving peace important: "Not in the whole world, that's impossible, unfortunately. But in my small world, my surroundings, I try my best." Natascha tells that the subject peace caught her attention from her early youth. "But if you want to know what the worls is about you have to look where the money is. Money influences everything, that's not nice but it's a fact. So follow the money" she says, "and you'll understand a lot." She started reading the Wall Street Journal at the age of 15 yet. 

Samstag, 13. November 2010

Grundkurs in Malaria





Vanessa ist Chemikerin und Umweltwissen- schaftlerin. Gerade war sie auf einer For- schungsreise in Tansania, wo sie sich im Auftrag des Pestizid Aktionsnetzwerks PAN dem Thema umweltfreundliche Malaria- bekämpfung gewidmet hat. Im Schnellver- fahren bekomme ich eine kleine Malaria-Einführung: Weltweit infizieren sich jähr- lich ca. 250 Millionen Menschen an Malaria, das durch Moskitos übertragen wird. Rund eine Million Menschen sterben daran, die meisten davon in Afrika. "Noch immer wird das Pestizid DDT zur Bekämpfung einge- setzt, obwohl die Verwendung des Giftes durch die Stockholmer Konvention verbo- ten, bzw. die zulässige Verwendung stark eingeschränkt wurde. Trotzdem befür- wortet die WHO dessen Einsatz wieder." Vanessas Studie dient der Erforschung und Publikmachung von alternativen Methoden der Malaria-Bekämpfung. "Das Thema ist sehr komplex, denn hier kommt so einiges zusammen: Umweltschutz, Entwicklungs- politik,  Globalisierug, Kapitalismus und Nutzung von High- Technologies in Ent- wicklungsländern." PAN hat sich zum Ziel gesetzt die Verantwortlichen in den Ländern darauf aufmerksam zu machen, dass es sinnvoller ist Forschungsgelder in innovative, ganzheitliche Projekte zu investieren und pestizidarme Maßnahmen zu fördern: "Langfristig bringt es nichts, die Entwicklungsländer einfach mit DDT- getränkten Moskitonetzen zu über- schwemmen."
Vanessa is a chemist and environmental scientist. She just came back from a research trip to Tanzania, where she, by order of the Peticide Action Network PAN, adressed herself to the topic of eco-friendly malaria abatement. In a fast track lecture I get to know the main facts about malaria: worldwide about 250 million people get contracted by the mosquito- borne malaria. Around 100 million people die of it, most of them in Africa."Still DDT is the applied pesticide against malaria; although the use of the toxic substance is prohibited by the Stockholm Convention  in most of the countries, or at least it's use is highly restricted. Nevertheless the WHO endorses the use of  DDT again." Vanessas study serves the purpose of the exploration and publicity of alternative methods of malaria abatement. "This subject is quite complex, because a wide range of subjects is concerned; environment protection, development policy, capitalism, the use of High-technologies in the developing world." Pan sets it's sight on calling the attention of the persons in charge of the concerned countries to spend research funds on innovative and integrated projects and low-pesticid methods: "For the long haul it doesn't make any sense to basically overstock the developing world with DDT-impregnated mosquito nets."

Dienstag, 9. November 2010

Achtsames Trinken





Jen ist die jüngste von vier Geschwistern und das ist eigentlich schade, denn sie hatte eine Idee die für die anderen zu spät kam: In der Oberstufe ist sie einfach mal in Swasi Land zur Schule gegangen. Sie hatte sich überlegt, dass es schön wäre ein wenig von der Welt kennenzulernen. Die Stiftung United World Colleges ermöglicht zweijährige Schul-Aufenthalte in vielen Ländern der Welt. Jen kann einen solchen 'Ausflug' nur empfehlen: "Es war ja alles organisiert, und nicht nur wildes Aben- teuer. Ich war da im Internat und gut aufgehoben." Inzwischen studiert sie Pro- duktdesign an der Ecosign, einer Akademie die Wert auf "verantwortungsbewußten Umgang in Hinblick auf Gesellschaft und Umwelt" legt. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde, und deswegen hat Jen diesen Studiengang gewählt. Nachhaltigkeit ist für sie aber nicht nur die Wahl umwelt- bewußter Materialien oder Designs, son- dern auch dass man lange und immer wieder Freude an den Dingen hat die einen umgeben.
Jen is the youngest of four siblings, and that in a way is too bad., because she has had an idea which came too late for the others. During Highschool she decided to visit a school in Swaziland. Back then she thought it would be nice to get to know the world a little bit better. The foundation United world colleges enables students to catch a 2 years stay in colleges all over the world. Jen basically just can recommend a 'trip' like this: "Everything was well organized and not a complete adventure-thing. I visited a boarding school, and  I've been in good hands." In the meantime she started studying product-design at the ecosign-school. That's an academy which places value on acting responsible concerning the environment and the society. Sustainability is the order of the day, and that's the reason why Jen has chosen this course of studies. To her sustainabilty isn't only about using ecology-minded materials or designs; it has also to do with staying happy for a long time with the things around.


Derzeit probiert Jen gerne und viel mit Keramik herum: "Ich habe gerade ein Gastsemester in Peru absolviert, und da hat sich das so entwickelt." Passender- weise hat sie einige Arbeitsmodelle dabei. Ganz genau weiss sie noch nicht wozu die Gefäße dienen sollen: "Ich denk aber schon an eine Art Trinkbecher." An der eigen- willigen Form, die übrigens sehr gut in der Hand liegt, gefällt ihr, dass man daraus achtsamer trinken würde.
Currently she likes to work with ceramics: "Lately I've been in Peru for a semester abroad; there I started working with ceramics." Nice enough she's got some work-in-progress designs with her. She doesn't exactly know yet what these vessels are for: "Basically I thought about a kind of drinking vessel." She likes the idea, that these capriciously formed vessels, which, by the way, lie comfortably in the hand, will cause a more attentive way of drinking.   

Montag, 8. November 2010

Handlebar Moustache





Mir ist nicht recht klar, wie das passieren konnte, aber heute habe ich in den Tiefen meines Blogarchives diese beiden Herren entdeckt. 'Entwurf' stand neben ihrer Überschrift; die Bilder bereits eingefügt, doch kein einziges Wort hat ihnen bislang Gesellschaft geleistet. Dabei habe ich sie bereits im Mai getroffen; da waren sie gerade auf dem Weg zum Bahnhof, und ich muss gestehen dass ich ihr Reiseziel vergessen habe. In London jedenfalls leben sie, und seinerzeit waren sie auf einer kleinen Deutschlandreise. Jock heisst der Mann mit der Pfeife, und er ist Rentner. Früher hatte er unterschiedliche Jobs; unter anderem war er Polizist und das sogar auch in Hong-Kong, als es noch englische Kronkolonie war. Lewis ist Busfahrer, und zwar ganz stilecht im  Doppeldeckerbus. Die beiden sind Mit- glieder des legendären Londoner Handlebar Moustache Clubs. Hier darf nur rein wer einen Schauzbart trägt, der irgendwie an Handgriffe erinnert. Auf der Homepage des Clubs, der 1947 gegründet wurde, kann man sich durch jahrzehntelange Bart- leidenschaft klicken, und natürlich auch einiges über Aufzucht und Pflege lernen. Wer übrigens einen Kinnbart hat darf nicht mitspielen; da sind die Herren streng.
I don't really know how this could happen, but today I found these two guys in the dephts of my blog-archive. "Draft" was written beside the headline; the photos yet uploaded but they had no word with them for company. Strange enough, because I already met them in may. They were on their way to the train station, and I have to admit that I forgot where they were travelling to. Anyway; they live in London and they were on a short trip through germany in those days. Jock is the name of the man smoking the pipe. He's retired and earlier in his life he has had different jobs; like being a police-man, not only in London, but in Hong-Kong as well, when it still was a crown colony. Lewis is a busdriver; namely of a double-deck bus. Both of them are members of the legendary London Handlebar Moustache Club. Only men with a moustache are allowed, which somehow reminds on a handlebar. On the clubs homepage you find decades of moustache passion, and of course some information about breeding and caring. Chin-bearded men, by the way,  have to stay out. Strict rules concerning this matter are perpetuated.




Von Zeit zu Zeit werden Meisterschaften ausgetragen, und Jock erklärt mir dass die Deutschen das für sein Empfinden etwas erst nehmen. "In London it's more about having a beer together." Für beide ist es wichtig Zeit mit Freunden zu haben und das Leben zu genießen. Lewis sagt von sich er sei "very laid back" und das glaub ich ihm auf Anhieb. Einmal im Monat treffen sie sich in ihrem Club, in dem logischerweise nur Männer sind. Die Bart- träger sind übrigens weltweit gut vernetzt und gar nicht so konservativ wie man vermuten würde; bei den Meisterschaften gibt es auch eine Kategorie Freestyle moustache, und hier ist der Gewinner aus dem Jahr 2007. Und hier noch mehr bärtige Blogbewohner...
From time to time championships are taking place, and Jock tells me, that to his mind the germans take the whole thing too serious: "In London it's more about having a beer together." Both consider important to be with friends and to enjoy life. Lewis describes himself as "very laid back", and I have no doubts about it. Once a month they meet in their club, which of course has only male members. The mostache-men are well connected worldwide, and by the way, not as conservativ as you may expect; there is a category Freestyle-moustache at the champion-ships, and here is the winner of 2007. And some more bearded blog-residents here...


Sonntag, 7. November 2010

...und bunt ist das Ergebnis





Im Februar habe ich Meiki auf der Straße angesprochen, die gerade ganz vertieft in ihre Zukunftspläne war. Ich durfte damals nicht verraten worum es geht, aber immer mal wieder habe ich an sie gedacht. Und zwar in der Gewissheit, dass ich es schon mitbekomme, wenn ihre Idee wahr wird. Mit hochaktueller Berichterstattung kann ich nun allerdings nicht glänzen; denn schon vor 2 Monaten hat Meiki ihre Müsli-Bar eröffnet. Yummy heisst der Laden, und hier gehts zur Homepage. Und weil ich es ja momentan mit der Nachbarschaft habe frage ich auch Meiki zum Thema: sie fühlt sich von ihrer Nachbarschaft gut aufgenommen, und hat das belgische Viertel für ihren Laden ausgewählt: "...weil das sowieso mein Kiez ist hier. Nippes oder das Agnesviertel sind auch schön, aber da kenn ich eben nie- manden." Kiez heißt auf englisch übrigens "neighbourhood", nur mal nebenbei be- merkt. Direkt um die Ecke  ist die Wohn- gemeinschaft, die praktischerweise erst später öffnet, und ihre Hostelgäste zum Frühstück rüberschickt. Meiki kredenzt einen leckeren Kaffee, und hier kommen noch ein paar Bilder...
In february I approached Meiki on the street; she was quite busy with her plans for the future back then. She asked me not to write about it, but once in a while I had to think of her; safe in the knowledge, that I couldn't miss it, if her plans would come real.Well, I actually don't offer breaking news when I tell that Meiki opened up her Muesli-Bar two month ago, yet. She called it Yummy and here you find her homepage. And for the reason that I'm engaged in the topic neighbourhood at the moment, I ask Meiki about it as well. She feels well accepted by her neighbourhood, and she had chosen the belgian district: "...because this is my neighbourhood anyway. I also like Nippes or the Agnes-district, but I don't know anyone around there." Around the corner the cafe Wohngemeinschaft is located, which fittingly opens later in the day. They send their hostel-guests to her bar for breakfast. Meiki offers a tasty café, and here are some more pictures....

Samstag, 6. November 2010

Istanbul Fashion


Eins meiner Lieblingsthemen hier im Blog ist seit Sommer bekanntermaßen Istanbul.  Im MAKK ist ab heute die Ausstellung Istanbul Fashion zu sehen, die gleichzeitig liebevoll und doch innerhalb nur weniger Monate von einem personell sehr über- schaubaren Team auf die Beine gestellt wurde. Präsentiert werden Modelle junger Designer die in Istanbul leben, sich also mit der Stadt identifizieren, und für ihr eigenes Label entwerfen. Die künstlerische Bandbreite und Aufgeschlossenheit der ausgewählten Designer spiegelt eine we- sentliche Facette dieser Stadt wider, die so voller Gegensätze ist. Ich hatte vor einigen Tagen kurz die Gelegenheit ein wenig bei den Vorbereitungen zusehen zu können. Wieder mal stelle ich fest, dass mich der Entstehungsprozess der Dinge noch mehr in seinen Bann zieht als das fertige Ergebnis. Deswegen gibt's hier jetzt ein paar Ein- drücke vom Aufbau, bevor alles perfekt ins rechte Licht gerückt ist.
Bitte hier entlang...
One of my favourite topics is Istanbul since a while, as you may know by now. The MAKK shows from today on an exhibition titled "Istanbul Fashion", which thoroughly was developed in quite a short time by a small team. The exhibition presents the work of young designers with an own label, who live in Istanbul, which means that they identify themeself with the city. The artistic range and openness of the chosen designers reflects an important facet of this city with so many contrasts. A few days I had the chance to witness the preparations in it's last phase. Once more I discovered that the development of things fascinate me even more than the finished result. So for this reason I show some impressions of the preparations, before everything was put in perfect scene.
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Donnerstag, 4. November 2010

Tango





Seit 50 Jahren ist Karl Ernst selbststän- diger Kfz Mechaniker. Seit gut 25 Jahren ist er mit seiner Werkstatt in Köln-Ehren- feld zuhause. Eigentlich will er gerade mit dem Fahrrad los, um ein Ersatzteil zu ho- len, als ich ihn anspreche, aber er nimmt sich ein wenig Zeit für mich.  Karl Ernst ist 75 Jahre alt, er hat 4 Kinder und ist 3facher Ur-Opa. Die Werkstatt führt er ge- meinsam mit seinem Sohn: "Wir sind ein kleiner Familienbetrieb." Er hängt an sei- ner Arbeit und auch an Ehrenfeld; alle seine Kinder sind hier groß geworden und er hat mitbekommen wie sich das Viertel im Laufe der Jahrzenhnte verändert hat: "Früher war es kölscher hier, dann sind mehr und mehr Ausländer hergezogen, viele Türken. Damals hatte ich auch viele türkische Kunden; die Alten sind zu mir gekommen. Die jungen kommen heute nicht mehr so; die haben ihre eigenen Werkstätten." Karl Ernst kennt seine Nachbarschaft, und sie kennt ihn: 2 Häuser weiter wohnt eine Weltmeisterin, erzählt er mir: "Triathlon, oder so." An der Ecke war mal ein argentinisches Lokal: "Der hat es aber nicht geschafft." Das ist schade, denn Herr Ernst liebt Tango: "Ich bin dem Tango quasi verfallen." Regelmäßig geht er tanzen, auch heute abend noch: "Ich hatte mal einen Kunden, der hat mir davon erzählt. Mit dem war ich auch ein bisschen befreundet, und da hab ich ihn gefragt, ob ich nicht mal mitgehen kann."
Since 50 years Karl Ernst is a self-employed motocar mechanic. Since about 25 years his car-workshop is located in Cologne-Ehrenfeld. He actually just took his bike to go and get a replacement part, but he makes some time for me. Karl ERnst is 75 years old, he's got 4 children and he's a triple great-grandpa. He runs the workshop together with his son: "This is a family-run-shop." He clings to his work and to Ehrenfeld as well; all his children grew up here, and he witnessed the change of the district over years: "Formerly it was more "colognish". Then more and more foreigners moved in; a lot of turkish people. I've had quite some turkish clients; the elders came as clients. But the young ones today don't come anymore; they run their own garages." Karl Ernst knows his neighbourhood, and the neighbourhood knows him. Next door a world champion is living. "Triathlon, or so..." At the next corner used to be an argentinian restaurant: "But they didn't make it." That's too bad, because Mr. Ernst loves tango. "I'm addicted to tango." With regularity he goes out to dance; like tonight for example. "Years ago I had a client who told me about it. We somehow were friends, and so I asked if I possibly could join him once."


Herr Ernst macht extra das große Tor für mich auf. Die Deutschlandfahne habe ich übrigens hier schon mal fotografiert und heute gibt's die Geschichte dazu: "Da hat irgendwer was an unser Tor gesprüht; na, und als die WM im Sommer war haben wir dann einfach die Fahne oben drüber ge- sprüht. Weiter geht's, bitte hier entlang...
Mr. Ernst opens the big gate for me. I took a photo of the sprayed flag before, besides, and today Ihear it's story: "Someone sprayed some letters on our gate, and when the world-cup took place in summer we just sprayed the flag on top." Please follow....

Mittwoch, 3. November 2010

Nachbarschaft





Ich muss mal ein wenig ausholen: gestern nämlich war ich bei einer Buchpräsentation in Wuppertal mit anschließender Podiums- diskussion. "Das war nicht Monaco hier" lautet der Titel des Buches. Stadtplanung, deren Entwicklung und Auswirkung, war die Überschrift des Abends. Dabei hat die Gesprächsrunde dem Thema Nachbarschaft ein erfreulich hohes Maß an Aufmerk- samkeit zuteil werden lassen. Nicht allein der große Wurf des Städtebaus wurde dis- kutiert, sondern der Blick dorthin gerichtet wo der Alltag für den Einzelnen startet oder stattfindet; im unmittelbaren urbanen Umfeld. Das ist ein interessantes Thema, dem ich mich auch hier im Blog demnächst ein wenig widmen möchte.
Aus meiner beruflichen Nachbarschaft sind Petra und Feli - um endlich eine Über- leitung zu wagen. Beide sind freiberufliche Stylisten für Werbung, Foto, Mode; Feli ist außerdem noch DJ. Nun unterscheidet sich die Produktion eines Editorials zwar von der Herstellung eines Films, aber dennoch waren wir recht schnell beim Thema "Verschwinden".
Bitte hier entlang...


Today I start on a tangent; yesterday I visited a book launch with a panel discussion afterwards. The title of the book is "This hasn't been Monaco here", and the topic of the event was city planning and urban construction, including it's development and impact to urban surroundings. The attendees at the panel payed quite some attention to the subject "neighbourhood". Not only the big dimension of urban construction were discussed, but also the direct surroundings of peoples every day routine were considered, and how neighbourhood affects daily life. That's an interesting topic, I think, and I'd like to apply myself to it some time soon.
Petra and Feli belong to my professional neighbourhood - to finally cross the bridge. Both of them work as freelancer stylists for commercials, editorials and fashion; Feli furthermore is a DJ. Although producing an editorial or working on  a film is quite different, we quickly came to the topic of "getting lost."
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