Mittwoch, 30. Juni 2010

Widmung


Ein spezieller Tag braucht auch einen speziellen Post, und deswegen freu ich mich Christian getroffen zu haben dessen T-shirt wieder mal eine typische Echo- Reaktion in mir hervorruft; erst an der nächsten Strassenecke kommt die Bot- schaft wirklich bei mir an. Seine per- sönliche Antwort auf die Frage, die er am Leibe trägt, lautet; "Das bleibt jedem selbst überlassen. Deswegen mag ich das T-shirt auch, weil ich auch nicht immer gleich aussehe." Was mir an der Frage gefällt ist, dass sie durch unterschiedliche Betonungen auch unterschiedliche Be- deutungen bekommt. Die leider kürzlich verstorbene Professorin für Modege- schichte und Modetheorie, Ingrid Loschek, geht in ihrem Buch "Wann ist Mode" übrigens einer der möglichen Verständ- nisrichtungen nach. Weiter gehts...
A special day needs a special Post; and so I'm happy to meet Christian, whose shirt catches my attention in the typical Echo-way; a few moments after seeing him the message finally reaches my mind. His personal reply on the question he wears on his body is; "Anyone may decide himself. That's why I like the shirt so much; I don't look the same everyday, also." What I like about the shirt is, that you can pronounce the question in different ways, getting diffeerent meanings. The, sad to say, recently deceased Professor for Fashionhistory and Fashiontheory, Ingrid Loschek, is following one of the possible ways of understanding in her book: "When is fashion?". Read more...

Montag, 28. Juni 2010

Eingeholt





Mit ihrem Fahrrad und wehendem Rock saust diese Dame auf der anderen Strassenseite flott an mir vorbei.  Zum Glück bin ich selbst  mit dem Rad unter- wegs, aber ich muss ganz schön in die Pedale treten, um sie einzuholen. Heil- praktikerin für Psychotherapie ist sie, und für spontane Begegnungen, zum Beispiel dieser Art, durchaus offen: "Ich find das gut, wenn jemand einfach so fremde Menschen anspricht." Das Gefühl eine Fremde angesprochen zu haben ist, neben- bei bemerkt, allerdings schnell verflogen. Natürlich erzähle ich ihr von den Wellen die die grauen Haare jüngst hier geschlagen haben. Und  ich mache ihr ein Kompliment weil mir ihre, offensichtlich ungefärbten, Haare so besonders gut gefallen. "Ja, das ist nicht immer leicht, nicht zu färben..." sagt sie und lacht. Wirklich wichtig findet sie die Liebe im Leben; "Selbstliebe, Selbstwert...das ist die Grundlage."
With her bike and flowing skirt this lady flys past me on the other side of the road. Luckily I'm on my bike as well, but I have to pedal extremly speedy to catch up with her. She is a natural health professionell for psychotherapy and definitely open- minded enough for spontaneous meetings like ours: "I think it's quite good, if someone aproaches strangers just like that." By the way; after a few moments it doesn't feel like talking to a stranger anymore. Of course I tell her about the grey-hair-topic, which lately created a stir. And I tell her how much I like her, obviously non-dyed grey hair. "Yeah, it's not always easy not to dye..." she says laughingly. As really important in life she considers love; "Self-love and self- esteem...that's the basis."

Sonntag, 27. Juni 2010

Mädchenwahn






Izabella kommt aus Saarbrücken und ein bisschen hört man's auch. Sie ist mit einer halben Wagenladung voll selbstgemachtem und einer Freundin, deren ebenfalls selbstgemachte Kreationen, in der anderen Hälfte Platz gefunden haben, nach Köln zum SuperMarkt gefahren, der, wie schein- bar alles im Moment, im Rahmen der c/o Pop stattgefunden hat. Izabella näht aus Altem Neues; sie recycelt zum Besispiel Hemden, Röcke und alles was ihr an Stoff in die Finger kommen. Es entstehen Taschen, Kissen, Etuis; aus den letzten Resten bastelt sie noch liebevoll kleine Stoffrosetten als Brosche oder Haar- schmuck. Seit bald drei Jahren gibt es ihr Label Mädchenwahn; viel verkauft sie im Internet, und einiges auch in Läden die sie beliefert. Sie tut das alles mit viel Elan und Herzblut, und so gehört ihr ganz persönliches Projekt auch zu den Dingen die ihr wirklich wichtig sind im Leben. Als erste Antwort aber sagt sie: "Familie, und dass es allen gut geht, dass alle gesund sind."
Izabella is from Saarbrücken and her subtle dialect tells it as well. With a half car-load full of selfmade things and a friend, whose also selfmade creations filled the other half, she came to Cologne for the SuperMarket, which, like seemingly everything, was taking place in the context of c/o Pop yesterday. Izabella makes the new from the old; she recycles shirts and skirts and any kind of fabric she finds. So she creates bags, cushions, etuis; and from the smallest offcuts she makes little rosettes as brooches or barrettes. Since almost 3 years she yet runs er little label Mädchenwahn; mostly she sells in the internet, but she aslo supplys some shops. She does all this with a lot of vigor and heart's blood, and so her little shop belongs to the things which are really important to her in life. But her first answer is; "Family; that all is ok with them and everyone is healthy."


Izabella ist, was ihre Kreationen angeht, in guter Gesellschaft; Shops wie Dawanda oder Etsy beherbergen eine Vielzahl kleiner Design-Linien, und es werden immer mehr. Und nicht selten sind es junge Mütter, wie Izabella, die sich so eine Nische schaffen. Hier ein kurzer Post vom StyleSpion über Etsy aus dem Jahr 2006. Mit inzwischen 2 Millionen Mitgliedern ist die Plattform heute internationaler Marktführer.
Izabella is, concerning her design-creations, in good company; shops like Dawanda or Etsy host a bunch of those self-made Design-labels, with still in- creasing tendency. And quite often young mothers, like Izabella, are finding their business niche at those platforms. Here an "Etsy-introducing-post" from StyleSpion from 2006. With now about 2 Million members Etsy is international market leader. 

Donnerstag, 24. Juni 2010

Familienbesuch




Dieser Herr heisst Yusuf und kommt aus dem Südosten der Türkei; aus der Stadt Adiyaman. Dort hat er sein Leben lang Lämmer, Kühe und Schafe auf dem Markt verkauft. Jetzt ist er Rentner und besucht gemeinsam mit seiner Frau seinen Sohn, der in Köln lebt. Seit acht Wochen sind sie schon hier und in wenigen Tagen geht es endlich wieder heimwärts. Wichtig im Leben ist ihm die Gesundheit, und die seiner Kinder, und seine Kinder überhaupt. Das alles erzählt er mir in fließendem türkisch und natürlich verstehe ich kein Wort. Trotzdem sieht er mir fest in die Augen beim reden, und sein Sohn, der dankenswerter Weise hinzukommt, über- setzt. Yusuf sagt, wenn ich mal in die Türkei komme soll ich vorbeischauen; und er erzählt vom Nemrut Dagi, einer his- torischen Grabstätte vor den Toren seiner Stadt, die inzwischen zum Weltkulturerbe gehört. Wie ich ihn in Adiyaman finden kann erzählt er mir allerdings nicht, und so führe ich ihm vor, wie ich, im Falle einer Türkeireise, das Problem zu lösen ge- denke; laut rufe ich seinen Namen in die Strasse hinein. Yusuf lacht; vermutlich denkt er ich hab sie nicht mehr alle.
This mans name is Yusuf and he's from the south-east of Turkey; from the city Adiyaman. There he used to sell lambs, cows and sheeps at the market. Now he is retired and together with his wife he visits his son, who lives in cologne. Since eight weeks they stay here, and in a few days they'll travel back. Health is important to him in life, of his family and of his children; his children are very important anyway. That all he tells me in fluent turkish and of course I don't get even a word. Nevertheless he looks straight into my eyes while he's talking, and his son, who fortunately appears, is translating for me. Yusuf invites me to say hello if I ever travel to Turkey, and he tells me about Nemrut Dagi, a historical gravesite close to his hometown, which belongs to the word cultural heritage. But he doesn't tell me how I could find him in Adiyaman, and so I show him how I'm going to solve this problem; just in case of a trip to Turkey. I shout out his name at the street. Yusufs laughs; he probably thinks I'm daft.



Yusuf's Kleidung ist traditionell typisch für die Region in der er lebt; und könnte für die ein oder andere Pluder- Pump- oder Plumphose Pate gestanden haben, die bei uns derzeit so aktuell sind. Rund 1200 km westlich von Yusufs Heimatort liegt Istanbul, und dort besteht und entwickelt sich eine lebhafte Szener junger Mode- schöpfer. Im November widmet das MAK ihnen eine eigene Ausstellung.
Yusuf's clothes are typically traditional for the area he's living at. And his pants could be the force behind the bloomers and harem pants which are so up to date at the moment. About 1200 km to the west of his hometown is Istanbul, where a vibrant scene of young fashion designer is yet based and keeps developing. In november the MAK is hosting an exhibition about them.

Dienstag, 22. Juni 2010

Silberpink





Auf der anderen Strassenseite sehe ich Sarah entlanglaufen, und denke bei mir dass das aber eine interessante ältere Dame ist. Erst beim zweiten Hinsehen begreife ich, dass sie viel jünger ist als ich zunächst vermutet habe. Vom Trend der grau gefärbten Haare habe ich bisher viel gehört; aber so mitten auf der Strasse hab ich bislang noch keine junge Frau getroffen, die dies so konsequent ins Leben bringt. Sarah selbst sieht die Sache ganz gelassen; zuerst hat sie Robyn mit sehr weißen Haaren gesehen; das gefiel ihr und so kam sie nach und nach zum Grau. Dafür verwendet sie ein Silbergrau-Shampoo; "Das lass ich einfach lange drauf..." Ob sie nun älter aussieht oder nicht ist ihr total egal. Für sie kommt es im Leben darauf an; "...nicht das zu tun, was andere von einem erwarten." Daran hält sie sich, auch wenn das nicht immer leicht ist; "Wenn mir etwas überhaupt nicht gefällt, dann höre ich damit wieder auf. So ist das bei mir; ich habe eine Ausbildung zur Pferdewirtin begonnen, aber das hat mir gar nicht ge- fallen. Also hab ich es beendet." Den Traum mit Pferden zu arbeiten will sie nun anders umsetzen; sie beginnt demnächst ihr Studium; Soziale Arbeit. Damit kann sie später den Weg als Reittherapeutin ein- schlagen.: "Mit Kindern zu arbeiten, oder mit Menschen überhaupt, und mit Tieren, das finde ich sehr reizvoll."
On the other side of the road I spot sarahwalking down the street. And I think to myself what an interestin older lady she is. At second sight I realize that she's much younger than I expected her to be. I've heard a lot about the trend to dye the hair grey; but yet I didn't meet a girl which puts it into practice so consequently. Sarah herself stays calm; first she saw Robyn with white hair and she liked that so much that she copied it. Step by step she changed even to gray; therefore she uses a silver-gray-shampoo, which she keeps in her hair for a long time. If she looks older or if she doesn't; she wouldn't mind. To her in life is important ; "...not to do what you are expected to." She does so even if it isn't always easy; "When I really don't like anything I just stop doing it: I'm just like that. I started to become a fully qualified groom. But I thought it was horrible; so I quit." Her dream to work with horses may come true anyway; soon she will start to study; social work. By doing so she can run another path; therapeutical horse riding: To work with children, or generally with humans, and with animals, that's very exciting I think."



Montag, 21. Juni 2010

Heimspiel





Noch vor ein paar Tagen hab ich hier geschrieben, dass ich nicht viel am Hut hab mit Fußball. Das stimmt nicht so ganz; denn trotzdem gucke ich, gerade die WM, sehr gerne. Deswegen auch mal ganz im entsprechenden Jargon; Nach der Ausstell- ung ist vor der Ausstellung. Genauer gesagt sogar sehr kurz danach und ganz kurz davor: Mittwoch ab 17 Uhr geht's los, diesmal richtig mit Vernissage und allem Zipp und Zapp, und ich bin auch vor Ort. Im Rahmen der c/o Pop, ich erwähnte es bereits, findet das Popdesignfestival statt, und zwar in Ehrenfeld. Und da, ihr lieben, bin ich zo hus, und erklärte Lokalpatriotin obendrein. So freue ich mich auf meinen 5tägigen Einzug in die Herrenbude, respektive rock-it-baby und ihr seid auf's herzlichste eingeladen vorbeiszuschauen. Danach könnt ihr dann in aller Ruhe zum Deutschlandspiel abzockeln.
Die Öffnungszeiten und die genaue Adresse gibt's bitte hier entlang; und Sonntag ist dann Finissage; von 14-18 Uhr, mit Kaffee und Kuchen.
Meine Gastgeber Sabine Berndt und Achim Schmitz- und ich erst recht - freuen uns schon mal tüchtig auf euch.
A few days ago I wrote that I would'nt care too much about soccer. Well, it's not that easy; although the fact is true I enjoy watching the games very much, esp. the world cup. So, to quote a (german) saying: After the exhibition is before the exhibition. And to be exact; it's very close after and right before it. On wednesday at 5 pm the vernissage is taking place; this time with all the trimmings; and I will be there too. In the context of, I mentioned it before, the c/o Pop the popdesignfestival will occur for the first time, placed in Cologne-Ehrenfeld. And there, dear readers, is my home, and I'm a declared local area patriot. So I'm looking forward to my '5-day-moving-in' to Herrenbude res. rock-it-baby, and all of you are cordially invited to join the club. After that you may walk off and watch the next soccer game; Germany against Ghana.
The opening times and the full adress can be found this way, and on sunday, from 2 pm on, till 6 pm we'll celebtare a finissage with coffee and cake.
My hosts Sabine Berndt and Achim Schmitz, and me myself anyway, will be very delighted to welcome you.

Cilgin





Cenk habe ich schon mal fotografiert; zusammen mit seinen beiden Freunden Dino und Volcan. Damals hat er mir von der Sendung erzählt, die er inzwischen mo- deriert, und mich quasi vorab schon mal eingeladen sein Studiogast zu sein. Am Samstag war nun der große Tag; eine Stunde lang hab ich ihm in der Sendung Cilgin im Funkhaus Europa mit Kopfhörern auf den Ohren gegenübergestanden.Wer die 3 ausgekoppelten Gesprächsteile gerne hören möchte; bitte hier. Viel gelernt hab ich wieder; zum einen weiß ich nun dass es dem Moderator vertraglich verboten ist vor der Sendung Fahrstuhl zu fahren. Zum anderen hat Cenk mir live und on air beigebracht den namen Cagri richtig auszusprechen. Der junge Mann um den es geht ist übrigens hier zu finden. Nach der Sendung habe ich den Spieß natürlich umgedreht und Cenk fotografiert. Auf die Frage was ihm im Leben gerade wirklich wichtig ist hat er diesmal "Glückseligkeit" geantwortet. Was genau er damit meint wollte ich von ihm wissen; "Zufriedenheit, Gesundheit, Geld." "Geld?" frage ich zurück, "viel Geld oder genug Geld?" "Genug Geld."
Übrigens wurde ich gebeten in die Sendung ein Gastgeschenk mitzubringen, das dort verlost wurde. Ich habe 3 Einwegkameras (ja...Asche auf mein Haupt...) mit- gebracht und einen kleinen Fotowett- bewerb ausgerufen. Das Ergebnis gibt's im Juli...
I took a picture of Cenk before; together with his friends Dino and Volcan. He already told me back then from the radio show which he's now moderating, and kind of pre-invited me to be his studio-guest. On saturday all this became real; I spent one hour together with Cenk; with earphones on my head in his show called "Cilgin" from Funkhaus Europa. Who is interested in listening to the 3 talking parts; only in german of course; here you go. Again I learned a lot; I know now that it's contractually forbidden to the anchorman to use the elevator before the show. And Cenk teached me live and on air how to pronounce the name Cagri correctly. Besides, here is the young man who's name is Cagri. After the show of course I turned the table and took aphoto of Cenk, asking him again whats really important to him in life. "Felicitousness" he this time replied. I asked him to specify; "Contentedness, health, money. " "Money?" I asked. "Much money or enough money?" "Enough money."
Firthermor I was asked to bring a gift to the show, to raffle it off. So I brought 3 one-way-cameras (yeah...name and shame me...) and called out a little photo-challenge. The results will be published in july...

Sonntag, 20. Juni 2010

Endrunde


Heute folgt der letzte Teil meiner kleinen Bilderschau von le bloc. Los gehts mit Yana, die hier vor ihrem eigenen Bild in der anders-anziehen Ausstellung steht; wettfotografiert von mir und ihrem Freund. Wie schon erwähnt habe ich ja nicht nur ausgestellt sondern auch tüchtig fotografiert. Bilder gegen Bilder lautete das Motto; und einige der entstandenen Bilder kann man nun in einem Album auf der Facebook-Seite von Veltins sehen. Und hier gibt's auch noch ein paar;
Today my little online exhibition of the le bloc pictures will find it's end. But here are some more; let's start with Yana, standing in front of her own picture at the offline echibition of anders-anziehen; I had a little photograph-battle with her friend; taking pictures of her. Like mentioned before I didn't only exhibit, but also took a looot of pictures during the day; photos for photos was the motto, and now you can find some an album at the Veltins facebook-account. And a few here;




Das ist Sally, die selbst allerschönste Fotos macht und deren Ausstellung "Stadt- geschichten" noch bis Ende Juni im Regalladen in der Brüsselerstrasse zu sehen sind. Lohnt sich unbedingt!
...und noch ein paar...hier entlang...
This is Sally, who takes wonderful photos herself. Her exhibition "Tales of a city" can be seen till end of june at the Ragalladen at Brüsselerstrasse. It really is worth seeing it!
and some more...this way please..




Samstag, 19. Juni 2010

Luft an die Sache lassen...




Mike studiert auf Lehramt; Deutsch und Biologie. Lehrer ist er also noch nicht; trotzdem arbeitet er aber schon als Ho- norarkraft an einer Schule mit Ganz- tagsunterricht. "Da dauert ein Schultag nun länger, aber mehr Lehrer werden nicht eingestellt. Der Mehrbedarf wird mit studentischen Honorarkräften abgedeckt." Mike erzählt dass seine Schule " richtig sozialer Brennpunkt ist." Deswegen sei auch das Vermitteln von Wissen fast zweit- rangig; genau wie diese und diese Lehrerin sieht er die Hauptaufgabe der unter- richtenden eher im zwischenmenschlichen Bereich. Auf meine Frage was ihm im Leben wichtig ist, antwortet er; "...glücklich sein". Diese Antwort ist nicht unbedingt ungewöhnlich; sein Zusatz aller- dings schon: "...und dann alle 2 Jahre über- prüfen, ob man auch glücklich ist." Mike findet dass man auf diese Weise neue Dinge auf die Bahn bringen kann, ihnen genügend Zeit gibt und nach 2 Jahren eben entscheiden kann ob alles richtig ist und gut, oder ob man lieber etwas verändern möchte.
Mike studies to become a teacher; german and biology. So he isn' a teacher yet, but he is already engaged as a helper on fee basis at a full-time school: "There the schoolday lasts longer since the all-day system was established, but no extra teachers were hired. The greater need of teaching staff is covered by students." Mike tells me that the schol he's working at is in a deprived area. For that reason he , like this and this teacher before, thinks that to equip the students with knowledge is of secondary rank; much more important are the interpersonal relationships. On my question what to his mind is really important in life, he replys: "...to be lucky." This isn't a very extraordinary answer, but his additional statement is; "...and then every two years one can check if he is lucky. In so doing you can break new grounds, giving yourself enough time for developing things, and then you can check if everything is working fine, or if you want to change things again."

Freitag, 18. Juni 2010

"Wichtig is' auf'm Platz"





Es gibt so Begegnungen die machen einfach gute Laune. Juvena zu treffen gehört auf jeden Fall dazu. Sie ist gerade auf dem Weg zum Training; Fußball spielt sie schon seit 9 Jahren, aber erst seit kurzem bei Vorwärts Spoho. Davor war sie beim FC Köln in der zweiten Mannschaft, aber irgendwie war ihr nach einem Wechsel. Auch wenn es unmodern sein mag; mit Fußball habe ich nicht viel am Hut. Ich versteh die Regeln nicht, mir tun immer die Verlierer leid, und selber spielen wär schon überhaupt nichts für mich. Des- halb hab ich großen Respekt vor Juvena, die unerschrocken auf den Platz geht; sie spielt im Mittelfeld. Ich lerne dass jeder Bundesligaverein nun auch eine Frauen- mannschaft haben muss, und werde daran erinnert dass nächstes Jahr die WM der Fußballfrauen ist. Den Film Kick it like Beckham hat sie natürlich gesehen, im Gegensatz zu mir, die lediglich den Titel kennt; "Es haben immer wieder Freunde zu mir gesagt; 'Mensch das ist doch deine Lebensgeschichte, die da verfilmt wurde'." und mir dämmert dunkel, dass in der Hauptrolle auch eine Inderin zu sehen war: "Die war aber Hinduistin und musste gegen den Widerstand ihrer Eltern kämpfen. Das ist bei mir anders; zum einen bin ich Christin, zum anderen haben meine Eltern mich immer unterstützt." Juvena studiert Sozialarbeit, wie sie sagt, und möchte später auf jeden Fall mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
There are some meetings which really leave me cheerful. To meet Juvena definitely is one of those. She's on her way to the training; she plays soccer since nine years; since a short while at the Vorwärts-Spoho-club. Before she played at the second team of FC Cologne, but the she felt it was time for a change. Even if it may not be very modern; I don't care too much about it. I never understand the rules; I always feel sorry for the losers; and finally not to talk about playing myself. So I do have lots of respect for Juvena who bravely enters the soccer ground. Her position is at the center field. She tells me that each Bundesliga-club is asked to run it's own women team, and she reminds me of the womens world-cup next year. Of course she has seen the movie "Bend it like Beckham", in opposite to me, who only knows the title. "Friends of mine always told me 'That is excactly the story of your life." and I vaguely remember that an indian women was playing the leading part. "But she was hindu, and she had to fight against the resistance of her parents. That' different in my life; on one hand I'm christian, and on the other hand my parents always gave me great support." Juvena studies social work, like she calls it, and she plans to concentrate on child- and youth-work later.



Geboren ist Juvena übrigens in Deutschland. Die Wurzeln ihrer Familie liegen aber in Südindien: in Kerala, einem wunderschönen Land in Südindien. So un- gefähr alle 2 Jahre reist sie dorthin für ein paar Wochen und besucht die Familie. Tausend und eine Frage könnte ich ihr stellen; nicht nur weil mich so viel in- teressiert an ihr, sondern auch weil sie eine tolle Stimme hat. Es ist einfach schön ihr zuzuhören. Im Leben ist ihr Gesundheit sehr wichtig, sagt sie mit einem Blick der als ernst verstanden werden könnte. Mein Eindruck ist jedoch dass Wertschätzung darin liegt; der Gesundheit gegenüber. "...und Zufriedenheit." fügt sie hinzu. "Ich bin sowieso eher ein zufriedener Mensch, und ich wünsche mir das ich so bleibe."
Meinen laienhaften Blick auf den Ballsport im allgemeinen und speziellen mag man am obigen Bild ablesen, das ich neulich auf dem Markt gemacht habe.
Juvena was born in germany, besides. But her family roots are in Kerala, a beautiful country in south india. Every two yeras or so she travels to india for a couple of weeks, visiting her family. Thousand and one questions cross my mind; not only because I'm well interested in her. But she has such a nice voice as wll; it's just wonderful listening to her. In life she thinks health is important, and she says it with a look which could be named serious. But my impression is that appreciation is the better word; to cherish health. "...and contentment." she adds. "I'm the contented type anyway, and I wish I will stay like this."
My amateurish view on playing ball in general and playing soccer in particular may be deduced from the picture above, which I took a few days ago at the market.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Siebgedruckt





Weiter geht's mit meiner kleinen le bloc Nachlese; und noch immer gilt: viel ge- redet hab ich nicht an diesem Tag, zumindest nicht unbedingt viel wieder- gabewürdiges. Aber getroffen habe ich so einige; auch Béla war schon hier im Blog zu sehen. Wenn wir auch beide einen Moment gebraucht haben um uns zu erkennen. Das geschah dafür dann aber gleichzeitig, nachdem wir uns gegenseitig erst ein bisschen schief gemustert haben. Wie damals schon erwähnt ist Béla Mit- begründer des Come-together Projektes, und die haben am Samstag bei le bloc im Innenhof der Stadtrevue T-shirts bedruckt. Da hat Béla nun nicht ganz unmittelbar mit zu tun; soll heißen, es sind nicht seine Hände die da den Farbspachtel schieben. Aber weil er immerhin daneben stand und ich eine Passion fürs Handwerk habe, nun also eine kleine Bilderreihe mit dem Titel: "Ein Siebdruck entsteht." Nach dem sozialkritischen Hintergrund des Konsum- wagen-Aufdruckes habe ich nicht gefragt, mutmaße aber feinen Hintersinn und ohnehin nur das Allerbeste.
Well, I go on with my le blog pickings; and still I have to concede that I didn't talk to much at that day; at least not much which is worth to echo. But I met one or two; Béla is one of my blog-residents, although we both needed a moment to remember. So that finally happened synchronously, after eyeballing us for a little while. Like I mentioned in the post befor Bèla is one of the founders of the come-together-project, and they offered a shirt-print-event during le bloc on saturday at the court-yard of the StadtRevue-magazine. Although Bèla wasn't directly involved in this; meaning that those hands are not his, which press the color-scraper. But for the reason that he stood right beside it, and that I'm fond of handcraft; here is my little picture stream, titled: "A screen-print comes up". I didn't ask for the socio-critical implication of the shopping-cart; but I assume a deeper meaning and just the best anyway.



...und hier die Fortsetzung...

Nachschlag; hier noch ein schönes, unter- haltsames Siebdruck-Video, empfohlen von Carmen; Danke!!
...all this is continued here...

Edit; here you find an interesting and entertaining screen-ptint-video, suggested by Carmen; thanks!!

Mittwoch, 16. Juni 2010

Nachlese


Heute mal wieder ein Post der aus der Reihe tanzt; hier kommen nun ein paar Bilder vom le bloc Tag, an dem ich ja nicht nur meine Bilder ausgestellt habe, sondern auch mit der Kamera unterwegs war. Auf diese Weise habe ich Ariane kennen- gelernt, die seit kurzem gemeinsam mit Freundin Athenea das Blog Clusterprinzip schreibt. Da gibts übrigens auch was über meine kleine, feine Ausstellung zu lesen...
One more post today stepping out of line; here some photos of the le bloc day, at which I not only opened up my little exhibition, but walked around with my camera as well. So I got to know Ariane, which runs the Clusterprinzip together with her friend Athenea since a short while. There, besides, my exhibition is friendly mentioned...



Ich habe im Verlaufe des Tages auch den einen oder anderen Blogbewohner ge- troffen; diesen famos gekleideten Herren gab's hier schon mal zu sehen. Für wirkliche Gespräche hat mir allerdings nicht nur die Zeit sondern auch die Ruhe gefehlt, deswegen werden die Bilder heute nur von ganz kurzen Texten begleitet.
During the day I met some of my wonderful blog residents; like this well dressed guy, who can be seen here as well. Unfortunately I didn't have the time or the serenity for long-talks; so today the photos are accompanied only with a few words.



Kate ist eine Blogbewohnerin der ersten Stunde; und darüberhinaus hat sie freund- licherweise auch für ein Weilchen die "Museumswache" übernommen.
Kate is one of the "first-hour" residents of this blog, and moreover she was friendly enough to keep an eye on my little blog-museum.

Dienstag, 15. Juni 2010

Szenenwechsel





Nach so viel Mode und Design am Wochenende bei le blog bin ich noch immer dabei die Bilderflut zu sichten, die dort entstanden ist. Und bevor ich davon auch hier ein paar veröffentliche, ist mir doch deutlich danach den Blick zu parallelen Realitäten schweifen zu lassen, und da sehe ich Herrn W.; auch Hans genannt. Der lebt nämlich ebenfalls im belgischen Viertel, und zwar schon ganz schön lange. Wenngleich er eigentlich Badenser ist, was man am Dialekt sofort erkennt, gehört sein Herz nach Köln, so sagt er. Vor über 30 Jahren ist er hergezogen, und hat in diversen Berufen gearbeitet. Gelernt hat er Klempner, aber gearbeitet hat er meist als Kellner; "Ich war auch als Lagerist beschäftigt, und als Getränkelieferant; aber meistens war ich in der Gastronomie; das hat mir immer Spaß gemacht." Heute arbeitet er nicht mehr, und als ich ihn anspreche steht er gerade so da, und lauscht und guckt. Er ist ausgesprochen freundlich und herzlich, und erzählt mir dass er im Leben immer neugierig war, und offen. "Es ist wichtig, dass man sich für seine Mitmenschen interessiert, auch wenn die vielleicht ganz anders sind. Aber einfach nur so selbstbezogen sein... das funktioniert nicht."
After a lot of fashion and design at the weekend during le bloc I'm still busy sifting the volume of phots I took. And before I'm going to publish some of them here as well I definitely feel like changing the perspective a bit; to parallel realities. And so I see Mister W. ; called Hans. He also lives at the belgian quarter, and since quite a long time yet. Although he is from Baden, which can be easily recognized by hia accent, his heart belongs to cologne, he tells me. About 30 years ago he moved to cologne, and he has worked in different occupations. He learned to be a plumber, but mostly he worked as a waiter; "I also was a warehauseman and a beverage deliverer; but most of the time I worked in the gastronomy; I always liked that a lot." Today he's retired, and when I approach him he just stands there; looking araound and listening. He is very friendly and sincere, and he tells me that he always used to be a cuirious and open minded man; "I think it's important to be interested in the people around you, even if the might be totally different. To be only self-referred...that doesn't work."

Sonntag, 13. Juni 2010

Budenzauber...


lautete der Ausruf beim Ehrenwort diese Woche; um genau zu sein durfte ich sogar selbst ausrufen diesmal. Das freut mich natürlich und hier also mein Beitrag in allerkürzester Kürze. Ich hab nämlich Geburtstag und der Erdbeerkuchen ruft mich...
Jamboree was the word of the week at Ehrenwort-blog this week. And to be exact; I myself actually was the one who was asked to call it out. That's a pleasure of course, and so this is, for the sake of brevity, my contribution; because it's my birthday today and the strawberry cake is waiting yet...

Samstag, 12. Juni 2010

Männermöbel





Ali kommt mir auf seinem kleinen Roller entgegengesaust und verschwindet blitz- schnell im Supermarkt. Wer so schnell da hinein verschwindet, kommt auch genauso schnell wieder raus, denke ich mir. Und richtig; um ein Haar entkommet er mir sogar fast auf seinem Rückweg. Er freut sich, dass ich ihn fotografieren möchte und erzählt mir gut gelaunt, dass er früher mal gemodelt hat; Für Kenzo zum Beispiel, aber da war ich noch jung... und schlank." sagt er und lacht. Ali ist Innenarchitekt und soeben hat er ein Geschäft eröffnet; 'Gentlemen Interieur.' Das heißt nicht, dass es dort nichts für Frauen gibt; "...aber dass ich keine Laura Ashley Tapeten im Angebot hab." und wieder lacht er. Überhaupt ist er ein fröhlicher Mensch, wie mir scheint, und ich bin erstaunt, dass er auf allen Bildern die ich mache ernst aussieht. Weil sein Laden direkt um die Ecke ist, begleite ich ihn dorthin, und weiß nun, dass ich wohl auch ein Gentleman bin; eben in Gestalt einer Frau. Er verkauft wunderschöne Klassiker aus unterschied- lichen Jahrzehnten - vom Stuhl bis zur Lampe. Am wichtigsten im Leben findet Ali die Liebe. Schon auch die zwischen den Mneschen, aber ganz eigentlich meint er damit die LiebeLiebe.
Ali passes my way in lightning speed with his scooter, and enters the supermarket. Who disappears so quickly at the door will come out of it again with the same speed, I guess. And right; within an inch he almost escapes on his way back. He likes the idea that I take a picture of him and tells me that he used to model a bit in earlier days; "But then I was young... and thin." he says laughingly. Ali is an interior designer and he just opened up his own store; 'Gentlemen Interior'. That doesn't mean he won't sell to women; "but it means that I don't offer Laura Asley stuff." and he laughs again. He anyway seems to be a cheerful man, and I'm surprised that he looks so serious on all the pictures I take of him. Because his shop is right around the corner I accompany him, and now I know that I must be a gentleman as well; in the form of a woman. He sells wonderful classical furniture from different decades. The most important thing in life to Ali is love. The love between humans of course too; but he actually is talking about the lovelove.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Gipsarm





So erstaunlich es scheinen mag; erst zuhause fällt mir Kim's verbundener Arm so richtig auf. Dabei erzählt er mir, dass er gerade vom Sport kommt, und natürlich wüßte ich nun gerne welche Sorte Sport das wohl ist, die er als Versehrter tapfer ausübt. Dass er Sozialpädagogik studiert verrät er mir auch, und ich frage ihn welche Richtung er damit gerne ein- schlagen möchte; "Bewährungshilfe würde mich interessieren. In dem Bereich hab ich mal ein Praktikum gemacht, und das fand ich wirklich interessant." Für Kim ist im Leben wichtig glücklich zu sein; "..und dass man im reinen mit seinen Freunden ist, mit seiner Familie und mit sich selbst. So materielle Dinge - tolles Auto und so - das ist für mich nicht so von Bedeutung."

Nachschlag; Kim hat mir eine mail geschrieben in der er mich gebeten hat die Überschrift zu ändern, weil er sich nicht recht wohgelfühlt hat damit. Das tu ich hiermit also ... Leider weiss ich nun aber noch immer nichts über die Sportart...
Even if it must sound amazing; I first entirely realise Kim's arm bandage at home. And for the reason that he tells me that he just comes from his work out, now I'm curious and would like to ask what kind of work out that is, which he bravely keeps doing although he's kind of disabled. Furthermore he tells me that he studies social pedagogy, and I ask him in which subject area he would like to work later: "I'd like to be a prabation officer; I once was a trainee in this field and I think it's really interesting work." To Kim life is about being happy:"...and that you are in peace with your friends, and with your family and yourself. All these material things - a big car and all that - doesn't mean much to me."

Edit; Kim sent me an email and asked if I possibly could change the headline, because he didn't feel so well with it. And so I changed it of course. Unfortunately I still don't know anything about his sports...

Mittwoch, 9. Juni 2010

Moonshine





Jaqee kommt mir mit beschwingtem Schritt entgegen und weil sie sieht dass ich sie sehe sieht sie mich auch. Und wo wir uns nun schon so schön in die Augen sehen spreche ich sie natürlich an. Sie kommt aus Schweden, sagt sie; "also eigentlich aus Uganda, aber jetzt lebe ich in Schweden." In Köln ist sie nur kurz; sie ist Sängerin, und zum einen ist ihr Platten- label hier und zum anderen hatte sie gerade einen Live-Gig im Funkhaus Europa mit einem befreundeten Musikprojekt; den Koala Desperados. Und wie auf's Stichwort stehen die auch sofort neben uns. Ob ich sie im Netz finden kann frage ich sie; sie lacht und nickt, und als ich später nach- sehe finde ich meine Frage auch lustig. Bei you tube gibt es eine Vielzahl Videos von ihr, und ich habe einfach mal 2 raus- gepickt; Karma und White Rabbit, weil der weiße Hase neulich hier schon mal Thema war. Und wem das noch nicht reicht; hier gibt's ein Interview mit Jaqee. Auf meine Lieblingsfrage antwortet sie, dass ihr Verbindung mit anderen wichtig ist; "Gute Freunde zu haben, mit denen man so sein kann wie man wirklich ist, die einen genau so akzeptieren." Sie liebt ihren Beruf, und auch das Reisen, auch wenn sie es nicht immer leicht findet: "Ich versuche mich auf die Orte, in denen ich bin, einzutunen. Wenn das gelingt ist es gut, wenn nicht... dann kann es hart sein."
Jaqee comes my way with dynamic gait and for the reason that she realizes me looking at her, she looks at me as well. And as we yet started looking at each other I approach her of course. She's from sweden, she says; "Well natively I'm from Uganda, but I live in sweden now." She's only for a few days in cologne; she is a singer and for one thing her label is located here and for another thing she had a live gig at Funkhaus Europa, a radio station, with the Koala desperados, a music project she is inolved in. And right on cue these guys stand beside us immediately. If I can find her in the internet, I ask her, and she laughs and nods. Later, looking for her at google, I also think it's a funny question. At you tube you find a huge number of her videos, and I picked out just 2 of them; Karma and White Rabbit, because this song was mentioned before here already. And for those who want even more; here is an interview with Jaqee. On my favorite question she replys that relationship is really important to her; "Having good friend, who loke you the way you are, who really accept you, that means a lot to me." She loves her profession, and travelling around, although it isn't always easy; "I try to tune into the places I visit. If that works it's fine. If not... it can be rough."



Morgen ist Jaqee übrigens in Frankfurt und Freitag in Berlin zu sehen. Und weil's so schön war mit ihr hier noch ein Video zu "Moonshine" und ein weiteres Bild, hier entlang...
Tomorrow Jaqee will perform in Frankfurt and on friday in Berlin. And because it was so nice meeting her now one more video: Moonshine and one more photo; this way...

Dienstag, 8. Juni 2010

Rund ums Jahr...





Diese Dame habe ich bereits vor ein paar Tagen fotografiert, und heute habe ich sie zufällig wiedergetroffen. So hatten wir, diesmal beide ohne Begleitung, erneut Gelegenheit ein wenig zu sprechen. Früher hat sie als Direktrice in der Damen- konfektion gearbeitet und dann über das Kölner Schauspielhaus auch die historische Schnitterstellung gelernt. Ihr Beruf hat ihr immer viel Freude gemacht, und deswegen arbeitet sie auch heute noch mit einer Modedesignerin zusammen, für die sie Musterkollektionen vorbereitet. Dabei geht es ihr nicht ums Geld verdienen, sondern wirklich um den Spaß dabei. Auf meine Frage worauf es im Leben ankommt antwortet sie; "Ich habe in meinem Leben einige Höhen und echte Tiefen erlebt, und ich glaube das hat meinen Blick für das Glück geschärft; ich habe gelernt be- wusster zu leben, die schönen Momente auch tatsächlich zu genießen." Bald hat sie einen runden Geburtstag, und dafür hat sie sich etwas tolles ausgedacht; sie feiert einfach das ganze Jahr hindurch. Das hat sie in einer Einladung verkündet, und nun darf jeder antworten wann er gerne mit ihr gemeinsam ihren Geburtstag verbringen möchte. Und ich freue mich dass ich heute auch eine solche Einladung versprochen bekommen habe...
I met this lady a couple of days ago and took some pictures of her then. Today I met her again, by coincidence, and for the reason that we both were without conmpany this time, we had the chance to talk for a while again. In earlier days she used to be a constructer for the cuts for womens clothes. Then she learned how to do historical wardrobe also at the cologne theatre. Even today she still works together with a designer, preparing the sample collection; not for earning money, but just for the fun of it. On my question what life is about, to her mind, she replys; "I've experienced some ups and real downs, and I think that sharpened my conscious- ness for realising happiness. I learned to really enjoy the beautiful moments."
Soon she will have a decadal birthday and therefore she planned something extra- ordinary; she celebrates it during the whole year. All her friends have got an invitation which announces the one-year celebration, and so everyone may choose his own date for the special day with her. And I'm glad to have the honor to get such an invitation as well...

und nun....


...mal was in ganz eigener Sache; liebe Freunde der Strassenfotografie! Damit es mir nur ja nicht langweilig wird bin ich auf die freundliche und erfreuliche Einladung der Stadt-Revue, bzw. von le bloc eingegangen, dort im Rahmen der gleich- namigen Veranstaltung erstmalig eine Ausstellung meiner Bilder zu zeigen. Und als wäre das allein nicht schon aufregend genug werde ich am 12. Juni obendrein auch noch dort fotografieren. Die Bilder gibt es dann abends im Stadt-Revue-Innenhof an die Wand gebeamt zu sehen. Mehr zu le bloc gibt's hier, aber eines kann ich schon mal verraten; das gesamte belgische Viertel nimmt gerade Anlauf um sich am Samstag zu präsentieren und ein Fest zu feiern.
Die Ausstellung findet übrigens in der Antwerpenerstrasse statt; Wein Ronni Hoffmann stellt einen leeren Raum mit schönen weissen Wänden zur Verfügung, in dem ein paar meiner Blog-Bewohner für einen Tag lang eine kurze Heimstatt finden werden.
And now...to change the subject for a moment; dear friends of street-photo- graphy! In order that I possibly never get bored I accepted the friendly and pleasing invitation of the Stadt-Revue magazine, res. "le bloc", to stage my first exhibition within the le bloc festival. And as if that wasn't exciting enough yet, I also will take pictures during the day. Those photos will be projected onto the wall of the Stadt-Revue courtyard at night-time. More informations about le bloc can be found here, but I can announce one thing yet; the whole belgian quarter is taking a run-up at the moment, to present itself on saturday and to celebrate a huge party.
The exhibition by the way is taking place at the Antwerpenerstrasse; Ronni Hoffmanns Wine-store offered me a nice and empty room with white walls, where some of my blog-residents will find a transitory home for one day.



So eine Ausstellung zu organisieren ist keine Kleinigkeit, wie ich momentan die Gnade habe feststellen zu dürfen. Mal ab- gesehen von jeder Menge Arbeit und Organisation bin ich schon so manches mal, bevorzugt nachts im Dunkeln, in den zweifelhaften Genuss gekommen dem Fi- nanz-Teufel ins Antlitz blicken zu müssen. Ohne auf Erfahrungen zurückgreifen zu können habe ich mich eines Tages vor einer Kostenaufstellung wiedergefunden, die mir die Farbe aus dem Gesicht hat weichen lassen. Um so erfreulicher also, dass ich, unterstützt von der Stadt-Revue, eine Kooperation mit einem freundlichen jungen Mann von Veltins, einem der Haupt- sponsoren von le bloc, eingegangen bin, die da lautet: Bilder gegen Bilder. Meine Bilder kann ich dank dieser Vereinbarung nun offline präsentieren, und im Gegenzug fotografiere ich "le bloc" für Veltins. Darüberhinaus will ich auch nicht ver- schweigen, dass Foto Gregor mir freund- licherweise Rabatt gewährt, so dass am Ende des Tages mit etwas Glück nur eine sehr kleine rote Zahl unter dem Strich stehen wird.
Alles in allem ist der 12 Juni ein großer Tag in meinem jungen Blog-Leben, und lang ist er nicht mehr hin...
To arrange an exhibition is definitely no littleness for me, as I have the rewarding chance to experience in these days. To say nothing about a lot of work and organisation, I again and again had the dubious honor to stare in the face of the finance-devil, preferentially during the dark. Without the possibility of harking back to any experiences, I found myself in front of a calculation of costs one day, which caused me to turn white. For that reason it's even better that I'm now in the happy position of being supported. With the help of Stadt-Revue magazine a gracious young man of Veltins, one of the headsponsors of le bloc, and I made an agreement which means: photos for photos. So I can show my pictures offline now, and in reverse I will photograph "le bloc" for Veltins. Furthermore I don't want to conceal that Foto Gregor kindlyly is granting me a discount, so that possibly at the end of the day only a small amount has to be written with red ink.
All in all this will be a great day in my young blogger life, and it's not long until then...

Montag, 7. Juni 2010

Double take





Aus den Augenwinkeln und im vorbeifahren sehe ich diesen Herrn auf der Bank sitzen und seine Pfeife rauchen. Als sein Bild in meinem Kopf endlich richtig angekommen ist muss ich erst mal umkehren und ein Stück zurückfahren. Er kommt aus Baden, was man am Dialekt auch hören kann, und ist zu Besuch in Köln. Früher war er Richter und sein Gebiet war die Wirtschaft. Nun ist er 78 und genießt das Leben. Meinen Beruf und auch den Blog findet er sehr in- teressant: "Ich liebe Mode und meine Kleidung suche ich gut aus. Manchmal lasse ich mir auch etwas schneidern." sagt er und hebt zur Unterstreichung die Brauen. Dafür, so erzählt er mir, fährt er aber ein altes Auto;"...das steht sowieso viel rum, da brauch ich nix besonderes." Für sein Leben wünscht er sich, und zwar schon sehr lange, dass er keinen Krieg mehr erleben muss: "Ich war 13 als der Krieg zu Ende war, und über mir sind 2 Häuser eingestürzt... " sagt er und hält einen Moment inne. "Und Gesundheit wünsch ich mir, für mich und meine Frau. Und um den Euro mache ich mir Sorgen."
Die Krawatte hat er übrigens im vorbei- gehen in einem Schaufenster gesehen; "...dann bin ich zurückgegangen, weil mir die Farben so gut gefallen haben." Und, ja, ich darf das alles schreiben; "Meine Frau wird sicher nichts dagegen haben." sagt er und schmunzelt.
Out of the tail of my eyes, and in passing I see this man sitting on the bench, smoking his pipe. As his picture reaches my brain finally I have to turn around and drive my way back. He's from Baden, which easily can be recognized by his dialect, and he visits cologne. Formerly he also used to sit on a bench; he has been a judge, with the subject economy. Now he's 78 and these days he just enjoys his life. He's well interested in my profession and in my blog as well; "You know, I'm quite fond of fashion and I love to choose my clothes well. And I have some custom-made clothes." he says, raising his brows to point that out. In return he drives an old car; "It's in the garage most of the time anyway, so I don't need nothing special." For his live he wishes never to witness a war again: "I was 13 when the war was over, and 2 houses fell down over my head..." he says and pauses for a moment. "And I wish for health, for me and my wife. And I'm worried about the euro."
The tie, besides, caught his attention while he was passing by a shop window, and he went back because he liked the colors so much. And yes; I may write all that; "My wife won't have no objections for sure." he says with a smile.

Sonntag, 6. Juni 2010

Manchmal...


...muss man mal 'ne Pause machen und einfach nur in den Himmel gucken. Besonders wenn das Wetter so schön ist wie an diesem Wochenende. Und deswegen hab ich genau das gemacht, und in den Himmel geguckt; und auch nach innen; ist ja auch 'ne feine Sache. Und wie mir scheint war ich damit in guter Gesell- schaft; allüberall habe ich Menschen gesehen, die sich vielleicht nicht unbedingt alle nach oben aber doch nach draußen orientiert haben. In welche Richtung habt ihr geguckt, oder euch begeben, an diesem sommerlichen Wochenende? Das würde mich mal interessieren; und morgen, am Montag, geht's hier dann munter weiter.
Die Dame auf dem Bild hat mir übrigens trotz Eile schnell Modell gestanden, und auch sie hat den Moment zur Pause werden lassen wie es scheint. Leider haben wir keine Sprache gefunden, die wir beide sprechen, und so weiss ich nichts von ihr persönlich zu berichten. Trotzdem eine schöne Begegnung...
Sometimes one needs to take a break, just to have the opportunity to get lost in the sky. Especially if the weather is as fine as it is this weekend. And so that's excactly what I did;I looked into the sky. And also inside, another interesting perspective. I guess I haven't been the only one; all over the place I saw people, maybe not all of them oriented upwards, but definitely outwards. So, which direction did you choose for this summery weekend? That would very well interest me, and tomorrow, on monday, all this here will be continued.
The lady at the photo, besides, has been a patient model although she was in a hurry, and it seems that she also seized the moment for a break. Unfortunately we didn't find a language we both were able to understand, and so I can't tell anything personal from her. But it was a nice and calm meeting anyway...

Freitag, 4. Juni 2010

Tanzfuchs





Barbara ist Tänzerin und Choreographin und dankenswerter Weise irrt sie gerade suchend durch die Strassen; so habe ich Gelegenheit sie anzusprechen und kann ihr obendrein noch beim Adresse finden helfen. Auf ihrer Website kann man ihren höchst interessanten Werdegang nachver- folgen; zB. war sie 3 Jahre Mitglied in der Compagnie von Frey Faust, einem Vollblut- tänzer, den einmal zu erleben ich nur jedem ans Herz legen kann. Mit 4 Kolleginnen hat Barbara das Choreo- graphen-Netzwerk Barnes Crossing gegrün- det, dass seine Heimat in der ehemaligen Wachsfabrik hat. So ist ein lebendiger Ort mit Veranstaltungen, Workshops und jeder Menge Netzwerk-Potential entstanden. Auf meine Frage was ihr im Leben wichtig ist antwortet Barbara; "Erfüllung. Das zu tun was man möchte, was einem wirklich Spaß macht. Ich habe einen tollen Beruf in dem ich mich ausdrücken kann, ich habe eine Tochter...das alles ist erfüllend." Ihre Sommer-Mütze hat sie übrigens selbst gemacht, und nein; die Stiefel sind ihr nicht zu warm.
Barbara is a dancer and choreograph, and lucky me; she walks lost through the district, looking for a street. So I can not only appraoch her, but also help her finding the place. On her website you may find an impressing résumé; for three years she has been a member of the Frey Faust compagnie for example, a thoroughbred-dancer who is more than worth seeing him perfom. With 4 colleagues Barbara founded a choreographer-network; Barnes Crossing, which is located at the old wax-factory. It's a vibrant place offering work-shops, trainings, plays and a lot of possibilities to network. On my question what's really important to her in life, she replys: "To be fulfilled. To do, what you really want to do, what you really like. I have a wonderful job, which gives me the opportunity to express myself, I have a daughter; all that truly is fulfilling." Her summer-hat besides is selfmade by her, and no, the boots are not too warm.