Donnerstag, 29. April 2010

Gut und böse





Es ist keineswegs so, dass ich stets unvor- eingenommen auf die Menschen zugehe, die ich anspreche. Das Konservative reizt mich selten oder aber ruft Skepsis in mir hervor. Dieser korrekt gekleidete Herr ist Pensionär und ehemaliger Bankdirektor. Es ist Samstag Mittag als ich ihn anspreche und ich frage mich, und dann ihn, was er wohl gerade vorhat. Er hat aber gar nichts besonderes vor, sondern achtet einfach immer sehr auf ein gepflegtes Erschein- ungsbild wie er sagt: "Ich bin nicht der sportliche Typ in Jeans." Wichtig ist ihm im Leben die Rückbesinnung auf Werte. Damit fühlt er sich aber relativ alleine; "Ich glaube an das Gute im Menschen und möchte einen respektvollen und wert- schätzenden Umgang mit anderen." Die sexuellen Missbrauchsfälle der Kirche beschäftigen ihn ebenso sehr wie die durch Gier verursachte Finanzkrise, und er legt Wert auf die Feststellung, dass nicht alle Banker gewissenlos sind. Ich erlebe einen bedachten, nachdenklichen und sehr höflichen Mann.

Ich bin allenfalls interessierter Laie auf dem Gebiet der Philosophie. Aber ob der Mensch an sich nun gut oder böse ist beschäftigt seit jeher die Gemüter, und auch mich. Aristoteles sprach vom Zoon Politikon und wenn ich so im Wikipedia-Schnellabriss die Lehre von Rousseau nach- lese, macht mich seine Aussage neu- gierig; der "Mensch ist böse, eine trau- rige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut; ich glaube es nachgwiesen zu haben.." Einen lesenswerten Bericht über einen modernen und eindeutigen Optimisten zum Thema gibt es in der Zeit; "Professor Teddybär" wird er dort zynisch tituliert.
I'm definitely not always unbiased in approaching the people I ask for a picture. Conservatism doesn't attract me very much or I'm even getting sceptical. This correctly and well dressed mister is a retired director of a bank. It's saturday at noon when I meet him and I ask myself, and afterwards him, where he's heading at. But he isn't out for anything special, he simply always takes care of a well-groomed appearance. "I'm not the sporty type, wearing jeans." he says. Important in life is to his mind a return to traditional values. But he feels quite alone with this desire. "I believe in the good in man and I like to have a respectful and appreciative contact with others. The cases of the clerical sexual abuse occupy him as much as the financial crisis, caused by avarice. He accentuates the matter of fact that not all bankers are unscrupulous. I witness a prudent, thoughtful and very polite men.

I'm surely not more than an interested amateur in philosophy. But the question wheter man are basically good or evil keeps minds busily engaged all along, mine as well. Aristotle spoke about the zoon politicon and if I read the brief wikipedia version of Rousseaus theory I'm caught by the quote, that "man are evil; a sad and enduring experience needs no proof for this, though; man are basically good; I believe that I found the attest." A contemporary optimist concerning this subject is Dacher Keltner, who carries on researching how the good is deep-seated in the human body.

Scheibenwelt





Nina ist so schön durcheinander angezogen dass ich neugierig werde. Ich frage sie wie sie ihre Kleidung zusammenstellt und ernte erst mal ein Schulterzucken. "Also ich mag das Kleid wegen den Ornamenten und der Rest ist dann so dazugekommen.. Der Schal ist weil ich Halsschmerzen habe" sagt sie heiser und etwas ratlos, als wüßte sie nicht genau was für eine spektakuläre Antwort ich wohl erwarte. Sie mixt einfach so zusammen was ihr gefällt und ich bekomme das Wort 'unbekümmert' nicht mehr aus dem Kopf. Nina studiert Kultur- wirt; damit kann sie später kulturelles auf wirtschaftlichem Hintergrund organisie- ren. Im Leben sind ihr "Katzen und Bücher wichtig." sagt sie und lacht. "Ja... Gesundheit, Familie und so will ich jetzt nicht antworten.."
Sie liest gern Shakespeare und Terry Pratchett, und ich muss gestehen dass ich von Pratchetts Scheibenweltromanen bis- her nur gehört habe. Ich bekomme aber einen anschaulichen Kurzeinblick und Nina schafft es mein Interesse zu wecken.
Nina is dressed in such a nice mixed -up-style that I'm getting curious. I ask her how she combines her clothes and first she looks at me with a shrug; "Well, I liked the dress because of it's ornaments and the rest just came along somehow... The scarf is because of sore throat" she replys hoarsely a bit baffled, like she doesn't know what kind of spectacular answer I expect from her. She just mixes whatever she likes and the word "blithe" crosses my mind and stays. Nina studies cultural and business studies; so she can organise cultural events later, based on an economical background. In life she considers "Cats and books important" she says and laughs: "I don't want to answer health and family and all that.."
She likes to read Shakespeare and Terry Pratchett, and I have to admit that I only heard of his Discworld novels before. But I get an impressive outline and my interest is aroused now.

Dienstag, 27. April 2010

Die Griechin





Von dieser Frau hatte ich schon gehört bevor ich sie heute das erste Mal getroffen habe. "Die sitzt da immer vor'm Haus auf einem Stuhl und strickt." wurde mir erzählt und immer mal wieder bin ich also abge- bogen und extra durch ihre Strasse ge- fahren. Heute hatte ich endlich Glück. Ihr Name ist Angelica und sie ist Griechin. Sie prüft mich sehr genau, bevor ich sie fo- tografieren darf, und stellt mir viele Fragen. Meine Haarfarbe scheint sie zu inspirieren und nacheinander übersetzt sie mir alle erdenklichen Haarfarben ins griechische. Dann sind die Auto- und Häuserfarben dran, und ich spreche auf- merksam alles nach. Das scheint ihr Spaß zu machen, und gerade als ich überlege ob sie mich ein bisschen veralbern möchte soll ich raten wie alt sie ist; "..aber ohne höflich!" sagt sie, und sieht mich mit einem Blick an der mir verrät dass sie genau aufpasst. Anschliessend rät sie mein Alter und beide liegen wir daneben.
I've heard of this woman before I finally today met her the first time. "She's always sitting in front of her house, knitting." I was told, and so from time to time I picked my way along her street. Today I was lucky. Her name is Angelica and she's greek. She kind of examines me before she allows me to take a picture of her, asking me a lot of questions. My haircolor seems to inspire her, and in succession she translates all conseivable haircolors into greek. Then she proceeds to the colors of the houses and cars, and I repeat everything attentively. That seems to be fun to her, and at the moment I start to consider if she's kidding at me a bit, she asks me to guess her age; "...but don't be polite!" she says, and looks at me that I'm sure she really means it. Then she makes a guess on my age, and both of us are wrong.



Angelica ist 1922 geboren und in den 60er Jahren nach Deutschland gekommen. Sie ist ursprünglich aus Korfu, wo sie auch jedes Jahr hinfährt. Nur dies Jahr nicht: "Da hab ich keine Lust." Der Pulli den sie strickt ist dem den sie trägt sehr ähnlich. Auch die Strickjacke und die Strümpfe sind selbstgestrickt. In Griechenland spinnt sie sogar die Wolle selbst, aber da macht sie dann Decken draus. Sie liest gern und viel, strickt und freut sich über die Sonne. Im Leben ist wichtig zu leben sagt sie: "Noch bin ich nicht tot!" Beim Abschied singt sie mit griechischer Stimme ein griechisches Lied "Adio Grezia..." und lächelt.
Angelica was born in 1922 and came to germany in the late 60ies. She's formerly fom Corfu, where she's travelling to every year. Only this year she won't; "I'm not in the mood to.." The jumper she`s knitting is quite similar to the one she wears. She also made the cardigan and the stockings herself. In Greek she even spins the wool herself, but thereof she makes blankets. She loves to read and does it a lot, like kintting as well and she's happy about the sun. In life it's important to live she says: "I'm not dead yet!" As we wave good bye she sings a greek song with her greek voice; "Adio Grecia..." and smiles.

Input





Leonardo hat einiges zu erzählen; er arbeitet als Baumpfleger, hat Umwelt- technik studiert, ist halber Peruaner und Vater einer kleinen Tochter. Er klettert gern, und überhaupt ist Sport ihm lieb und teuer. Das ist auch was wichtig ist für ihn:"...dass genug Zeit zum Klettern ist; also Freizeit." Er klettert drinnen und draußen, und ich lerne den Begriff bouldern kennen. Seine Mütze und die Kette sind aus Peru und Chile, wo er gerade ein halbes Jahr verbracht hat; mit Frau und Tochter hat er im Rahmen eines ASA- Programmes an einer Art Entwicklungs- hilfeprojekt mitgearbeitet. "ASA ist ein Netzwerk das weltweit Projekte und Initiativen verbindet und sich für eine nachhaltige und sozial gerechte globale Entwicklung einsetzt." lese ich auf deren Homepage, die ich hier gerne besonders hervorheben möchte. Leonardo erzählt schnell und stichwortreich; immer neue Thementüren bieten sich an. Ich bin beeindruckt von soviel Input, und freue mich, dass ich die Kleinfamilie auf ihren Fahrrädern so hatnäckig verfolgt habe.
Leonardo has a lot to tell; he works as an arborist, has studied environmental engeneering, is half peruvian and father of a little daughter. He likes climbing and generally sport means a lot to him. That's what's important to him; "...that there is enough time to climb; time off." He climbs indoor and outdoor, and I learn what bouldering is. His cap and the necklace are from Peru and Chile, where he recently spent six month. Together with his wife and his child he participated on kind of a development aid project in context of the ASA-programme. "ASA is a network, which worldwide connects projects and initiatives to support a sustainable global development with social justice" I read at their homepage, which I would like to recommend. Leonardo speaks fast and full of keywords; continually new topics are being offered. I'm impressed by so much input, and glad that I successfully kept following this small family on their bikes.

Sonntag, 25. April 2010

Fille de France





Anna ist Französin. Sie kommt aus Toulouse und arbeitet für ein Jahr in Köln als Lehrerin an einem Gymnasium. Sie freut sich dass ich sie fotografieren möchte; "Meine Schwester findet es nämlich ganz schrecklich wie ich mich anziehe!" sagt sie lachend. Sie macht sich gar nicht so viele Gedanken um ihre Kleidung und kauft auch nicht oft ein. Auf eine unbekümmerte Weise scheint Kleidung einfach zu 'passieren'. Gerade war sie in der Türkei, wo ihr Freund im Rahmen des Erasmus-Programmes ein Jahr lang studiert. Und da sind ihr irgendwie rapide die Klamotten ausgegangen. Also hat sie schnell was gekauft, und einiges davon ist hier auf dem Bild zu sehen. Müde sei sie, sagt Anna, denn sie ist gerade erst, später als geplant, wiedergekommen; der Vulkan hat mitgemischt. Sie selbst hat auch ein Erasmus-Jahr hinter sich, damals war sie in Tübingen. Auf der Erasmus Guide-Seite kann man übrigens ganz interessante Erfahrungsberichte sortiert nach Ländern lesen. Worauf es ihr im Leben ankommt:"Oh, wenn du mich heute fragst; Liebe...Beziehung." sagt sie mit wunderschönem Akzent, und fügt bedauernd hinzu, dass sie ihren Freund momentan einfach sehr selten sieht.
Anna is french. She's from Toulouse and is working in cologne for a year as a teacher on a secondary school. She's excited that I want to take a photo of her; "My sister actually thinks the way I dress myself is awful." she says and laughs. She doesn't take too much care of clothes and she isn't a shopping-girl at all. In an easygoing way wardrobe just seems to 'happen'. Today she came back from Turkey, where she has been visiting her boyfriend, who is studying there in the context of an Erasmus-programme. While she was there she dramatically ran out of wardrobe, so she quickly went to buy some things. And some of these clothes she's wearing on the photo. She's tired, Anne says. She just arrived, later than she'd planned to; the volcano interfered. She as well made an 'Erasmus-year', she was in Tübingen at that time. At iAgora.com you find interesting experience-reports, sorted by countrys. What's life about:" If you ask me today; Love, relationship..." she replys with charmful accent, and adds regretful that she simply does'nt see her boyfriend very often in these month.

Samstag, 24. April 2010

Mobilmachung








Üblicherweise sehe ich zuerst den Menschen den ich um ein Foto bitte, und erfahre im Gespräch ein wenig mehr. In diesem Fall ist die Reihenfolge eine andere; im Barthonia-Forum läuft derzeit die Gemeinschafts-Ausstellung "I know it when I see it". Dort habe ich fasziniert die Koffer-Objektinstallationen von Stefan Zöllner bewundert. Sein Projekt "Mobil- machung", dass inzwischen seit 5 Jahren besteht, beinhaltet eine Vielzahl unter- schiedlicher, bisweilen skurriler Koffer; in allen befinden sich, bestens verstaut, Ge- genstände, die teilweise schwer zu- zuordnen oder zu identifizieren sind. Als ich den schwarz gekleideten Mann mit der Kamera neugierig frage wieso er denn so systematisch fotografiert, lerne ich erfreut den Künstler selbst kennen. Der ist mo- mentan zwar mächtig übermüdet, gibt mir aber doch eine kleine Einführung in sein Werk. Angefangen hat es mit großen Koffern, in denen alles durcheinander war; auf dem unteren Bild sieht man Teile davon. Die Dinge dürfen sich hier ausbreiten; quasi aus den Koffern raus- fliegen. Noch bis Sonntag läuft die Ausstellung, abends immer mit Musik- programm.
Usually first I see the people I ask for a picture, and then I get to know some details about them. In this special case it went the other way around; at the Barthonia-Forum an group display is taking place, titled "I know it when I see it". There I sighted the fascinating installations of objects in cases by Stefan Zöllner. His project "Mobilization", which already lasts since 5 years, includes a variety of different, partially quirky cases. All are filled with items, often hard to identify or to attribute, and all very well stowed. When I asked the black dressed man for which reason he's taking photos so methodically, I come to know the artist himself. At the moment he's quite overtired, because he had a lot of work with the exhibition. But anyway I obtain a little introduction in his work. It all began with big cases, in which he collected unsorted things. On the picture below you can see parts of this; the items may spread themself out, like flying away. Until Sunday the exhibition is going on; with music-programme at night.

Freitag, 23. April 2010

Limitless





Viele der Menschen die ich um ein Foto bitte stimmen zu; die meisten möchten gerne genau wissen wofür ich das mache und alle fragen wo es zu finden sein wird. Manche würden sich zwar fotografieren lassen, möchten aber nicht ins Internet. Einige lehnen ab, und sehr wenige sind dabei unfreundlich oder ignorieren mich gar demonstrativ. Erst ein Mal wurde ich beschimpft (und dann sogar bedroht).
Warren gehört zur ersten Gruppe; toppt aber doch jede bisher erlebte Zustimmung: Er möchte gar nicht wissen wofür ich das Foto mache. Als ich zur Erklärung ansetze unterbricht er mich sogar; "Make a photo whatever you want it for.." sagt er, und das mag ruppig klingen, ist es aber nicht. Er sieht mich dabei derart verbindlich und wohlwollend an, dass ich ganz baff bin. Er ist Künstler, besucht die Art Cologne, lebt in Berlin und LA und seine Mütze ist aus New York. "To do whatever you want to do...", darauf kommt's im Leben an, sagt er.
Many people I ask for a photo agree; most of them want to know what I do it for and everyone asks where it will be shown. Some of them would let me take a picture, but does'nt want to end up in the internet. Some refuse and very less do it in an unpolite way or ignore me demonstratively. Only one time I was insulted (and even threatened).
Warren belongs to the first group; but he even betters any yet experienced agreement. He does'nt want to know what I shoot the photo for. He actually interrupts me as I start explaining it; "Make a photo whatever you want it for..."he says. And if this may sound rough; it's not. He looks at me in such an obliging and benignly way, that I'm quite gobsmacked. He's an artist visiting the Art Cologne, lives in Berlin and and LA, and his cap is from New York. "To do, whatever you wanna do..." that's what life's about, he says.

Donnerstag, 22. April 2010

Fenster auf





Als ich Serkan anspreche ist er grade am frühstücken; Kaffetrinkend geht er ver- sonnen die Strasse entlang und isst dabei ein Panini. War wohl spät gestern abend... Dass ich ihn störe stört ihn überhaupt nicht; er frühstückt entspannt weiter. Das Foto machen wir als er fertig ist, erstmal reden wir ein bisschen. Serkan studiert Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Medienwissenschaften in Aachen. Da fährt er immer mit dem Zug hin, was er gar nicht so schlecht findet, weil er die Fahrt gut nutzen kann. Trotzdem wäre er eigentlich lieber an einer Uni, wo man sich nicht gleich so auf ein Gebiet festlegen muss, aber da hat er eben keinen Stu- dienplatz bekommen.
At the moment I approach serkan he's busy with breakfast. Drinking a coffee and eating a Panini he walks lost in thoughts down the road. Must have been late last night... That I disturb him doesn't disturb him at all; he continues relaxed. First we talk a little, and we don't take the picture until he's finished with breakfast. Serkan studies Communication-design with a focus on media-science in Aachen, closed to cologne. He goes there by train, and in a way he likes that, because he can make use of the time during the ride. Anyway he'd rather study at a school which does'nt demand to choose a special subject so early. But he did'nt get a place on a school like that.




Mein Projekt interessiert ihn und er er- zählt, dass er "...so kleine Videos macht, und Fotos mach ich auch...aber'n bisschen anders..." Ob man seine Sachen sehen kann irgendwo, frage ich ihn. "Ja, neu- lich...da hatte ich ne Ausstellung." sagt er und amüsiert sich; "Als die Kölner Passagen waren; hab ich bei mir zuhause gemacht. Ich wohn im Erdgeschoß, und ich hab ein- fach alle meine privaten Sachen wegge- räumt und die Fenster aufgemacht...war super.." Das kann ich mir vorstellen; bei den Passagen finden an einigen unge- wöhnlichen Orten Ausstellungen statt. Draussen hängen immer Banner, und so kommt man kreuz und quer durch die Viertel. Also warum nicht einfach mit- machen? Im Leben geht's für Serkan da- rum, dass man Spaß hat, und alles nicht so schwer nimmt.
Serkan is interested in my blog-project and tells me that he makes "...these little videos, and I do photography as well...but in a different way..." If there is any place to see his work, I ask him. "Yeah, the other week I had an exhibition." he says and is tickled; "During the 'Cologne Passagen'; it took place at my home. I live on the ground floor; I tidied away all my private stuff and opened up all the windows. That was fun!" I can imagine this; at the Passagen there are a lot of exhibitions at unusual places. There are always banners outside, and so you criss-cross the districts. So why not just participate? Life is about having fun for Serkan, to take things easy.

Mittwoch, 21. April 2010

Beste Zeit





Gesa studiert Design an der KISD, und ich muss sagen ich werde immer neugieriger auf diese Schule; habe ich doch bereits einige Male ihre Studenten fotografiert. Den ersten und leichtesten Zugang findet man als Außenstehender über den KISD-shop, der definitiv einen Besuch wert ist. Direkt davor treffe ich auch Gesa, und teile ihr wenig originell mit, dass ihr Aussehen mich an Alice im Wunderland denken lässt. So häufig sie das hört, so wenig ist es beabsichtigt. Sie hat einfach unheimlich Spaß am 'sich kleiden', und wenn Besuch kommt zeigt sie immer gerne erst mal ihr Kleider-Schätze. "Das mach' ich wirklich!" sagt sie und lacht. "Dabei gebe ich gar nicht so viel Geld aus; das geht auch günstig." Bei der Frage worauf es ankommt im Leben wird sie schon ernster; diese Frage stellt sie sich momentan nämlich selbst auch häufig. "Irgendwie denke ich immer, ich bin jetzt jung, und das soll doch die beste Zeit sein im Leben; da frag ich mich, ob ich die auch richtig nutze, und das beste draus mache..."
Gesa studies Design at the KISD, and I have to admit that I get more and more curious about this school; by now I took the one or other picture of it's students. The first and easiest way to find out more is the KISD-shop, which definitely is worth a visit. Just outside the shop I approach Gesa, telling her quite unoriginally that her outfit reminds me on Alice in wonderland. As often as she hears this, as less it's her intention. She just has a lot of fun in getting dressed, and when there are visitors at her place she first likes to show all her wardrobe-treasures. "I really do so!" she says laughingly. "Although I don't spend too much money on it; it's possible to keep it affordable:" My question what's most important in her life makes her ponder and she's getting quite serious; that's what she thinks about a lot at the moment: "I always consider, being young is supposed to be the best time in my life, and I keep wondering whether I make the most of it, if I make enough use of it..."



Und Gesa möge mir verzeihen, aber beim weitergehen muss ich an ein weißes Kaninchen denken, und deswegen gibt's hier noch White Rabbit von Jefferson Airplane, psychedelisch bunt und in stereo. Letzteres war 1967 nicht unbedingt selbst- verständlich.
Die Illustrationen zu Lewis Carrolls Ge- schichte von John Tenniel aus dem Jahre 1865 gibts hier zu sehen, und eine ganz wunderbare und ausfühliche Zusammen- stellung verschiedener Künstler findet man bei Bedtimestories, Kapitel eins :"Down in the rabbit-hole"
And Gesa may excuse me please, but while walking away I have to think on a white rabbit. For this reason you find the song of Jefferson Airplane below, psychedelically colorful and stereo. The latter was'nt yet common at 1967.
The illustrations for Lewis Carrolls story by John Tenniel from 1865 can be seen here, and a wonderful variety of multiple artists is put together at bedtimestories. Chapter one: "Down in the rabbit-hole"

Dienstag, 20. April 2010

...to be alone





Li sagt dass sie Sandrina heißt. Sie kommt aus China und ist gerade auf Geschäfts- reise in Köln. Sie arbeitet für ein großes Telekommunikationsunternehmen und weil sie soviel mit Europäern zu tun hat braucht sie einen "professional name", wie sie mir erklärt, und da hat sie sich Sandrina ausgesucht. Natürlich reden wir englisch und die Verständigung ist wegen unserer, gegenseitig schwer verständlichen, Aus- sprache ziemlich lustig. So brauche ich recht lange bis ich begreife wer sich den schönen Mantel ausgedacht hat; "Pollsmi!" Da nützt auch schnelles, mehrfaches Wie- derholen nicht viel, aber schließlich fällt der Groschen bei mir. Die Frage was ihr wichtig ist im Leben klappt reibungslos: "Sich um Familie und Freunde kümmern." Ich frage noch "Do you like cologne?" aber sie antwortet auf "Do you like to be alone?", was ja eigentlich noch inter- essanter ist; Ja, sie ist gerne alleine. Da ist man nur mit sich selbst im Gespräch, und denkt über alles nach, und das findet sie existentiell wichtig.
Li tells me her name is Sandrina. She's from China and on a business-trip in cologne. She works for a huge telecommunication-company and for the reason that she has much contact to european people she needed a professional name, she explains. So she choosed Sandrina. Of course we talk in english, and because of our personal pronounciation, which is hard to understand for each other, our little talk is quite funny. I need several trys to get where the coat is from; "Pollsmi!" quick and multiple repetition does'nt really help, but at last the penny dropped. My question what's important to her in life works trouble-free;" To take care about family and friends." Then I ask "Do you like cologne?" but she replys to "Do you like to be alone?" which is the better question in a way. Yes, she likes to be alone. Then you discuss things only with yourself, and you can think about anything, and thats of existentially importance, she thinks.

Montag, 19. April 2010

Differenzierung





Zuerst fällt Marc mir auf, weil er einerseits ziellos wirkt und sich andererseits hoch- konzentriert den Platz anschaut, auf dem er mit seinem Fahhrad steht. Ich frage mich ob er Tourist ist, obwohl er wiederum gar nicht so wirkt. Marc ist Kameramann, Fotograf und Filmemacher. Aktuell dreht er einen Langfilm als Kameramann; üblich- erweise sind die Filme und Spots die er dreht aber nicht fiktional und auch kürzer. Marc schöpft aus einem breiten Inter- essenspektrum und so engagiert er über die neuesten technischen Entwicklungen im Bereich Kamera und Fotografie zu be- richten weiß, so vehement äußert er sein Interesse an Kunst und Kultur.
"Differenzierung" sagt er, "das ist wichtig. Punkt. Das ist Kultur."
Marc hat einen Kurzfilm über die Künstlerin Rosemarie Trockel gedreht, Karl Lagerfeld und Eva Herzigova beim Champagner- Event begleitet, und Malcolm McLaren in einer Werbung ins Bild gesetzt. Und das finde ich nun besonders interessant; auf Arte kam gerade "The radical gardener" von Hermann Vaske, in dem der kürzlich verstorbene Gründer der Sex Pistols sich über Werbung, Kunst und Radikalität äußert. Ein sehr sehenswerter Film, in dem sogar Jonathan Meese, dessen Künstler-Attitude ich kontrovers gegenüberstehe, Bonmots von sich gibt, die ich unter- schreiben würde. Noch bis Samstag im Netz zu sehen.
Der schöne Pullover ist übrigens von Dries van Noten.
First Marc catches my attention because on one hand he seems to be directionless, and on the other hand he's highly concentrated in sighting the place he's at. I ask myself whether he's a tourist, although he does'nt appear like one. Marc is a camera-man, photographer and film maker. At the moment he's busy with a fiction-drama, but usually he works on shorter, mostly non-fiction stuff. He has a wide spread of interests and as he's able to talk about the newest developments in camera and photo- graphy, he also emphasizes his interest in art and culture. "Differentiation", he says, "thats important. Period. That's culture."

Marc filmed a documentation about the artist Rosemarie Trockel, accompanied Karl Lagerfeld and Eva Herzigova at a champagne-event, and shot a commercial with Malcolm McLaren. And that I think is really intersting; the other night arte showed "The radical gardener", a film by Hermann Vaske, in which the former manager of the Sex Pistols, who died lately, talks about art, commercials and radicalism. It's a film well worth seeing, and even Jonathan Meese, an artist I have quite controverse thoughts about, says some witticisms I do affirm. Till saturday available here.
Besides, the nice sweater is from Dries van Noten.

Sonntag, 18. April 2010

Vorbeigesaust





Yana saust mit ihrem Fahrrad an mir vorbei, und obwohl ich sie nur von hinten sehen kann überrasche ich mich selbst und höre wie ich "Heh...hallo...entschuldigung" rufe und ihr drei Schritte nachhechte. Und was ein Glück; sie hält tatsächlich an. Sie kommt grade vom Sport und fährt jetzt heim, um noch dies und das vorzubereiten, denn ihr Vater hat heute Geburtstag und das wird gefeiert. Und so wie sie das erzählt wird das wohl richtig entspannt werden. Yana studiert Zahnmedizin und ich höre ihr zwar gebannt zu, begreife aber nicht dass eine zukünftige Zahnärztin vor mir steht: "Aha, dann machst du später Zähne..." sage ich hilflos, als hätte ich von diesem Beruf niemals zuvor gehört. Yana lächelt, nickt und schweigt höflich. Wichtig ist für sie, "..dass man das was man tut auch richtig gerne macht."
Yana flys past me with her bike, and although I just see her backside I surprise myself and hear me calling; "Heh...hallo...excuse me..." while I run a few steps after her. And lucky me; she pulls up. She has been at the gym and is on her way home now, where she will fix this and that. It's her fathers birthday today, and they will celebrate it. The way she tells about it sounds like it's going to be a really relaxed day. Yana studies dental medicine, and although I listen mindfully I don't comprehend that she is a future dentist: "I see, so you will make teeth..." I say awkwardly, like I've never heard about this profession before. Yana smiles and nods, and politely keeps silent. In life is important to her; "...that you really like to do the things you do."

Samstag, 17. April 2010

Keine halben Sachen...





Wie der Zufall so spielt ist mir heute ein brombeerfarbener Cordkinderwagen über den Weg gelaufen. Diesmal war aber nicht der Vater, sondern die Mutter damit un- terwegs, die ich sogleich auch um ein Foto gebeten habe. Und was mir gestern beim schreiben schon durch den Kopf ging habe ich heute nachgeholt; die Rubrik Junge Mütter. Der Vollständigkeit halber... Und wenn ich demnächst den Kinderwagen mit beiden Elternteilen an mir vorbeizockeln sehe, dann werd ich wieder ein Foto machen, und dann ist wirklich alles kom- plett. Kathrin heißt die junge Mutter; Emilia ist 5 Monate alt, erfahre ich heute, und wieder werfe ich einen Blick auf das schlafende Baby.
Dieser freundliche Herr ziert meine Blog- visitenkarte, und Christian war gestern schon ganz angetan von seiner schönen Häkelmütze. "Ich hab Freunde, die machen so ähnliche Mützen; Makrelenwolle heißen die", hat er mir gestern erzählt, und Kathrin verrät mir heute, dass die Mütze ihm so gut gefällt, dass sie sie nun nach- häkeln soll. Die möcht ich dann aber bitte auch fotografieren...
As life goes today a bordeaux-colored baby-carriage crossed my way. This time it wasn't the father who was out with it, but the mother. Of course I asked her for a photo as well. And I did what came across my mind yesterday while I was writing the post; I established the category Young mothers; for the sake of completeness... And if I ever will meet both of them with their baby-carriage, I sure will take a picture again. And then everything is together entirely. Kathrin is the young mothers name; Emilia is 5 months old I learn today, and again I cast a glance at the sleeping baby.
On one side of my blog-card is the picture of this friendly man. Christian yesterday was enthralled about his nice cap: "Friends of mine do caps like this; Makrelenwolle is their companys name." he told me. Today Kathrin says that he asked her to crochet one like this for him. I definitely want to take a picture of that as well, if it's done!

Freitag, 16. April 2010

Ehrenfelder Jungs








Ja, ich denke eine neue Rubrik ist nun geboren; Junge Väter. Hier, rechts im Bild, steht Christian, Vater von Emilia. Die liegt schlafend im bordeauxfarbenen Cord- kinderwagen, "... nach dem wir auch lange gesucht haben...also meine Freundin..." Götz und Christian studieren beide, und auf die Frage worum es geht im Leben, antwortet nach einigem Zögern Götz als erster: "...na, dass man 'ne Aufgabe hat im Leben, die einem wichtig ist." Christian antwortet erst mal gar nicht und sagt dann "Nee, nicht für mich.." und so wie er das sagt denke ich, er will die Frage "nicht für sich", hier so mitten auf der Straße, noch dazu von einer fremden. Aber dann kommt doch seine Antwort:" Dass man das beste aus allem macht, und das was man macht auch einfach genießt; ist alles halb so wild..."
Yeah, I think a new category is born now; young fathers. Here, on the right, Christian is standing, father of Emilia, who lays sleeping in the bordeaux-colored baby-carriage "which we long sought after...well..my girfriend did..." Götz and Christian both are studying, and on my question what's their life about Götz is the one who answers first:"...well, to have some purpose for oneself, which is important." Christian doesn't answer for a while and then he says "No, not for me.", and the way he says that makes me think, that he won't reply on this question from some foreign person in the middle of the street. But then finally he says; "...that one makes the best of everything, and to enjoy things and life; it's not so bad at all!"

Donnerstag, 15. April 2010

"Der Handwerker"





Also Handwerk ist mir einfach sympathisch. Und gelebte, getragene Arbeitskleidung fasziniert mich; echter gekleidet zu sein geht ja kaum. Olaf ist Schreiner und auf seinem kurzen Weg zwischen Werkstatt und Sägehalle sehe ich ihn von weitem die Strasse entlang gehen. Ich warte geduldig ab bis er den Rückweg antritt. Wieder jemand den ich von der Arbeit abhalte, aber diesmal frage ich doch schnell was in seinem Leben wichtig ist; "Gute Frage..." ist die Antwort; "im Moment meine kleine Tochter, die seit 7 Monaten auf der Welt ist. Da hat sich viel geändert seitdem..."
Vielleicht ist es Olaf's Tweedkappe die mich sofort an ein Foto von August Sander erinnert, an den ich wiederum nun hier erinnern möchte. Mit seiner Serie Menschen des 20.Jahrhunderts hat er nicht nur Fotogeschichte geschrieben, sondern ist auch der Pionier der Streetfotografie. Auf der Documenta 11 von 2002 hat Fiona Tan mit ihrem Projekt "Countenance" zeitgenössiche Portraits präsentiert, die sich ausdrücklich auf Sanders Werk beziehen. Und ich habe damals gefühlt stundenlang auf der Holzbank gegenüber der Leinwand gesessen, abgetaucht in die Video-Slideshow: Menschen und Gesichter.
Trade is simply likeable to me. And used looking and well-worn workwear keeps fascinating me. To be dressed more genuine is hardly possible. Olaf is a carpenter and on his short way from the workshop to the space with the sawing machine I spot him as he walks along the street. Patiently I wait until he's on his way back. Although he's again someone I keep away from work I ask my favorite question; "What is your life about?" "Good question..." he replys, "at the moment it's my little daughter, who came into the world seven month ago. A lot has changed since then..."
Maybe it's the tweed-cap of Olaf, which reminds me on a photo of August Sander, on whom now I want to remember. With his series of 'people of the 20. century' he did'nt only make photohistory, but also is the pioneer of street-photography. At the documenta 11 from 2002 Fiona Tan presented contemporary portraits with her project "Countenance", which was explicitly related to Sanders oeuvre. And I remember me sitting for hours on the wooden bench in front of the screen, disappearing in the video-slideshow; people and faces.

"Alles Leben ist Begegnung"





In einem Moment in dem ich grad der Welt ein bisschen böse bin, sehe ich wie Anne aus dem Bahnhof kommt. Während ich mein Fahrrad abschliesse geht sie singsummend und schwungvoll an mir vor- bei, und hebt ein Fahrrad auf. Dann geht sie weiter. Wie, denke ich, das ist also gar nicht ihr Rad? Sie hebt einfach irgendein Rad vom Boden auf, vor dem Bahnhof auch noch, an einem so anonymen Ort?!
Anne ist Schauspielerin und trägt gern rot und das "...ist schon sehr lange so". Derzeit spielt sie in Würzburg im Pflege- heimdrama "Verzeihung ihr Alten" eine greisenhafte Sängerin. Bei Bayern2 gibt es einen hörenswerten Bericht darüber. Demnächst kann man sie an ihrem Weill- Abend beim Sommerblut-Festival erleben. "Alles Leben ist Begegnung" sagt sie mit Martin Buber, "darauf kommt es an... oder sollte es zumindest." Sie spricht mit den Händen und den Augen, und wundert sich lachend darüber, dass sie sich von mir fotografieren lässt.
In a moment when I'm a bit mad at the world I see Anne coming out of the train station. While I lock my bike I watch her crossing my way, sing-humming and with an energetic gait. She lifts up a bike, and then she walks away. Ooh, I think to myself, this wasn't even her bike. She just lifts up a bike of anyone, in front of the train station; at such an anonymous place.
Anne is an actress and she likes to wear red; "...since quite a while yet." At the moment she plays an old and senile singer in the nursing-home-drama "Pardon, you elders" in Würzburg. At Bayern2 Radio you can hear an interesting report about the play, of course in german. In may Anne will be performing a Weill-Night during the Sommerblut-Festival. "Live is encounter" she says, quoting Martin Buber, "that's what it's all about...or it should be..." She speaks using her hands and her eyes and she wonders laughingly that she allows me to take photos of her.

Dienstag, 13. April 2010

Heute und manchmal







Manchmal schon bin ich an Svenja's Friseursalon vorbeigegangen und heute bin ich endlich reingegangen. Vor einer Weile hab ich sie schon mal fotografiert, und irgendwann hab ich sie dann plötzlich wiedergesehen; in ihrem Laden bei der Arbeit. Sie macht sich immer so schön zurecht, dass ich sie einfach noch mal um ein Foto bitten musste. Ich frage sie auch ob ich vielleicht eine Woche lang jeden Tag vorbeikommen darf. Das ist ihr aber irgendwie zu viel; "...so jeden Tag..., nee..." Aber wiederkommen darf ich schon, und so hoffe ich, dass vielleicht ganz manchmal hier ein Foto von ihr erscheinen wird. Und weil ich sie so mitten aus der Arbeit reiße gerade, habe ich ein ganz schlechtes Gewissen und stelle keine weiteren Fragen...
Ever and anon I come across Svenja's hair salon, and today finally I went inside. A while ago I took a photo of her, and some day I suddenly saw her again, working in her shop; she always dresses up so wonderful that I had to ask her for a picture again. I even ask if I may come every day for aweek. But thats too much for her somehow; "...everyday...mh, no..." But I may come back, and so I hope that maybe from time to time a photo of her will find it's way into my blog. And because I actually keep her away from work I have a guilty consience, and so I don't ask her any other things...

Ein-Jahres-Bart





Volker ist so jemand, bei dem ich überlege ob ich ihn nicht direkt auf englisch an- sprechen soll. Da lieg ich aber falsch in diesem Fall; er spricht deutsch und das mit äußerst angenehmer Stimme. Volker ist Maskenbildner am Theater, und zwar nicht fest an einem Haus, wenn ich es richtig verstanden habe, sondern an unter- schiedlichen Theatern, bzw. auch bei Festspielen wie beispielsweise in Salzburg. Ich bin beeindruckt, er sieht's gelassen. In Düsseldorf arbeitet er gerade an einem Stück mit dem Titel "Hier kommen wir nicht lebendig raus" das demnächst Urauf- führung hat. Ganz so schaut Volker aber nicht auf's Leben; " Ich denke dass es immer ein bisschen besser wird, als man vielleicht erst glauben mag. " Seinen Bart lässt er seit einem Jahr wachsen und na- türlich muss ich auch an Mattis denken, den ich neulich fotografiert habe.

Das tolle am bloggen, bzw Menschen ansprechen ist, dass man dabei wirklich viel erfährt und lernen kann, das muss ich hier auch mal hinschreiben. Zum Beispiel über Bärte und Autoren.
Volker is one of those people, who make me consider approaching them in english language. But I'm wrong in this case; he speaks german and even with a most likeable voice. Volker is make-up-artist for theatre, and if I got it right, not for only one playhouse, but different houses and even festivals like the Salzburg Festival. I'm impressed, he's relaxed. In Düsseldorf he's currently working on a play called " We won't get out of this alive"; which will have its premiere in april. That's not the way Volker looks at life; " I think all and everything will always turn out a bit better, than one dares to think in the beginning." His bard is growing since a year and of course I have to think on Mattis, who I photographed the other day.

The great thing about blogging and talking to other people is, that you really get to know and learn a lot, I feel like writing that as well. About beards and authors for example.

Montag, 12. April 2010

What I saw today





Ein Blog in den ich regelmäßig reingucke ist "What I saw today" von Richard Haines. Er stellt modische Skizzen des 'endless runway' New York ins Netz; bevorzugt von jungen Männern. Als Janis und Marvin (vlnr) an mir vorübergehen ist mein erster Gedanke dass die beiden so aus diesem Blog herausgestiegen sein könnten. Erst dann merke ich, dass sie dieselben Jacken tragen, und nun bin ich neugierig, denn ich wüsste auch gern ob die beiden Brüder sind. Und das sind sie; einer ist 19, der andere 22, einer studiert BWL, der andere lernt Industriekaufmann. "Wer ist welcher?" frage ich nun euch. Dass sie die selben Jacken tragen ist Zufall, sie haben sie unabhängig voneinander gekauft. Und da nun der eine den anderen in Köln besucht laufen sie eben beide damit herum.
One of the blogs I read constantly is "What I saw today" of Richard Haines. He puts fashionable sketches of the 'endless runway New York' in his blog, preferably of young men. When Janis and Marvin (fltr) crossed my way my first thought was, that they came right out of this blog. After this I realized that they were wearing the same jacketts, and now I was curious; because I wanted to know if they are brothers. Yes, they are; one is 19, the other is 22, one studies economy, the other learns to be a industrial bussiness management assistant. "Who is who?" I ask you now. That they're having the same jackett happened by coincidence, and now, as one visits the other in cologne, they just walk around like this together.



Zeichnung/Sketch Richard Haines What I saw today

Sonntag, 11. April 2010

Im Salon von Lady Helga





Am Freitag hab ich sie besucht; die Dame vom Block. Lang geplant ist es endlich wahr geworden, und ich kann durchaus sagen dass ein Besuch keineswegs reicht, um auch nur annähernd den Kosmos dieser beonderen Frau zu erfassen. Viel hat sie mir erzählt, und allerlei gezeigt. Da ist Sprunghaftigkeit natürlich vorprogramm- iert, und so kamen wir von diesem zu jenem, dann wieder zu ganz anderem und noch mal an den Anfang zurück. "Na jetzt kannst Du ja einiges schreiben über mich" hat sie irgendwann gesagt. Und so sehr das in der Sache richtig sein mag, so schwierig ist es doch all die Geschichts-puzzleteile sinnbringend wiederzugeben, ohne eine Biographie zu verfassen. Eins jedenfalls kann ich mit Gewissheit sagen;...weiter gehts..
On friday I visited her; the Lady of the block. Planned since a long time it finally came true, and I definitely can say that one visit won't be enough to explore the cosmos of this extraordinary women. Many things she told me, and quite a lot she showed me. So excursiveness is preprogrammed and we talked about this an that and the other, and than we came back to the beginning. "Well, now you can write quite a lot about me" she said in some moment. And even if thats totally true, it will be hard to put all these story-puzzlepieces together in a meaningful way, without composing a biography. One thing I can tell with certainty;.read more...


Samstag, 10. April 2010

Nachklang




Bara ist mir schon vor ein paar Tagen aufgefallen, und es war in einem der seltenen Momente wo ich meine Kamera nicht dabei hatte. Deswegen freut es mich dass ich sie wiedersehe und diesmal auch ansprechen kann. Viel Zeit hat sie nicht, aber ich erfahre dass sie Pianistin ist. Bei youtube kann man sie spielen hören, und da stelle ich beeindruckt fest dass sie für zB. für Jenseits der Stille am Piano ge- sessen hat.
Ihre Brille ist ein Original aus den 50igern; die Steine hat sie selber drauf geklebt. Ihre Halskrause hat sie ebenfalls selbst verschönert; "... und den Bandscheiben- vorfall dazu hab ich auch selber gemacht." sagt sie lachend. "Frohsinn ist weiser denn Weisheit" antwortet Bara auf meine Frage was im Leben wichtig ist. Das ist ein Zitat das sie mal gehört hat, und ihr ganz passend erscheint.
Bara already caught my attention a few days ago, but it was in one of the rare moments when I didn't have my camera with me. So I'm really glad to meet her again, and this time I can approach her. She hasn't got much time, but she tells me that she is a pianist. At youtube you can hear her play, and there I noticed mighty impressed that she played the piano for "Beyond Silence".
Her glasses are original from the 50ies, and she has put the rhinestones on it herself. She also pimped up her soft collar ;" ...and I also procuced the disc prolapse." she says laughing. "Mirth is wiser than wisdom" she answers on my question what's important in life. That's a quote she once heared and she thinks it fit's quite good for life.

Freitag, 9. April 2010

African Queen





Hier ist sie wieder; die Dame vom Block. Manchmal ist die zufällige und reale Begegnung einfach unkomplizierter als Mailbox-Ping-Pong, und so habe ich mich sehr gefreut als ich heute am Ende der Strasse eine unverwechselbare Person auf mich zukommen sah. Und diesmal haben wir uns auch ganz richtig und fest verabredet, und ich freu mich drauf, dann endlich ihre Bilder, andere Kunstwerke und vielleicht den einen oder anderen Hut zu Gesicht zu bekommen. Mit dem Leoparden-Exemplar hat sie übrigens wenige Minuten zuvor einen Hund erschreckt der mit wildem Bellen dann sie widerum erschreckt hat, so dass erst mal helle Aufregung war.
Nun also; wenn alles wie besprochen klappt gehört mein Sonntagspost der "Incredible Lady"
Here she is again; The lady of the block. Sometimes real life meetings by accident are a lot easier than mailbox-ping-pong, and so today I was very glad to recognize an unique woman down the street heading my way. And this time we made a real and concrete appointment and I look forward to see her pictures, artcrafts and maybe one or two hats. With the leopard-version she just deeply shocked a dog a few minutes ago, so that the dog shocked her back by barking wildly, so they all were atwitter.
Well, if everything works out fine my sundaypost will be dedicated to the incredible Lady.