Dienstag, 19. Oktober 2010

Spellbound





Dass Laura die 40er Jahre mag läßt auf den ersten Blick mindestens ihre Frisur er- ahnen. Einen zweiten Blick bietet ihr Myspace-Profil, wie sie mir verrät, auf dem es die eine oder andere Fotoserie zu sehen gibt, die sie selbst und ihre Krea- tionen zeigen. Spätestens dann wird deu- tlich, dass sie mit der Mode dieser Zeit lebt, und übrigens lebt sie auch davon; sie ist Modedesignerin mit einem eigenen kleinen Label, dass ihren  Namen trägt: Laura Bakker. Laura ist halb Französin und halb Holländerin, und obwohl sie sehr gut deutsch spricht klingt doch immer wieder eine ganz wunderbare Mischung der unter- schiedlichen Sprachbetonungen durch. Ich bin sofort hingerissen. Wichtig ist für sie im Leben "zu träumen, und dann zu tun was man wirklich möchte." Neben ihrer Tä- tigkeit als Designerin ist sie noch Dozentin an einer Kunst-Uni: "Dort versuche ich auch die Studenten zu ermutigen ihren eigenen Weg zu gehen und nicht so angepasst zu sein." Sie betont, dass es dabei nicht nur um Kleidung geht, sondern um alles was man tut: "Die Kleidung ist ja nur eine mögliche Ausdrucksform." Ich frage welche Frauen sie auf ihrem Weg inspirieren: "Lauren Bacall (die hier Humphrey Bogart das Pfeifen beibringt) zum Beispiel, oder auch Veronica Lake."
Hier im Blog ist sie übrigens nicht alleine mit ihrer modischen Vorliebe;  diese Dame im roten Mantel und Basi, der sich neulich viel Mühe mit seinem Text gegeben hat, teilen ihre Leidenschaft.
That Laura likes the 40ies is at first sight easily to perceive by her hairstyle. A second sight, she tells me, is possible at her MySpace Profile, where one or another photo series can be viewed, which shows herself and her creations. At least now one knows that she is addicted to the style of these days, and she even earns her money with it; she is a fashion-designer with an own label, named like her: Laura Bakker. Laura is half french and half dutch and even though she speaks very well german, every now and then I recognize the different pronounciations of all of her languages. I'm totally spellbound. In life she considers important "...to dream, and to do what you really like to do." Besides running her label she is a lecturer at an university for arts. "There I try to encourage the students to go their own way, and not getting leveled." She points out, that this isn't only about clothes: "It concerns anything in life; to dress up is just one way to express oneself." I ask her, which women inspire her on her own way: "Lauren Bacall, for example (who teaches Humphrey Bogart how to whistle here), or Veronica Lake."
In this blog Laura is in pretty good company; also this lady in her red coat and Basi, who applied a lot of efford on his text he sent to me, like the style of those bygone days.

Kommentare:

  1. Ich mag diesen Stil total gern. Steht ihr auch super!
    Es ist ein Traum das zu machen, was man machen möchte.
    Danke für diesen Einblick/Ausblick!
    Grüße
    Oona

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  2. Wunderbar! Heel mooi! Fantastique! Steht ihr großartig und ich bewundere wieder mal die Konsequenz des Looks bis ins kleinste Detail!

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  3. You are introducing a varied Cologne, Smilla. I've been away for a while and now catch up. So many contrasts here. Ah, the style of the forties has a shadow side and brings up dark associations. Laura's forties is so cheerful. Not one bit of irony.

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  4. Was für eine aparte Frau.
    (so hätte das meine schon längst verstorbene Tante gesagt, die immer beim Schneider anfertigen ließ).

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  5. ooooh, die sachen sind so schön, kann ich so ein tolles kleid auch übers internet kaufen? ich bin nicht so oft in köln...

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  6. Mim, nice to see/read you. Hope you`re fine. I`m quite busy all the time...
    which associations do you mean?

    melina, mmh, so ganz ohne Anprobe is vielleicht schwierig, aber schreib ihr doch einfach mal..

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  7. gute idee, für eine anprobe würde ich sogar extra anreisen :)

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  8. Hallo smilla,

    was Mim vielleicht meint (ohne ihr was unterstellen zu wollen) ist die Frage, inwieweit man die Trends, Mode oder auch Stile bestimmter Epochen 'einfach so' tragen kann. Sie sind ja immer zeitlich und diskursiv eingebettet. Mir geht es zumindest so, dass ich z.B. bei obiger 4oies Affinität nicht umhin kann, auch an die Stellung der Frau in dieser Zeit zu denken, an den zweiten Weltkrieg etc. Mode steht ja nie kontextfrei. Ich selbst finde bestimme Elemente vergangener Tage auch schlicht und einfach schön, aber gleichzeitig weiß ich für mich, dass ein vollständiges Leben ganz im Sinne der "good old times" abwegig wäre.

    nur ein paar Gedanken zum Retrokontext..

    Viele liebe Grüße,
    nora.

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  9. Nora, das ist ein interessanter Punkt. Früher hatte ich mal (war in den späten 80igern modern) eine Lederjacke die aus einem alten Armeeledermantel gemacht war, der abgeschnitten wurde.
    Einmal hat eine alte Dame auf der Strasse im Vorbeilaufen ihren Unmut darüber bekundet; sie hat sich an den 2 WQeltkrieg erinnert gefühlt. Mich hat das sehr getroffen damals; ich konnte sie gut verstehen. Trotzdem hab ich die Jacke weiterhin getragen, und etwas trotzig den Standpunkt eingenommen, man müsse und könne Dinge und Kleidung neu konnotieren.
    Auch wenn mir nicht so gaaanz wohl dabei war.

    Was das Frauenbild aus den 40igern, oder 50igern angeht kann man natürlich die Retrokleidung in Zweifel ziehen. Debnnoch habe ich bei allen dreien, bzw besonders bei den beden Frauen, die ich fotografiert habe nicht den Eindruck, dass mit der Mode auch die Haltung übernommen wird. Ganz im Gegenteil sogar; Selbstbestimmung zB. scheint bei beiden eine Prämisse zu sein.
    Ich persönlich tu mich schwer mit dem Pin up-style dieser Zeit. Vielleicht ist das ein Spiel, und ich versteh es nicht??

    Die Hose andererseits ist ein schönes Beispiel für feministischen Aufbruch, gerade in den 30igern und 40igern hat sie gehlfen das Bild dr Frau zu verändern. Langsam nur, aber immerhin.
    Man sollte nicht meinen dass es noch in den 70iger allüberall Rockzwang gab, und zwar in deutschland.

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  10. Hello, Smilla:

    I associate Laura's retro look with the horrors of the 1940s: WW II. She does not, obviously.

    Yours for remembering and forgetting, Mim

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  11. Hallo! Vielen Dank fuer diese tolle Tekst und Fotos. Gerne wieder!

    viele Gruesse,

    Laura

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