Montag, 27. September 2010

Familien-Welt





Ein Buch das ich seit vielen Jahren wieder und wieder geschenkt bekomme ist der Bildband "1000 Familien" dieses Herren. 1996 hat Uwe Ommer sich auf den Weg ge- macht und in 4 Jahren über 1000 Familien auf der ganzen Welt fotografiert. In sei- nem stichpunktartigen Vorwort erfährt man kurz und knapp was er dabei so erlebt hat. Das liest sich bisweilen sehr amüsant; er stieß "Hunderte Male auf den Erfolg und die Gesundheit seiner Modelle an" und "versprach überall, eines Tages wieder- zukommen". Ich kann's mir lebhaft vor- stellen. An diesem Wochenende hat er im Rahmen der Photokina vor dem MAK Fa- milien aus Köln fotografiert. Das hatte ich gelesen und wieder vergessen, wie Uwe Ommer der "ein paar Brocken in allen mö- glichen Sprachen" lernte und sofort wieder vergaß. Um so erfreuter also war ich, als ich plötzlich zufällig vor ihm stand. Die Idee zu diesem Langzeit-Projekt kam ihm, so erzählt er mir, als er mit Freunden in einem Restaurant saß, und an den Neben- tischen Familien mit Kindern waren: "Die waren aus ganz unterschiedlichen Ländern und jede Familie war ganz anders als die andere." Trotzdem hatte er den Eindruck dass es eine Ähnlichkeit gab: im Umgang mit den Kindern. Diese Ähnlichkeit hat ihn interessiert, und so ist er in die Welt gefahren, sie zu ergründen.
A book, which I, since years, get as a gift over and over againis the Album "1000 Families" by the man above. In 1996 Uwe Ommer started his journey, which should last for 4 years. In this time he took photos of about 1000 Families all over the world. In his shorthandes introduction, which is quite amusing, he tells briefly what he experienced during his trip: he "made countless toasts to everyone's good health and success" and "promised to come back one day...everywhere!" I just can picture it. In the context og the Photokina, at this weekend he took pictures of cologne Families. I've red that the other day, and than forgot all about it, like Uwe Ommer, who "learned 3 words in all sorts of languages and forgot them as quickliy." So I was quite excited, when I, by accident,  met him anyway. The idea to this long-term-project first crossed his mind, when he was in a restaurant, together with friends. At the tables around were families with children; "They were from different countries, and they didn't look similarat all." But nevertheless they seemed to be related somehow; in the way they behaved with their children. This similarity made him curious, and so he travelled around the world, to get to the bottom of it.




Die Familien hat er stets vor weißem Hin- tergrund fotografiert, ein Konzept, das mich persönlich nach wie vor irritiert. "Ich wollte dass kein Hintergrund von den Menschen ablenkt." erklärt er mir. Bei seinem neuen Projekt Teen-Families geht er anders vor; das natürliche Umfeld ist gleichberechtigter Bildinhalt. Für Uwe Om- mer ist und war es immer am wichtigsten, das zu machen was er möchte. "Da bin ich Egoist, ich fotografiere nur was ich foto- grafieren möchte." Dazu gehören auch ero- tische Fotografien junger Frauen, die alle im Titel-gebenden  "Do it yourself" Look daherkommen. Da die Damen alle wunder- schön sind bin ich nur mäßig enthusiast- isch, um es mal so zu sagen. Deutlich mehr erfreut mich, dass Herr Ommer mal eben schnell ein paar Fotos von mir gemacht hat, mit meiner Kamera.
He always shot the families in front of a white background; a concept which still irritates me. "I didn't want no background to distract the viewer from the families." For his new project "Teen-families" he proceeds differntly; here the personal surroundings of the people is picture content as well. For Uwe Ommer it still is and always has been most important to do what he wants to do; "Call me egoist, I just photograph what I want to." For example erotic  pictures of young women which all appear in the eponymous  "Do it yourself"-look. For the reason that all these ladys are wonderfully beautiful I'm just moderatelly enthusiastic, to put it like this. More exciting to me is the fact, that Mr. Ommer, quasi en passent, took some quick shots of me, with my camera.

Kommentare:

  1. Und wo finden wir die von Herrn Ommer mit Deiner Kamera gemachten Fotos von Dir?? Oder sind die nicht öffentlich?? :-)

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  2. Das Buch war ein fester und lebendiger Bestandteil meiner Arbeit mit jungen Menschen. Wir haben gemeinsam geblättert und geplaudert. Die Bilder weckten Neugier, berührten Trauer und Sehnsüchte, gaben Hoffnung. Mein Exemplar ist abgegriffen und zerfleddert. Man sieht, dass damit gearbeitet wurde. Wir betrachten die anderen, um uns selbst zu erkennen. Darum ist Ommer wichtig, und darum ist "anders-anziehen" wichtig. Du hattest wieder den richtigen Riecher... Liebe Grüße, der Stif

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  3. Ach, zeig doch die Ommer-Bilder von Dir, bitte. ;o) der stif

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  4. Anna, die sind gut versteckt auf meinem rechner :-)

    stif, wie schön...meins ist auch abgegriffen, und ganz gelb der einband. schön geschrieben hast du das!
    "wir betrachten die anderen um uns selbst zu erkennen"


    ...und ; och nööö... :-)

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  5. Hallo Smilla,

    Uwe Ommer, wie schön! Caroline und ich haben ihn am Sonntag auch noch getroffen und er hat uns spontan gemeinsam mit einem vorbei eilenden Taxifahrer und einem indischen Messegast als "Familie Rheinstil" abgelichtet. ;)
    Habe mich übrigens sehr gefreut, meine Favoritin aus Deiner Ausstellung am 23. hier wieder zu sehen.

    Lieben Gruß und hoffentlich hattest Du ein erholsames Wochenende,
    Julia

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  6. Hey Julia, das würd ich ja gerne sehen das Bild...witzig.
    Habs nicht mehr vor die Tür geschafft am Samstag, nun werde ich wohl nie erfahren wie der Kuppelbau aussieht...
    Schöne Erholung dir.

    und carmen :-) och nööööö.. in echt jetzt...

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  7. oh manno - photokina und ich habe einen gebrochenen Fuss und kann nicht hin......

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  8. I absolutely agree with you about the white background habit...
    sometimes photographers are better to look at than their photographs are..
    thank you..

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  9. melissa; Yes, I just always wobder for what reasons he gave the background a miss; it seems s important to me, especially because he traveled around the world, I think the context could be so interesting. Well, but he decided to do so, maybe there is some reason he considers more important. I have this book since it was printed, the first edition, and I think it's nteresting, that I never changed my mind about this; even though I always thought it over again.

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