Freitag, 9. Juli 2010

Same same but different





Weil die Namen Gao-minying und Puxiaoyne für Europäer so schwer auszu- sprechen und noch viel schwerer zu erinnern sind, haben Chinesen oft eng- lische Namen, wie hier bereits erwähnt. Diese beiden Mädchen aus Shanghai haben sich für Ellen und Sherry entschieden und befinden sich derzeit im Schüleraustausch. Ihre Schuluniform tragen sie auch hier in Köln;  damit ihr Lehrer sie in Menschen- mengen schneller finden kann, erklären sie mir. Gao-minying erzählt, dass sie ohnehin so oft die Uniform tragen, dass es fast komisch ist, sich so zu kleiden wie man möchte. Das finden die beiden aber nicht schlimm; "Wir haben unsere eigenen Gedanken, unsere eigene Meinung; da sind wir anders. Das wir gleich aussehen heisst nicht, dass wir gleich sind." Die Schul- uniform muss übrigens selbst bezahlt werden. Wichtig ist beiden im Leben das "Jetzt". Nicht gestern, nicht morgen sondern jetzt, dieser Moment ist es der zählt.
Shanghai hat, nebenbei bemerkt, unglaub- liche 14,5 Millionen Einwohner. Ich selbst muss dabei übrigens immer an Pippi Lang- strumpfs Geschichte von den Schwalben- nestern denken. Da sieht man mal, welch nachhaltigen Eindruck Kinderbücher hinter- lassen können.  
For the reason that the names Gao-minying and Puxiaoyne are hard to pronounce for european people, and even harder to remember, chinese people quite often have an english name as well, like mentioned before here. These two girls from Shanghai choosed Ellen and Sherry for themeselves., and are currently on a students exchange. They wear their uniforms in cologne, so that it's more easy for their teacher to find them in big crowds, they explain Gao-minying tells me, that they wear their uniform most of the time anyway, so that they feel even a bit strange, when they dress individually. But they don't think that's a problem: "We have our own thoughts, our own opinions; there we're different from others. That we look the same doesn't mean we are the same." The uniform, besides has to be bought by them. Important in life, they think, is "now". Not yesterday, not tomorrow, the moment now is counting.
Shanghai besides, has incredible 14, 5 Millions citizens. I personally always have to think on Pippi Longstockings story about the swallow's  nests when it comes to Shanghai. By this you may consider the influence a childrens book can have.

Kommentare:

  1. Klickerklacker9. Juli 2010 um 22:28

    Püppie Longstocking???
    So heisst die in english?
    höhö!
    ...ich kenne die Schwalbennestgeschichte nicht.
    und die beiden sehen ihr auch nicht ähnlich.
    Aber schöner Bogen!!

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  2. Die beiden sind das ja gewohnt, diese Uniformen zu tragen, deshalb macht es ihnen zum Glück nichts mehr aus. Sie fühlen sich trotzdem als Individuen und haben eine positive Einstellung und Haltung. Für mich wäre das unvorstellbar, weil Kleidung für mein Empfinden ein kreativer Selbstausdruck ist. Vielleicht würde ich auch anders denken und fühlen, wenn ich von klein auf eine Schuluniform hätte tragen müssen. Alles hat Vor- und Nachteile.
    Die beiden Mädels machen das Beste 'draus. Das finde ich klasse!

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  3. Dieses Bild erinnert mich an Zeitungsbilder, in denen man (versteckte) Unterschiede finden muss. Habe ich als Kind immer gerne gemacht. Man lernt genau hinzuschauen, das ist auch das, was mich hier immer wieder reinblicken lässt.
    Danke!

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  4. @monalisa; du sagst es :-) toller vergleich.
    und danke für die blumen :-)

    @farbenreich, ich könnt mir ja noch vostellen immer gleich auszusehen, (aber das auch nur Phasenweise und mit wenigstens kleinen Veränderungen) Aber ein Einheitskostüm anzuziehen, das fällt mir schon deutlich schwerer mir vorzustellen. Wenn ich das sehe, bei Uniformen, wobei ich jetzt mehr von Berufsuniformen spreche; da gibt es immer ein oder zwei denen das richtig gut steht und passt, und beim Rest isses dann nur noch so mittel bis schlimm. Das hat in meinen Augen auch immer was entwürdigendes, so als ob der oder die Angestellte im falschen "Kleid" daherkommt, und in eine Form gepresst wird. Ich versteh auch nicht so recht den Sinn; CI (Corporate Identity) hin oder her, aber der Hotelgast sieht doch auch, wenn der Rezeptionistin die Uniform weder passt noch steht...
    Na, das ist ein Thema bei dem ich Leidenschaft entwickeln kann; oft wäre ja nur ganz wenig Veränderung nötig, um es besser aussehen zu lassen, und man hätte noch immer CI

    klickerklacker; soso, die beiden sehen ihr nicht ähnlich... aahhaa! vielleicht doch ein bisschen??:-)

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  5. Ist vielleicht eine ziemlich doofe Frage (und ich wusste auch nicht, wo ich sie hätte stellen können, weil ich keine Kontakt-Funktion gefunden habe): Warst du am Donnerstag zufällig in der Oper in Köln? :-D
    In der letzten Zeit treffe ich ständig auf Menschen, die mir irgendwoher bekannt vorkommen... mich ärgert es dann immer, wenn ich das dann nicht aufklären kann. Deswegen dachte ich mir mal, fragen kostet nichts ;-)

    Lieben Gruß, Laura
    P.S.: Achja und dein Blog ist natürlich ganz toll ;-)

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  6. Oh ja, liebe Smilla, da könnte ich auch noch einiges zu beitragen. Ich kann Dir nur Recht geben. In einem grauen Anzug war ich zum Beispiel nicht mehr in der Lage mich so natürlich zu geben, wie ich war und bin. Ich habe schon mal einen Job deswegen gekündigt. Es ging so nicht mehr. Ich konnte so nicht mit Kunden arbeiten ... Aber das möchte ich hier nicht vertiefen. Wie gesagt, ich empfinde das wie Du. Ich tue mich mit Unformiertem und den Einheitslooks, wohl möglich in Farben, die überhaupt nicht zum Typ passen, der das gerade tragen soll oder muss (nicht jedem steht Grau, Weiß, Dunkelblau und Schwarz!!), sehr schwer!

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  7. laura,:-) nein, leider nicht...

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  8. achso naja hätte ja sein können ;-)
    einen schönen sonntag noch

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  9. Ich begeistert von Deinem Blog! Schön wie Du die Menschen porträtierst, jeder ist schön und besonders! Danke.

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  10. Jedes Mal wenn ich mich durch deinen Blog wälze, denke ich: Himmel, von der Frau möchte ich auch mal fotografieren lassen. Smilla, vielen Dank für die Inspiration, die du uns zuteilwerden lässt.

    Viele Grüße,
    Mirka

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