Donnerstag, 26. Januar 2012

Über Pax, über mich, über Mode...





Die Begegnung mit Pax liegt bereits fast 2 Wochen zurück und hat in mir ein Thema an­gerührt, dass mich schon länger beschäf­tigt; was eigentlich macht anders-anziehen zum Mode-blog?
Pax kreuzt meinen Weg in Neu-Kölln; sie lebt seit 2 Jahren in Berlin. Wie lange sie noch bleiben wird weiß sie momentan nicht: "Vielleicht ein halbes Jahr, oder ein ganzes?" Meine Frage woher sie kommt beantwortet sie mit: "New York, Austra­lien, je nach dem..." Das verstehe ich nicht, also frage ich nochmal nach, aber irgendwie fallen die Antworten von Pax insgesamt eher spröde aus. Schließlich bin ich etwas ratlos und fühle mich auch nicht mehr wirklich wohl. Ich frage Pax, ob ich ihr auf die Nerven gehe: "Oh, nein, es ist nur, weil Modeblog, das ist so oberflächlich irgendwie..."

Weiter gehts, bitte hier entlang...
I met Pax two weeks ago and meeting her broached a topic which anyway keeps me busy since a while: what makes anders-anziehen a fashion blog?
Pax crosses my way in Neu-Kölln; she lives in Berlin since two years, and she doesn't know yet how much longer she'll be staying: "Maybe six months, up to a year?" She answers my question where she's from: "From New York, from Australia, it depends.." I don't understand this, so I ask, but for some reason all of her replies seem to be aloof, in a way. After a while I feel clueless and kind of uncomfortable and so I ask, if I  bother her: "No, you don't, it's just because... fashion is so superficial..."
Read more, please follow..

Montag, 23. Januar 2012

Auf der Zielgerade





Als Theresa in der zweiten Klasse war hat sie ihre erste Zeitung herausgebracht: 'Resis neue Nachrichten'. Auf einer alten Schreibmaschine hat sie ihre Texte verfasst und mit einer Auflage von 3 Stück pro Heft begonnen. Natürlich hat Thea sich im Laufe ihrer frühen Jugend neue technische Möglichkeiten zu Nutze gemacht und so hat eine elektrische Schreibmaschine Einzug in ihre kleine Redaktion gehalten, bis diese schließlich einem Computer weichen musste. Nebenbei hat Thea ihre Auflage auf 15  Hefte pro Augabe gesteigert: "Die habe ich dann an alle Familienmitglieder in Deutschland verschickt" sagt Thea und lacht.
Dem Thema Veröffentlichen ist Thea treu geblieben; sie hat Verlagsherstellung stu­diert und schreibt seit  2008 den Blog Neu4bauer. Ihr wahrer Coup steht aller­dings erst kurz bevor: gemeinsam mit ihrer Schwester Toni hatte sie die Idee ein Online-Magazin für Frauen herauszubring­en, in dass die beiden nun seit ein paar Monaten all ihr Wissen und ihre geballte Kreativität stecken. Ende Februar geht es online und trägt den wohlüberlegten Titel sisterMAGAZINE.
Weiter geht's, bitte hier entlang...
At the age of 7 Theresa has published her first magazine: 'Resis latest news'. Using an old typewriter she wrote her texts and produced 3 copys per edition. Of course Thea was smart enough to develop further and to use technical innovations; so an electric typewriter someday enhanced her desk until finally a computer bacame the gadget of choice. Besides she increased her edition up to 15 pieces: "I've sent those magazines to all of my familiy members all over Germany" Thea says laughingly.
Publishing has always been an important topic for Thea; she has studied publishing and since 2008 she runs her blog Neu4bauer. But her ultimate coup is currently in the pipeline: together with her sister Toni she had the idea to bring out an online magazine for women, on which they are working since a few months, combining all their talents and creativity. The release date is planned for the end of february and it will be called sisterMAGAZINE.
Read more, please follow...

Freitag, 20. Januar 2012

"Mary, Mary, Mary"





Vier weitere Schwestern haben Mary (links) und Mary-Rose aus Marseille. Sie sind jedoch die einzigen Zwillinge in ihrer Familie, die übrigens eine eigenwillige Namens-Tradition lebt: alle sechs Schwes­tern heißen Mary in Verbindung mit einem wei­teren Namen. Allein Mary heißt wirklich nur Mary. Als ich frage, wie diese Beson­derheit sich wohl erklären mag, antwortet Mary-Rose: "Ja, unsere Familie stammt aus Kamerun, und da ist alles sehr christlich. Mary, Mary, Mary." Dabei rollt sie mit den Augen und zuckt die Schultern. Noch bevor Mary und Mary-Rose ein Jahr alt waren sind sie mit ihren Eltern nach Frankreich ge­zogen. Nach wenigen Jahren sind sie zurück nach Kamerun gegangen, haben dort fast 9 Jahre gelebt und sind schließ­lich wieder nach Marseille zurück­gekehrt. Wo nun eigentlich ihre Heimat ist, kann Mary-Rose nicht so richtig sagen: "In mir drin denke ich eigentlich nicht darüber nach, dass ich Schwarze bin. Aber vor kurzem war ich in Afrika und da waren natürlich alle schwarz. Und das war so seltsam, so viele Schwarze um mich herum, dabei bin ich selber schwarz und spreche doch die Sprache kaum und lebe ein ganz anderes Leben. Es ist verwirrend."
There are six sisters altogether in Mary and Mary-Roses family. Both of them live in Marseille and they are the only twins of the family, which keeps to a special tradition concerning names: all of them are called Mary, combined with another name. Only Mary is just Mary. When I ask by what this peculiarity is explained Mary-Rose replies: "Well, our family is from Cameroon and this is a very christianly country. Mary, Mary, Mary." she says with a shrug, rolling her eyes. Before the age of one Mary and Mary-Rose came from Cameroon to France with their parents. Then, after a few years, they went back and were living in cameroon for about nine years. Then they moved to Marseille again. It's hard to tell for Mary-Rose where her home is: "I usually don't think about being black, but when I lately have been in Africa there were so many black people of course. And it felt strange in a way, so many black people, I mean I'm black, but I don't understand the language and I live such a different live. It's confusing."


Mary-Rose arbeitet als Kunsttherapeutin: "Meine Klienten können malen oder auch schreiben, ganz wie sich gut ausdrücken können." Oft geht es in ihrer Arbeit darum, über die  Beschäftigung mit einem Thema und dem gewählten Medium einen Sinn für das Leben und für sich selbst zurückzu­gewinnen.
Weiter gehts, bitte hier entlang...
Mary-Rose works as an art-therapist: "My clients have the opportunity to paint or to write, it depends on how they can express best." Her work is often about regaining  a sense for life or for oneself by concentrating on a topic and applying oneself to a medium.
Read more, please follow...

Donnerstag, 19. Januar 2012

Und atmen....





Mein Blick,  einmal geschärft für die Bot­schaften der allgegenwärtigen Jutebeutel, wendet sich im vorbeilaufen neugierig dieser Tasche zu. Aus ganz eigener und höchstpersönlicher Erfahrung kann ich dem dort geschriebenen nur zustimmen; oft genug stelle ich das Atmen momenteweise kom­plett ein. Häufig ertappe ich mich beim flach atmen; Notstands-Atmen nenne ich das gerne. Gerade soviel atmen wie unbedingt nötig. Aber auch Menschen vor meiner Kamera sind bestrebt möglichst wenig Sauerstoff zu verbrauchen: "Und atmen..." ermuntere ich sie dann.
Ulrike hat ihre Tasche selbst bedruckt; im Siebdruckverfahren hat sie eine Kleinserie von ca 30 Stück angefertigt. "Der Spruch ist in meinem Freundeskreis irgendwann auf­getaucht und geblieben. Ursprünglich ist es wohl der Titel eines Aufklärungsbuchs, und ich glaube, es gibt auch eine Punkband oder so, mit dem Namen." Ulrike arbeitet als freie Taschen-Designerin bei kaviar gauche. Gut drei Jahre lang war sie dort fest angestellt, aber nun will sie mehr Zeit für eigene Ideen haben. Heute morgen war die kaviar gauche Show der Berliner Fashion Week: "Da ist natürlich viel zu tun, und ich bin dann dabei. Wenn man selbst in der Branche arbeitet, dann hat man kaum die Chance viel zu sehen bei der Fashion Week."
Was Ulrike wichtig ist im Leben: "Die Arbeit, die man macht wirklich gerne zu machen. Nicht einfach nur, weil irgend­jemand sie eben erledigen muss." Sie überlegt kurz, und nickt dann nach­denklich: "...ja, ich glaube das gelingt mir auch ganz gut."
Wer an der Atmen-Tasche interessiert ist, darf sich gerne hier melden: Ulrike würde gegebenenfalls eine neue Auflage starten. Ich würd auch eine nehmen...
My attention, once generated for the messages of the omnipresent jute bags, curiously turns to these lines while Ulrike passes my way with her bag. From my very own experience I simply have to agree: every little while I stop breathing for seconds, quite often I breathe warily; I call this emergency-breathing; breathing just as deep as necessary. But also poeple in front of my camera stop breathing quite often: "...and breathe..." I usually try to encourage them.
Ulrike has designed this bag herself by using silk-screen. She produced a little series of 30 pieces: "It's kind of a winged word for me and my friends. Originally it is the title of a sex education book, and I think there is a punk band called "The trick is to breathe".
Ulrike works as a freelance-designer for bags at kaviar gauche. For 3 years she was permanentely employed, but now she feels like applying herself to her own ideas and projects. Today the kaviar gauche show is taking place at Berlin fashion week: "So there's a lot to do in these days and I take part, of course. If you're working in this business you hardly get the chance to view many other shows at the fashion week."
What Ulrike considers important in life: " To really like my work. Not only doing things, because somebody has to." She ponders and nods slowly: "...yes, and I think I'm getting it right.."
If you are interested in a bag like this you can leave a comment. Ulrike probably would be ready to produce a second edition. I'd order one myself...

Mittwoch, 18. Januar 2012

Seltene Erden





Ulrike studiert Mongolistik, und so kommt es, dass sie ein Jahr lang in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei verbracht hat. Nun lebt sie in Berlin; in Kreuzberg um genau zu sein, und nein, dort wird sie nicht oft auf ihren Mantel angesprochen: "Das ist das traditionelle Gewand der Landbevöl­kerung in der Mongolei." Der Deel, so der landesübliche Begriff, wird sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Er wird nur am Hals geknöpft und hat keine Taschen. Meine Karte, die ich Ulrike gebe, steckt sie einfach in die Mantelöffnung an
der Seite: "So macht man das, die Schärpe verhindert, dass etwas runterfällt." Unter dem Mantel wird normale Kleidung getra­gen: "So wie hier, ganz westlich. Das ist eben die Globalisierung."
Ich frage Ulrike wie die Menschen in der Mongolei so sind: "Es ist ein ziemlicher Unterschied ob man in der Stadt oder auf dem Land ist. Auf dem Land sind die Menschen sehr herzlich und gastfreundlich. In der Stadt ist das Leben schon härter. Es herrscht viel Armut und Arbeitslosigkeit."
Weiter gehts, bitte hier entlang...

Dienstag, 10. Januar 2012

Taschentalk


Man kann vielleicht nicht mit Taschen sprechen, aber über sie. Taschen trans­portieren nicht nur Dinge sondern auch Informationen. Aussagen mit ultimativem Charakter, in Klammern Werbung, reprä­sentieren vermutlich die größte Gruppe unter den allüberall anzutreffenden  Botschaftsbeuteln. Aber auch politische Aussagen finden ein Forum und nicht selten trägt die eigene Sinnspruch-Tasche zur sozial-gesellschaftlichen Verortung bei.
Im Museum Folkwang hat mich die freundliche Dame an der Garderobe hinter den Tresen, also mitten hinein in ihren Arbeitsbereich gelassen, damit ich das Bild einer einsamen Tasche an sommerlich leeren Kleiderstangen festhalten konnte. Meinem, in ihren Augen seltsamen An­liegen, stand sie mit durchaus generösem Langmut gegenüber, nicht ohne anzu­merken, dass in einem Museum oftmals eigenwillige Menschen mit auf den ersten Blick nicht nachvollziehbaren Anliegen versammelt seien. Mehrfach hat sie mich im Gegenzug auf den Licht- und Schattenwurf am Fenster direkt gegenüber aufmerksam gemacht, ihn gepriesen und vom Lauf der Sonne und dessen Effekten berichtet.
Maybe we can't talk to bags, but we can talk about them. Bags are not only carrying things, they also carry informations. The statements with an ultimative character, so called commercials, probably represent the largest group of the all over the place appearing message-bags. But you can find bags with political statements as well, or those who define the social self-positioning of a person.
At the Folkwang museum in Essen the friendly coat-check woman allowed me to walk behind the counter, right inside her personal working space, so that I could capture the picture of this lonely bag at the empty hainging rails on  a warm summer-day. She has had an open mind about my idea, eventhough she was wondering. She told me that she meets quite a lot of people having strange ideas at the museum, and in return she kept emphasizing about the light- and shade-play at the window right in front of the counter.



Die Trägerin dieser Tasche ist zugleich auch ihre Erfinderin. In einem Interview mit Doris Dörrie; "Es war aber nicht wegen Doris Dörrie, das hätte auch jeder andere sagen können." wurde die immerwährende Urlaubssehnsucht vieler, meist westlicher Menschen thematisiert. "Das hat mich beschäftigt." Ihre ganz persönlichen Lebens­erfahrungen hätten sie allerdings etwas anderes gelehrt. "Mein Tag ist doch heute, und er geht bis Mitternacht. Das ist wichtig. Was soll ich da immer von Urlaub träumen. Mein Leben ist jetzt." Deswegen hat sie sich diese Tasche bedrucken lassen. Sie freut sich sehr, dass ich mich dafür interessiere, und sie würde sie mir am liebsten schenken: "Aber das war gar nicht billig, und ich habe nur sehr wenig Geld." erklärt sie mir, und entschuldigt sich sogar.
Weiter geht's, bitte hier entlang...
The woman who was carrying this bag did create it herself. One day she was listening to an interview with Doris Dörrie; "But it wasn't because of Doris Dörrie, it could have been anybody...". The interview mentioned the desire of -mostly western- people, for holidays. But life has told her something different: "My day is this day, it's from now 'till midnight. That's important. Why should I dream of holidays all the time. Life is now." So she decided to print "I'm a fan of all-day-life" on a bag. She was very pleased that I was interested in the bag and she told me, that she would like to give it to me: "But it was quite expensive to make it, and I don't have much money, she explained, even apologizing.
Read more, please continue....

Sonntag, 8. Januar 2012

Bäumchen rüttel dich...


...neulich in Berlin
Im November hat der NDR eine Doku­mentation mit dem Titel "Die Alt­kleider-Lüge" gezeigt. Wer in der Annahme Gutes zu tun seine ausrangierte Kleidung in Altkleidercontainer wirft, beispielsweise vom Roten Kreuz, wird in diesem Film eines besseren belehrt. Der kleinste Teil der so gesammelten Kleidung landet tatsächlich als milde Gabe bei denen, die viele Spender vermutlich als Adressaten wähnen; etwa bei Armen oder Erdbeben­opfern.  "Es wird nicht als Spende nach Afrika gehen, auf keinen Fall. Das wäre ja auch unsinnig. Es wäre nachhaltig und ökonomisch nicht logisch. Wir sind ja ein Full-Profit Unternehmen, wir Soex. Wir sind kein NGO.", so Pailak Mzikian von Soex, einer Firma, die weltweit im großen Stil mit Altkleidern handelt, die zu einem großen Teil aus Containern des Roten Kreuzes stammen.
A few months ago I saw a documentary on TV titled "The old clothes lie". Who is of the opinion to do good putting old clothes into charity bins, for example of the Red Cross,  gets disabused. Only a very small proportion of the donated clothes finally benefit those, who probably are meant by the donators; poor people or earth­quake-victims for example. "They will not be shipped to Africa as a donation for sure. That would'nt make sense at all. In a sustained and economical way it would be absurd. We're a full-profit company, not a NGO." says Pailak Mzikian of Soex, a company which is trading in old clothes recycling worldwide. Those clothes in a large part get collected in bins labeld with the Red Cross.


Weiter geht's, bitte hier entlang...
Read more, please follow...

Donnerstag, 5. Januar 2012

"Der Raum zwischen den Ohren"





...so heißt ein Kunstprojekt das Stephan Brenn 2009 gemeinsam mit zwei weiteren Künstlern realisiert hat. Diesen wunder­baren Titel hat er zwar nicht selbst er­sonnen, er benennt aber den Ort einer Ideenarena, was sag ich, einer sprudelnd reichen Gedankenstätte, der fein- und hintersinnige Virtuositäten scheinbar feder­leicht und definitiv höchst charmant entspringen: der Raum zwischen den Ohren des Stephan Brenn. (Ein Raum der aller­dings in beruhigender Kohärenz mit dem Herzen und auch dem Rest des Körpers verbunden scheint.)
Diese leicht verschraubte Satzkonstruktion, bzw. die Mitteilung des darin enthaltenen ist mir ein unbedingtes Anliegen, und ich will an dieser Stelle verraten: ich habe Sätze schon leichtfertiger in die Tastatur geklöppelt.
"The space between the ears", that's the title of an art-project of Stephan Brenn and two other artists. He didn't invent the title himself, but it anyway mentions a very special space of ideas and creativity, an area of neverending inspirations which seem to occur with grate ease: the space between the ears of Stephan Brenn. ( a space which luckily seems to be connected with his heart and the rest of his body in a coherent way.)
To give this description is of  great importance to me; and I can tell that I've been writing sentences more carelessly than this one yet. 


Es ist nämlich so, dass der Herr Brenn für mich kein Fremder ist. Das inzwischen inflationäre Wort Freund möchte ich, auch aus Gründen der respektvollen Beschei­denheit, hier nun zwar nicht zur Prahlerei verwenden. Und doch verbindet mich mit Stephan eine Art der Freundschaft, die mir von einiger Bedeutung  ist, auch wenn ich mich möglichst selten melde. (eine meiner schlechtesten Angewohnheiten: mich selten nie melden.)
Weiter geht's, bitte hier entlang...
For the reason that Stephan Brenn isn't a stranger to me it is even harder to write about him. I don't want to use the inflationary used phrase friend to boast of, and for the reason of respectful humble­ness. But in fact it is a way of friendship which is connecting us, eventhough I hardly ever show up. (one of my worst characteristics; to show up rarely never .)
Read more, please follow...

Mittwoch, 4. Januar 2012

Standhalt


Immer wieder, hie und da, fallen mir Menschen auf, die mit überkreuzten Beinen dastehen. Was, so frage ich mich seit einer Weile, mag wohl der Grund sein, dass es zumeist Mädchen oder junge Frauen sind, selten ältere Frauen und so gut wie nie Jungs oder Männer, die in dieser Haltung auf den Bus, den Glühwein oder den Konzertbeginn warten?
Als unsicher und schüchtern gilt aus Sicht der Körpersprachler wer sich der Umwelt auf diese Weise präsentiert. Wackelig und kippelig sind die beschreibenden Adjek­tive. Männer, so durfte ich erfahren, sehen mitunter ein sexuelles Signal in dieser Körperhaltung und wähnen sie nicht selten als Indiz weiblicher Erregung. Die Antwort einer jungen Frau auf meine Frage warum besonders häufig Mädchen  so dastehen war: "Vermutlich weil es in wirklich jeder Bravo Girl und Mädchen steht, dass man dann schlanker aussieht und es ein schmales Becken macht."
Again and again people catch my attention who are standing there with crossed legs. What; I ask myself, could be the reason that mostly girls or young women, rarely older women and almost never boys or men are choosing this posure while waiting for the bus,  the next drink or the beginning of the concert.
Persons who stand like this are shy and unconfident,  tells the translation of bodylanguage for this pose. Shaky and wobbly are the adjectives which come along.  Men, as I found out, now and then interpret the pose as a sexual signal,  even imaging the evidence of sexual arousal. A young woman I asked for her explanation replied: "Probably because in every girl-magazine it is written that you look thinner by this, and the pelvis appeals thinner as well."




Um zu erfahren wie es sich anfühlt so zu stehen ist das naheliegendste natürlich, sich selbst einmal so hinzustellen. Man achte dabei auf die unterschiedliche Fuß- Fersen- und Kniestellung, die jeweils andere Ge­samtkörperhaltungen nach sich ziehen.
Weiter geht's, bitte hier entlang...
Attempting to find out how it feels to stand like this it is of course quite useful to simply stand like this. Pay attention to the varying poses of feet, knees and heels, which create different postural changes.
Read more, please follow... 

Samstag, 31. Dezember 2011

In die Töpfe gucken

Es ist soweit, der Verlosungs-Tisch ist gedeckt. Zeit, endlich die Topfdeckel zu lüften, die phänomenale Spendensumme zu verraten, das Los zu ziehen und sich vom braunen Cord-Anzug zu verabschieden:



1000 Dank an Dickus, der all dies so wunderbar zu einem Video zusammengeschnitten hat!
Und allen, die sich, in welcher Form auch immer, an unserer Aktion beteiligt und oder auch gespendet haben, gilt der ausdrückliche Dank des  spontan entstandenen Kochtopfdreigestirns auf Zeit, bestehend aus Elisabeth Lorscheid, Johann König und mir selbst.

Die glücklichen Gewinner werden in den nächsten Tagen benachrichtigt, dürfen aber sehr gerne von selbst schon mal eine email mit ihrer aktuellen Anschrift an mich richten. (smilla(ät)anders-anziehen.de)

Ich hoffe alle anderen sind nicht allzu traurig; ich selbst bin nämlich immer furchtbar enttäuscht, wenn ich bei einer Verlosung nix gewinne. (Da hilft auch älter werden nicht und keine Schokolade...)

Und sonst noch: einen guten Rutsch euch allen! Setzt die Segel für 2012...
Ich freu mich auf das nächste Jahr!

Samstag, 24. Dezember 2011

Schneefest


"Sehr kalt in Deutschland!" finden Addam, Daniela und Alan aus Venezuela, und dass sie die zu den schneefesten Skihosen passenden Jacken nicht tragen, liegt daran, dass sie eigentlich gerade Fußball spielen. Mitten im Weihnachtsgewimmel in der Fußgängerzone haben sie eine freie Ecke gefunden. 8 Tage verbringen sie in Europa, 3 davon in Deutschland, und auch wenn es für mein Empfinden in Köln zur Zeit bad-warm ist, in Venezuela  liegen die Temperaturen an Weihnachten bei ca 30 Grad und mehr.
Wie man in Venezuela traditionell die Feier­tage verbringt steht hier und hier geschrieben, (falls jemand in der besinn­lichen Hektik den Blick in die Welt schwei­fen lassen möchte)
Ich muss ja sagen, ich hab mir sehr gewünscht, dass es auch dieses Jahr ein weihnachtliches Schneefest gibt,  aber ich habe wohl zu oft mein Tellerchen nicht leer gegessen.
Euch allen schöne Tage, das wünsch ich in die Runde, und schließe mit dem Google-Suchwort der Woche: "Christkind bei der Arbeit"
"Very cold in Germany!" That's the opinion of Addam, Daniela and Alan from Venezuela, and they don't wear their jacketts just for the reason, that they are playing football at the moment. In the middle of the christmas-hurry-scurry at the retail-strip they found an empty space to play. They stay in Europe for 8 days; 3 days in Germany. And eventhough it is, to my mind,  quite warm in Cologne in these days; in Venezuela the temperature rises up to 30 degrees and more.
Well, I made my wish for a snowy christmas, but obviously I didn't clean my plate too often.
Anyway; Merry Christmas to all of you, and I'll end with the google-search-word of the week: "Christ Child at work"

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Flüchtig


"Der Jugend unbeschwertes Spiel...", das hab ich mal in einem Buch gelesen; leider will mir nicht einfallen in welchem. Gesagt hat es ein alter, kauziger Mann der weder mochte, was er solcher Art kommentierte, noch das Herz der Leser  zu erobern sonderlich im Stande war.
Der Jugend unbeschwertes Spiel. Ein paar Bilder aus dem späten, sommerlichen Herbst. Als Widmung und auch zur Er­innerung, falls das unbeschwerte Spiel mal allzusehr Vernachlässigung erfährt.
Ich glaube, das obere Bild werde ich mir eines Tages in sehr groß an die Wand hängen. Ich seh es so gern an.
"The youths light-hearted plays..." I've red this in a book once, unfortunately I can't remember in which one. An old and grumpy man said these words, and neither he appreciated what he was commenting on, nor did he prove himself able to win the readers hearts.
The youths light-hearted plays. A few photos from the late and summerly autumn. As a dedication or maybe as a reminder, if the light-hearted play is getting neglected too much.
I think one day I will put the photo above on my wall in huge size. I simply love to look at it.


...und noch mehr, bitte hier entlang...
...and even more, please follow...

Dienstag, 20. Dezember 2011

"Ich rechne ja in Nudeln..."





Das ist Elisabeth Lorscheid, die Ende 2009 den Kalker Kindermittagstisch e.V. ins Leben gerufen hat. Aufmerksamen Blog­lesern wird nicht entgangen sein, dass ihrem Projekt die Spendensumme zugute kommt, die durch die Verlosung von Johann Königs Bühnenanzug gesammelt wird. Details und alle Infos dazu aus­führlich hier und in Kurzform hier; (jede noch so kleine Spende hilft!)
Die Aktion geht noch bis 29.12.2011.

Für 150 bis 180 Kinder kocht Frau Lorscheid gemeinsam mit ein oder zwei Unter­stützerinnen an 5 Tagen in der Woche ein frisches, warmes Mittagessen: "Es kommen aber auch schon vormittags immer Kinder rein, die holen sich dann Obst oder ein trockenes Bröt­chen. Viele Kinder gehen morgens ohne Essen im Magen, und ohne Schulbrot aus dem Haus." Nur durch Spenden und Zu­wendungen jeder Art finanziert sich der Verein. "Die Räume stehen uns mietfrei zur Verfügung, aber Strom und Nebenkosten müssen wir selbst bezahlen." Viel Platz ist nicht; ca 60 qm inklusice der Toiletten. Da wird es Mittags richtig eng.
This is Mrs. Lorscheid, who invented the Kalker kids-lunchtable in 2009. The gentle blog-reader probably may have realized yet, that all donations, collected for Johann Königs stage-outfit, are for her projects benefit. More details and informations you may find here and here.
Even a small donation helps! 

Mrs. Lorscheid and her assistants prepare a warm and fresh cooked meal for 150 up to 180 kids; 5 days a week: "Some kids show up in the morning already, they grab some fruits or bred. Many children leave home without having breakfast, or any breaktime sandwiches." The lunchtable is financed only by donations and benefits of all kind: "We don't have to pay rent, but additional expenses and the costs of electricity." There's not much space for all of them, 60 square metres, including the restrooms." So it's getting quite crowded at lunch-time.



Frau Lorscheid, die selbst 2 Söhne hat, erzählt im FrauTV-Video wie und warum sie auf die Idee kam, den Mittagstisch zu gründen. Letzen Winter habe ich den Bericht zufällig im Fernsehen gesehen, und ich war sehr beeindruckt von der tat­kräftigen Frau, die eigene Wege sucht und findet, mit Notlagen umzugehen. Die Grundsituation des Vereins hat sich wenig geändert: noch immer weiß Frau Lorscheid nie wie es weitergeht. Spenden kann sie daher dringend brauchen, denn Geld ist die Garantie, dass sie weitermachen kann. "Die laufenden Kosten müssen bezahlt werden, und trotz der Lebensmittelspenden müssen wir ja auch noch Nahrungsmittel zu­kaufen."
Weiter gehts, bitte hier entlang...
Mrs. Lorscheid, who has two sons herself, tells at the Frau-TV-video how and why she invented the kalker kids-lunchtable. Last winter I've seen this report on TV, and I was immidiately impressed by this woman, who searches and finds her very own ways out of states of emergency. The basic situation of her project is still the same; Mrs. Lorscheid never knows how she can manage to continue. So she really needs any donation, for the reason that money is kind of a guarantee, that she can keep up her work. "We need to pay the running charges, and although we get donatons of food, we still have to buy some."
Read more, please follow...

Sonntag, 18. Dezember 2011

Radrennen





Zuerst überholt Lu mich mit dem Fahrrad und anschließend ich sie; ich bin neugierig, die Frau mit dem bunten Schal und der bestickten Weste von vorne zu sehen. Dass ich sie fotografieren darf freut mich, und nachdem wir ein Weilchen geredet haben ziehe ich beschwingt und gut gelaunt von dannen. Manche Menschen haben dieses Talent, eine aufgehellte Stimmung zu be­wirken, und für mich gehört Lu unbedingt dazu.
Lu ist in Köln geboren. Sie hat in Heidel­berg studiert und dann ein halbes Jahr in England verbracht. Nun ist sie frisch zu­rückgekehrt, und tritt demnächst ihre neue Stelle an. Lu ist Musiktherapeutin und arbei­tet hauptsächlich mit Wachkoma­patien­ten. Sie erklärt mir worauf es bei der Arbeit ankommt, worum es geht und was sie macht. Ich muss gestehen, ich fühl mich hier und heute nicht in der Lage, das kompetent und ohne Gestammel wieder­zugeben. Was ich aber sagen kann ist, dass ich wiederum an Lus Kompetenz keinerlei Zweifel habe. Sie erzählt lebendig und konzentriert und es ist mehr als deutlich, mit wieviel Leidenschaft sie bei der Sache ist.
"Bewusst zu leben, zu wissen was man tut" ist ihre Antwort, als ich frage, worauf es ihr im Leben ankommt.
First Lu is overtaking me with her bike, then I overtake her; I'm curious to look into the face of the woman with the colorful scarf and the embroidered vest. I'm happy that she agrees when I ask her for a photo and after a while of talking together I go away cheerful and delighted. Some people have this talent to create a cheeful atmosphere, and to me Lu definitely is one of those people.
Lu was born in Cologne, she studied in Heidelberg and stayed in England for six months. Now she just came back to Cologne, starting her new job in a short while. Lu is musictherapist and she mainly works with patients in a vigiliant coma. She explains the matter of this work, what this means and what she's doing. I have to admit that today I don't feel competent enough to repeat it without starting to stammer. But about Lu's competence I don't have any doubts at all; she's thoroughly concentrated and speaks in such a vibrant way, that her passion for her work is very obvious.
"Being conscious in life, being aware." she replys, when I ask her what she considers important in life.

Samstag, 17. Dezember 2011

Spendenaktion in Kurzform


  • Verlost wird der einigermaßen zerbeulte aber tourbegleitende Bühnenazug von Johann König.
  • Das Geld kommt komplett und ohne Abzug dem Kalker Kinder­mittags­tisches e.V.,  zugute.
  • Jeder der auf unten genanntes Konto spendet nimmt an der Verlosung teil.
  • Auch wer nicht spendet, kann gewinnen: Zusätzlich werden je 10 Johann König Bücher und DVD's, sowie 2 Gästelistenplätze verlost.
  • Wer den Spendenaufruf weitersagt, verlinkt, kurz, wer hilft, ihn zu verbreiten, hinterlässt hier im Blog einen Kommentar und nimmt so an dieser 2. Verlosung teil.
  • Gespendet werden kann bis zum 29.12.2011 um 12:00.
  • Am nächsten Tag nimmt Johann König höchstselbst beide Auslosungen vor. Das Video dazu wird hier gepostet.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Das ganze in ausführlichster Form: hier.
  • Kommentare am liebsten im vorigen Post "Wasser mit Wassergeschmack"


Kontoinhaber: Kalker Kindermittagstisch e.V.
Kontonummer: 386054
Bankleitzahl: 370 502 99 Kreissparkasse Köln

Bitte im Verwendungszweck  eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen. Wer eine Spendenquittung benötigt, fügt seine Adresse und das Wort Quittung an.

Edit: Der Kalker Kindermittagstisch hat hier übrigens einen Dankes-Kommentar an alle hinterlassen, die sich beteiligen.

Freitag, 16. Dezember 2011

"Wasser mit Wassergeschmack"





Das ist Johann König in seinem Bühnen­anzug. Dass er darin auch auf der Straße posiert hat einen Grund, und zwar einen guten: "Was machen wir jetzt mit dem Anzug? Versteigern?" hat Johann mich letzten Dienstag, wenige Minuten nach der letzten Aufführung seines Programmes "Total Bock auf Remmi Demmi" im Kölner Tanzbrunnen, gefragt. 257 mal ist er im braunen Cordanzug,  den ich, auch das soll hier Erwähnung finden, höchstpersönlich entworfen und angefertigt habe,  auf die Bühne gegangen. Die Entstehungsfrage Anfang 2009 lautete übrigens ganz ähnlich: "Wie machen wir jetzt den Anzug?" Näheres (aus der Erinnerungsperspektive des Künstlers) dazu im unten angefügten Videoausschnitt.

Seinen Bühnendienst hat er also getan, der braune Cordanzug. Jetzt soll er helfen Gutes zu tun:
Zugunsten des Kalker Kinder­mittags­tisches e.V.,  den die unglaub­liche Frau Lorscheid ins Leben gerufen hat, und gegen eine Spende, verlosen wir das gute Stück (und noch ein paar andere Dinge mehr, s.u.). Frau Lorscheid versorgt mit ihrem Mittagstisch täglich zwischen 150 und 180 Kinder in Köln-Kalk mit warmem Essen. Wie sie dazugekommen ist erzählt sie am besten selbst im Frau-TV Bericht. Natürlich stelle ich sie und ihr Projekt hier im Blog auch noch persönlich vor.
Edit: hier zu finden: "Ich rechne ja in Nudeln" (O-Ton Frau Lorscheid)

Weiter geht's, bitte hier entlang...
This is Comedian Johann König in his stage outfit. He strikes a pose on street as well for  a reason, and it's quite a good one. "What are we going to do with the suit now? Put it up to auction?" Johann asked me shortly after his last tour performance of his show "Total Bock auf Remmi Demmi" at the Cologne Tanzbrunnen last tuesday. For 257 performances he dressed up in his brown corduroy suit, which is of my own making, if I may take my chance to mention that. Back in 2009 the first question concerning his new tour outfit sounded quite similar: "How are we going to make the suit?" The video below tells the story from the point of view of the artist himself.


The suits stage-work is done, now it is supposed to do a good deed: To the benefit of the Cologne Kids lunch table, invented by the incredible Mrs. Lorscheid, and for a donation we raffle the suit off. Mrs. Lorscheid serves from 150 to 180 kids every single day with a warm meal for lunch. She does this, because she one day suddenly felt there was a need for this. In a very few days I will show a portrait of her and her awesome project of course.

Read more, please follow...

video

Dienstag, 13. Dezember 2011

Love is all you need





Eine Woche haben Albina und Edward Zeit sich ein wenig in Deutschland umzusehen. Sie machen einen Städtetrip, der in München begonnen hat und über Köln nach Berlin führt.
Die beiden leben in St. Petersburg, wo Edward einen technischen Beruf ausübt, der im weiteren Sinne wohl mit Gas zu tun hat, uns aber an die Grenzen der Verstän­digung bringt. Da ist es mit Albina's Berufs­wünschen schon leichter. Sie möchte gerne Modedesignerin werden. Eine Ausbildung in dieser Richtung hat sie nicht gemacht: "Aber es ist meine Leidenschaft, und ich versuche es einfach." Den Mantel, den sie trägt, hat sie zum Beispiel selbst ent­worfen und genäht.
Albina and Edward are in Germany for one week. They're on a city-trip, starting in Munich, travelling  further to Cologne and finally Berlin.
They live in St. Petersburg, where Edward is working in a technical profession which has something to do with gas, but unfortunately we reach the limit of verbal communications while he tries to explain. It's easier for Albina to tell her career choice: she want's to become a fashion designer. She's not educated in this line of work: "But it's my passion, and I simply have a try." She designed and sewed her coat by herself, for example.



Die Antwort auf die Frage worauf es im Leben ankommt ist kurz und kommt spon­tan. Albina sagt: "Love. Love is all you need." Edward stimmt zu: "I live for her."
Und weil ich mich nicht entscheiden kann, und Albina so schön in den Niesel­regen hineinlächelt, kommen hier noch ein paar Bilder.
Bitte hier entlang...
On my question what they consider impor­tant in life Albina replys spontaneously: "Love. Love is all you need." Edward agrees: "I live for her."
And for the reason that I found it too hard to sort out photos, and because Albina was smiling so nice although it was drizzling, here are some more photos.
This way, please..

Sonntag, 11. Dezember 2011

"Schöner unsere Paläste"...





...so heisst der Bildband von Gerd Danigel, und am liebsten würde ich nun eine Aus­wahl der darin enthaltenen Fotos ver­öffentlichen. Allein, am Ende wäre es wohl beinah das ganze Buch, denn daraus auszuwählen gleicht einer Unmöglichkeit. Die Schwarz-Weiss-Fotos, zwischen 1978 und 1998 auf den Strassen Berlins ent­standen, zeigen Gerd Danigels hinter- und feinsinnigen real-poetischen Blick auf eine Welt, die inzwischen gründlich und mehr­fach erneuert wurde.
Meine ausdrückliche Begeisterung für Gerd Danigels Fotos wechselt sich mit fast demütiger Dankbarkeit für sein Werk ab. Keines seiner Bilder ist belanglos oder beliebig. Mit durchlässigem Gespür für kleine und große Augenblicke und vor allem für den richtigen Moment, teilt er mit, was er gesehen hat. Seine Bilder sind Würdigungen ohne zu romantisieren, sie entlarven ohne Niedertracht, und immer wieder fangen sie die rhythmische Eigen­komposition des Alltäglichen ein, dessen Verweildauer nicht selten eine Sekunde unterschreitet.

Weiter geht's, bitte hier entlang...

Gerd Danigel is a Berlin based photo­grapher.  A few months ago his photos have been published in a  book, and I definitely would like to show a selection. But probably I would post all of his photos, for the reason that it seems impossible to me to narrow down the choice. His monochrome pictures, taken between 1978 and 1998 in the streets of Berlin, present Gerd Danigels subtle and sensitive poetical view into a world which has been rigorously modified in the meantime.
My explicit enthusiasm for Gerd Danigels photos alternates with a thankful humble­ness for his complete work. His photos are appreciations without romanti­cizing, they reveal without baseness, and over and over again they catch the rhythmical self­composition of everyday occurrences which often last for less than a second.

Read more, please follow...